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Kategorie Archive: Wirtschaft

Abzock Wahnsinn aufgedeckt! ÖBB auf asozialer Schiene

Die Österreichischen Bundesbahnen hatten im letzten Jahr kräftig finanziell geblutet. Hunderttausende Ausländer wurden gratis kreuz und quer durch Österreich transportiert. Dazu noch die hohen Reinigungskosten für Zugsgarnituren und Bahnhöfe. Wegen der immens hohen Schulden wären die ÖBB auch sonst schon lange konkursreif.

Kundenzores um Mobilfunker 3: So buchen die Chinesen Rechnungsbeträge gleich mehrfach von Kundenkonten ab

Der Ärger bei vielen Kunden von Hutchison 3G Austria war heute groß. So buchte der 3. größte Mobilfunker Rechnungen an seine Kunden gleich mehrfach von deren Bankkonten ab. In einer eilig formulierten Rundmail bedauert Drei den technischen Fehler. In der Aussendung heißt es man arbeite mit der befreundeten Bank bereits mit Hochdruck an der Rückabwicklung der Fehlbuchungen.

Sensationsbericht: Teenager führt Analysten vor – 15-jähriger präsentiert überzeugende Medienanalyse

analystEin 15-jähriger Praktikant der Investmentbank Morgan Stanley hat seiner Karriere schon früh den nötigen Antrieb verpasst. Mit einer Medienanalyse führt Matthew Robson selbst erfahrene Analysten vor. Ursprünglich sollte der Teenager lediglich die Mediengewohnheiten seiner Freunde beschreiben. Seine Erkenntnisse verpackte Robson nach Angaben des Instituts schließlich in einen Analystenbericht, den die Experten zu einem der “klarsten und zum Nachdenken anregendsten” Reports erkoren, die sie jemals gesehen hätten. Der Bericht wurde veröffentlicht und sorgte für ungewöhnlich hohes Feedback bei der Bank. Seine Kollegen mit Jahren an Erfahrung ließ Robson damit jedoch alt aussehen.

In britischen Medienberichten wurde die Zuverlässigkeit von Analystenberichten angezweifelt, wenn diese auch von Teenagern verfasst werden können. “Es kommt natürlich darauf an, wer die Analyse des Jungen überprüft hat. Grundsätzlich gilt jedoch: ‘Jugend schützt vor Weisheit nicht’. Warum sollte ein 15-Jähriger nicht Zustande bringen was erfahrene Analysten schaffen”, meint Hans-Peter Burghof, Lehrstuhlinhaber für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistung an der Universität Hohenheim http://www.uni-hohenheim.de, im Gespräch mit pressetext. Neue Einsichten von außen könnten sogar frischen Wind in die Abteilung bringen. Gerade Teenager hätten möglicherweise neue und kreative Zugänge zu einem Thema. “Das Phänomen der Betriebsblindheit kennen wir doch alle”, unterstreicht Burghof.

“Dutzende Fondsmanager und Konzernvorstände haben sich bei uns gemeldet”, sagt Edward Hill-Wood, Leiter des Bereichs Medienanalysen bei Morgan Stanley. Das Echo auf den Bericht des jungen Praktikanten sei fünf bis sechs mal höher gewesen als in der Regel üblich. Dem Nachwuchsanalysten zufolge ist etwa das noch weitgehend fehlende Geschäftsmodell des Online-Kurznachrichten-Dienstes Twitter zum Scheitern verurteilt. Zwar würden die Konsumenten von morgen immer mehr Medien nutzen als bislang. Die Bereitschaft, dafür zu bezahlen, nehme hingegen ab. Twitter per Mobiltelefon zu nutzen sei zu teuer und die User würden erkennen, dass ihre Profile weitgehend unbeachtet blieben. Dies führe sie zu der Erkenntnis, dass ihre “Tweets” sinnlos sind. “Teenager nutzen Twitter nicht”, schreibt Robson. Tatsächlich hat die noch relativ junge Plattform bereits mit einem Nutzerschwund zu kämpfen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090430027/).

Werbung nervt die User nach den Erkenntnissen des Teenagers auch online, das herkömmliche Fernsehen stoße zunehmend auf Ablehnung und werbefreies Musikhören im Internet erhalte gegenüber dem traditionellen Radio den Vorzug. Geld geben die jungen Verbraucher vorzugsweise für Kino- und Konzertbesuche wie auch Spielkonsolen aus, deren Möglichkeiten zur Online-Kommunikation attraktiver seien als das Telefon. Für die nur allzu umfangreiche Berichterstattung von Printmedien mit seitenweise Informationen bleibe außerdem zu wenig Zeit. Teenager würden nicht regelmäßig Zeitung lesen, sondern Zusammenfassungen im Internet oder im Fernsehen bevorzugen. Die Erkenntnisse haben bei Banken und in der Medienbranche für Aufsehen gesorgt. Anhand der Erhebung von Teenager-Meinungen haben Finanzinstitute schon mehrfach versucht, künftige Trends frühzeitig zu erkennen. (pte/red)

AUFGEDECKT:Medikamenten-Mafia weitet Online-Geschäft aus – Zoll ortet Produktionsverlagerung

medikamentenmafiaIllegal produzierte Medikamente werden in Deutschland immer häufiger im Internet verkauft. Besorgniserregend hierbei ist, dass Experten inzwischen davon ausgehen, dass 96 Prozent der außerhalb der Portale von Webapotheken angebotenen Arzneien keine zugelassenen Originale sind. Der deutsche Zoll schlägt Alarm und vergleicht die Strukturen der Medikamenten-Mafia mit denen des Rauschgifthandels. “Wir sehen immer öfter, dass illegal hergestellte Arzneien aus Südostasien für den privaten Gebrauch nach Deutschland eingeführt werden. Dies bezieht sich zum Großteil auf den Paketverkehr”, erläutert Holger Giersberg vom Hauptzollamt Erfurt gegenüber pressetext. Die Mittel sind bestenfalls wirkungslos, oft aber auch sehr gefährlich.

Giersbergs Einschätzung deckt sich mit den Erfahrungen des Kölner Zollkriminalamts http://www.zoll.de, die als Zentralstelle des deutschen Zollfahndungsdienstes fungiert. Laut der Ermittlungsbehörde werden die gesundheitsgefährdenden Präparate meist aus Asien oder Osteuropa auf den klassischen Drogenrouten eingeschleust bzw. dort per Post zugestellt. Mit der Angst vor der Schweinegrippe konnten die Zollermittler feststellen, dass sogar das Anti-Grippe-Mittel Tamiflu illegal nachkopiert wurde und auf dem Markt aufgetaucht ist. Der Trend zur organisierten Kriminalität in diesem Bereich lässt sich anhand der aktuellen Zahlen verdeutlichen. Die Zahl der vom Zoll beschlagnahmten Tabletten stieg innerhalb von nur drei Jahren von einer halben Mio. auf nunmehr knapp fünf Mio. Stück.

Bei illegalen Medikamenten-Ampullen fällt die Zunahme noch höher aus. Die Zahl der vom Zoll beschlagnahmten Ampullen mit gefälschten Wachstumshormonen kletterte von 14.000 im Jahr 2005 auf inzwischen 147.800 – Tendenz bis Jahresende steigend. Aber die Grauzone soll Fachleuten zufolge “noch viel größer” sein, heißt es in einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Trotz des inzwischen bekannten Vorgehens der Medikamenten-Mafia nehmen die Internet-Bestellungen kräftig zu. Vor allem das Geschäft mit Potenzpillen sowie Abnehmpräparaten floriert. Experten führen dies auf die Möglichkeit der Anonymität zurück. Die Medikamente sind deshalb so gefährlich, weil die Dosis der Wirkstoffe oft überhöht ist. Die Folgen der “Internet-Schnäppchen” können Herzrasen oder Schwindelgefühl sein.

Obwohl die Medikamenten-Imitate lange Zeit im Ausland produziert wurden, hält nun der Trend zur Herstellung in illegalen Labors in der Bundesrepublik an. Erst vor kurzem ließ der Zoll im Ruhrgebiet eine Fälscherwerkstatt auffliegen. Weitere Zentren werden in der Region Rhein-Main vermutet. Die chemische Herstellung in Deutschland lässt sich damit erklären, dass die Täter zunehmend die Grenzübergänge meiden und stattdessen direkt im Absatzland agieren. Dass Fakes zu Billigpreisen verkauft werden, kommt in nur wenigen Fällen vor. Diese liegen etwa bei rund 80 Prozent der Preise der Originalpräparate. Somit will man den Verdacht eines Plagiats erst gar nicht aufkommen lassen. Die Gewinne mit falschen Pillen sind jedoch noch immer hoch. Sie entsprechen inzwischen denen im Drogengeschäft. (pte/red)

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