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Kategorie Archive: Verkehr

Aufgedeckt! So wird Tagfahrlicht zu Todesfalle

Vor Jahren gab es eine Sektierer artige Bewegung, die penetrant die Beleuchtung von Fahrzeugen auch bei Tageslicht forderte. Man könne Autos nicht sehen – bei Tageslicht – wenn diese nicht beleuchtet seien. Fanatische Vertreter dieser Sekte fuhren dann bei Tag permanent mit Fernlicht, in der Dunkelheit aber mit Standlicht.

Verkehrspfusch in Wien

Die grüne Wiener Verkehrsvernichterin Maria Vassilakou schlug wieder zu. Zwei neue U-Bahn-Strecken seien geplant, stellte sie vor. Beide Streckenführungen sind eine totale Fehlplanung – weil sie mitten in Bezirken enden, ohne die wichtigen Außenbereiche einzubeziehen.

NICHTS GEHT MEHR: SkyEurope steckt am Boden fest – 5 Flüge am Flughafen Wien betroffen

SkyEuropePlaneSeit Dienstagvormittag fertigt der Flughafen Wien keine Flüge der slovakischen Fluglinie SkyEurope, die im Juni Konkurs anmelden musste, mehr ab. Vom Grounding seien laut APA-Meldung rund fünf 5 Flüge betroffen, wie es heißt. Zur Stunde sollen Verhandlungen zwischen Flughafen Wien und SkyEurope Chef Nick Manoudakis, wie Airline Sprecher Ronald Schwarz weiß, laufen

Während im Internet und via Newsletter das SkyEurope Angebot noch immer beworben wird, geht am Boden nichts mehr. Selbst Reisebüros warnen seit Monaten und raten von Direktbuchungen bei SkyEurope ab.

Bekannt wurde SkyEurope in Österreich mit Billigflügen zwischen Innsbruck und Wien ab 29,- Euro, sprich deutlich günstiger als die Angebote der ÖBB. Nichts desto trotz frohlockt der slovakische Billigfluganbieter noch immer mit verlockenden Offerten. Ob Gruppenreisen, Kinder zahlen nichts, die Werbesprüche aus dem Osten sind unübersehbar.

Für Werbestratege Jürgen Abler in Krisenzeiten aber der falsche Weg: “Wenn man sich den Webauftritt von SkyEurope genau ansieht, überhäufen ein Billigangebot das Nächste mit schlagfertigen Argumenten. Das ist im Fall eines Konkurs aber der falsche Weg, wenn die Informationstransparenz fehlt”.

Ein Lokalaugenschein von Xlarge bestätigt die Befürchtungen, denn über am Boden festsitzende Passagiere verliert man bei SkyEurope im Internet kein Wort.

Unterdessen können jene, die noch Geld von SkyEurope – z.B. für ein Ticket – zugute haben, ihre Forderungen bis 17. August 2009 anmelden.

AUFGEDECKT: Fluglinien verlieren pro Jahr über 42 Mio. Koffer und Taschen

corsairInsgesamt 42 Mio. Gepäcksstücke haben die Fluggesellschaften im Jahr 2007 nicht ordnungsgemäß abgefertigt. Eine Mio. davon ist nach Angaben des Air Transport Users Council AUC http://www.auc.org.uk überhaupt verloren gegangen und nicht mehr aufgetaucht. Was die Konsumentenschutzorganisation vielen Fluglinien vorwirft, ist die schlechte und nicht ausreichende Kompensation nach Verlusten oder verspäteter Auslieferung. Einige der Airlines haben erklärt, das Gepäckservice verbessern zu wollen, allerdings kritisiert das AUC die mangelnde Schadenersatzleistung seitens der Fluglinien für die verspätete Lieferung. Die Kritik betrifft auch die geringen Kompensationen nach dem Verlust des Gepäcks, wenn nicht Rechnungen zum Nachweis mitgeliefert werden.

“Verspätetes Gepäck kann viele Gründe haben. Unter anderem zählen hierzu: kurzfristige Umbuchung des Passagiers auf einen anderen Flug, Übergewicht des Flugzeuges, abgerissener Gepäckslabel, Fehler beim Einchecken, technische Probleme in der Gepäckszentrale oder Fehlleitung beim Umsteigen”, so Margot Kapfer Pressesprecherin von Air France http://www.airfrance.at gegenüber pressetext. Eine Entschädigung gibt es nur für einen tatsächlich durch die Verspätung entstandenen Schaden. Das bedeutet, dass etwa eine Ersatz-Zahnbürste, nötigste Pflegemittel und notwendige Bekleidung gekauft werden musste. Die Fluggesellschaft kann sich der Haftung nur entziehen, wenn sie nachweist, dass sie alle zumutbaren Maßnahmen getroffen hat, um den Schaden zu vermeiden. Eine reine Reisepreisminderung wegen Gepäckverspätung sieht diese Verordnung jedoch nicht vor.

“KLM-Air France entschädigt Passagiere nach dem international vereinbarten Montrealer Abkommen”, so Kapfer. “Der Passagier muss sich, wenn sein Gepäck nicht da ist, umgehend an den Lost & Found-Schalter in der Ankunftshalle wenden. Dort wird der Vorgang aufgenommen, und eine Referenznummer wird ausgehändigt. Auszufüllen ist ein Fragebogen mit der genauen Beschreibung des Gepäcks und des Inhaltes”, erklärt Kapfer das Prozedere. Alle Ausgaben müssen mit Quittungen belegt werden und innerhalb einer Frist von 21 Tagen nach Erhalt des Gepäcks, in schriftlicher Form an das befördernde Unternehmen angezeigt werden. “Unabhängig davon, ob es sich um eine Gepäcksverspätung oder einen -verlust handelt, werden angemessene Kosten innerhalb der Höchsthaftung des Montrealer Abkommens gegen Rechnung ersetzt.” Die Höchsthaftung beträgt 1.000 Sonderziehungsrechte pro Passagier, was in etwa 1.100 Euro entspricht.

“Was die AUC den Airlines vorwirft, ist die Tatsache, dass diese allzu oft versucht, das Schadensrisiko auf den Passagier abzuwälzen”, so AUC-Vositzende Tina Tietjen. Dass die Zahl der verlorenen bzw. verspätet eingelangten Gepäcksstücke rasant ansteigt, könne man anhand der Zahlen feststellen. 2005 waren es 30 Mio. Gepäcksstücke, die zu spät ausgeliefert oder verloren wurden, 2006 waren bereits 34 Mio. betroffen. Mit steigenden Passagierzahlen gehen die AUC-Experten davon aus, dass diese Zahl auf 70 Mio. Gepäcksstücke bis 2019 ansteigen könnte. (pte/red)

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