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Kategorie Archive: Innovationen

Apple-Gerüchte: iPhone 3.0 bringt MMS und Video

iphone30Apple hat für den morgigen Dienstag zu einer Veranstaltung geladen, um der Fangemeinde Neues aus dem Produktportfolio präsentieren zu können. Vorgestellt wird das neue Betriebssystem für das iPhone. Das Upgrade auf iPhone 3.0 soll einige Verbesserungen sowie neue Funktionen auf das Mobiltelefon bringen, wie einige Medien wie Engadget oder Ars Technica berichten. Wie gewohnt hüllt sich das Unternehmen aus Cupertino im Vorfeld zu derartigen Events in Schweigen, währenddessen die Gerüchteküche brodelt.

Den ersten Blick auf iPhone 3.0 OS dürfen nur einige wenige Journalisten werfen. Im Web finden sich jedoch jede Menge Spekulationen über die Neuerungen, die das Betriebssystem mit sich bringen soll. Zu den aussichtsreichsten Funktionen zählen demnach die Videofunktion sowie die MMS-Tauglichkeit des Handys. Diese Features stehen schon seit dem Marktstart des Apple-Telefons oben auf der Wunschliste der Nutzer. “Fast unglaublich, dass Apple nicht hinbekommt, was bei einfachen Telefonen schon lange Standard ist”, schreibt beispielsweise ein Blogger.

Eine weitere Aufrüstung des iPhone soll es künftig auch zum Modem machen. Wie der Weblog Boy Genius Report http://www.boygeniusreport.com erfahren haben will, könne das Gerät in der Version 3.0 per USB sowie Bluetooth mit einem Rechner verbunden werden. Somit würde ein weiterer Wunsch der User in Erfüllung gehen. Ebenfalls weit oben auf der Wunschliste steht Multitasking, wodurch es ermöglicht werden soll, dass iPhone-Anwendungen im Hintergrund laufen und somit der Wechsel zwischen Programmen möglich wird, ohne die aktive Applikation schließen zu müssen.

Ebenso wurde gefordert, dass das Mobiltelefon die Copy & Paste-Funktion unterstützt. Mit iPhone 3.0 soll es soweit sein. Diese Informationen stammt von Kevin Rose, Mitbegründer von Digg http://www.digg.com. Rose zufolge muss der User auf ein Wort doppelt tippen, um die Lupe zu öffnen. Anschließend kann er den gewünschten Textabschnitt durch Ziehen mit dem Finger auswählen und die gewünschte Aktion auswählen, so Rose auf einer Veranstaltung http://news.worldofapple.com/archives/2009/03/15/ . Keine Chance sieht Rose hingegen für MMS sowie Videoclips.

Featurers wie MMS oder die Modemfunktionalität können iPhone-User bereits jetzt schon nutzen, vorausgesetzt sie haben einen Hack auf dem Gerät eingespielt. Diese User sollten an das Upgrade, das möglicherweise einige ihrer Wünsche erfüllt, daher mit Vorsicht herangehen. Welche Funktionen künftig tatsächlich Teil des offiziellen iPhones sind, werden die Apple-Fans Dienstagabend mitteleuropäischer Zeit erfahren. (pte/red)

AUFGEDECKT: Ausgefallene Weihnachtsgeschenke aus dem Web

Das Weihnachtsfest rückt näher und für immer mehr Leute erweist sich das Web als Rettungsanker auf der Suche nach dem passenden Geschenk für Freunde und Familie. Für technikaffine Menschen gibt es mittlerweile eine Fülle an Einkaufsportalen, die eine Reihe innovativer und witziger Spielereien anbieten. pressetext hat sich auf die Suche nach ausgefallenen Geschenken gemacht und eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Funlab http://www.funlab.eu nennt sich ein kürzlich gestarteter Onlineshop, dessen Betreiber sich vor allem dem Style-Faktor seiner Produkte verschrieben hat. Die erhältlichen Waren richten sich vor allem an Kunden, die ihre eigenen vier Wände auf extravagante Weise verschönern wollen. Für Langschläfer, die es frühmorgens nur schwer aus dem Bett schaffen, bietet das Funlab eine Auswahl an verschiedenen Weckern. “Clocky” beispielsweise garantiert, dass man aus dem Bett muss und sogleich der Kreislauf angeregt wird. Der Wecker mit Rädern nimmt Reißaus, sobald die Schlummertaste zu oft gedrückt wird. Um ihn abzudrehen, muss er also zuerst eingefangen werden. Im Portfolio sind aber auch extravagante Salz- und Pfefferstreuer im Keyboard-Design zu finden oder ein Türstopper in der Form eines Stöckelschuhs.

Die Style-Accessoires gibt es jedoch nicht nur für das eigene Zuhause, sondern auch für das Büro zu kaufen. Mithilfe der Stimmungsampel, die auf dem Schreibtisch platziert wird, können sich Kollegen auf einem Blick über den aktuellen Gemütszustand informieren. Die jeweiligen Ampelphasen lassen sich per Knopfdruck auf Rot, Gelb oder Grün schalten. An sportliche Angestellte richtet sich der Basketballaufsatz für den Papierkorb. Mitgeliefert wird hier eine Fangemeinde, die jeden Treffer mit gebührendem Jubel würdigt. Darüber hinaus liefert Funlab auch USB-Gadgets für den Arbeitsplatz. Der leuchtende Weihnachtsbaum ist hierbei schon der Klassiker und darf in der Adventzeit in keinem Büro fehlen. An verspielte Gemüter richtet sich der USB-Raketenwerfer. Die Abschussrampe wird mit dem PC verbunden, die mitgelieferte Software ermöglicht die Steuerung. Die Rampe lässt sich per Maus um 180 Grad drehen und 45 Grad neigen, die Schaumstoffraketen werden ebenfalls über den PC abgefeuert.

Mehr oder weniger sinnvolle Dinge bietet auch der Onlineshop Arktis http://www.arktis.de. Neben dem USB-Tassenwärmer, der den Kaffee oder Tee auf trinkbarer Temperatur halten soll oder dem Stiftbecher mit integriertem vierfachem USB-Hub ist auch der iRobot erhältlich. Dabei handelt es sich um einen Staubsauger, der mit Sensoren ausgestattet den Boden der Wohnung selbständig sauber hält. Der iRobot reinigt dabei auch Ecken und schwer erreichbare Stellen. Nach erledigter Arbeit oder bei leerem Akku fährt der Haushaltsroboter automatisch zur Basisstation zurück und lädt die Batterien wieder auf. Allerdings ist der Automatik-Staubsauger mit knapp 300 Euro nicht gerade billig.

Innovative Geschenkideen sind auch bei Pearl http://www.pearl.de zu finden. Mit der Universalfernbedienung im Schlüsselanhängerformat lässt sich jedes beliebige TV-Gerät an- und ausschalten. Praktisch ist “CiaoTV” dann, wenn die Fußballübertragung in der Lieblingskneipe nervt oder wenn Freunde und Bekannte nicht vom Fernseher zu trennen sind. Ebenso lassen sich Werbesendungen im Kaufhaus unbemerkt ausschalten. Der letzte Schrei in der Disko ist hingegen das T-Shirt mit Acht-Band-Equalizer. Statt einem flotten Spruch auf der Brust leuchtet der auf dort aufgebrachte Equalizer im Takt der Musik. (pte/red)

Google überrumpelt Konkurrenz mit eigenem Web Browser

Google hat für heute, Dienstag, überraschend den Beta-Start eines eigenen Browsers angekündigt. Mit dem Browser Chrome steigt Google aktiv in den Browser-Krieg zwischen Microsoft, Mozilla und Co ein. Dabei setzt der Internet-Riese auf eine Optimierung für das Web 2.0. “Was wir wirklich brauchen, ist nicht einfach ein Browser, sondern auch eine moderne Plattform für Webseiten und -anwendungen”, verkünden Sundar Pichai, VP Product Management, und Linus Upson, Engineering Director, im offiziellen Google Blog. Aktuell liefert ein Webcomic einige Informationen zum Browser. Weitere Details zu Chrome wird es im späteren Verlauf des heutigen Tages nach dem internationalen Launch geben. “Wir freuen uns darauf, zeitgleich in mehr als 100 Ländern zu starten”, meint Google-Sprecher Kay Oberbeck auf Anfrage von pressetext.

Das Web hat sich von reinen Textseiten hin zu reichhaltigen Internet-Anwendungen gewandelt. Eben diese Webanwendungen will Google mit dem Open-Source-Browser Chrome beschleunigen. Einen wesentlichen Beitrag dazu soll die neuartige JavaScript-Engine V8 leisten. Sie ist auf parallel laufende Prozesse in modernen Multi-Core-Prozessen ausgelegt und setzt auf versteckte Klassen, um im Hintergrund dynamische Code-Optimierungen zu ermöglichen. Die V8-Engine solle auch eine neue Generation von Web-Anwendungen ermöglichen, die mit heutigen Browsern gar nicht möglich wären. Basis für die Rendering-Engine von Chrome ist WebKit, das auch in Apples Safari-Browser steckt. Aber auch Komponenten aus Mozillas Firefox werden von Chrome genutzt, so Pichai und Upson.

Das Browserfenster selbst wurde den Google-Mitarbeitern zufolge einfach gestaltet, da es nur ein Werkzeug für die Darstellung der eigentlich wichtigen Dinge wie Webseiten und Anwendungen ist. “Wie die klassische Google-Startseite ist Chrome sauber und schnell”, meinen Pichai und Upson. Im Hintergrund verspricht ein Sandbox-Konzept, bei dem jedes Tab in einer eigenen isolierten Umgebung läuft, Vorteile. Damit sollen etwaige Abstürze auf einzelne Tabs begrenzt und gleichzeitig Schutz vor bösartigen Webseiten geboten werden.

Die Mozilla Foundation, die bisher durch eine enge Kooperation mit Google bei der Entwicklung von Firefox profitierte, sieht sich trotz der Neuentwicklung “auf der sicheren Seite”. “Wir haben gerade einen Vertrag mit Google für die nächsten drei Jahre abgeschlossen, der uns finanziell den Spielraum gibt, den wir zur Weiterentwicklung von Firefox brauchen”, erklärt Mozilla-Europe-Präsident Tristan Nitot gegenüber pressetext. Die Entwicklung eines eigenen Browsers wird von Mozilla ausdrücklich begrüßt. “Sie haben intelligente Entwickler und verstehen, um was es im Web geht. Darüber hinaus produzieren sie auf Open-Source-Basis”, erklärt Nitot.

Etwas verfrüht ist gestern Abend ein 38-seitiges Webcomic zum Chrome an die Öffentlichkeit durchgesickert. Inzwischen hat Google dieses Comic selbst unter http://www.google.com/googlebooks/chrome veröffentlicht. Weitere offizielle Informationen rund um Chrome wird es Oberbeck zufolge erst nach dem tatsächlichen Beta-Start geben. Dieser dürfte heute in den Nachmittags- oder Abendstunden erfolgen und wird nach Angaben von Google zunächst eine Windows-Version des Browsers umfassen. An Umsetzungen für Mac und Linux werde gearbeitet. (pte/red)

Innovative Tools tricksen Chinas “Große Firewall” aus

Die chinesische Internet-Zensur, mit der sich anlässlich der Olympischen Spiele in Peking auch ausländische Journalisten konfrontiert sehen, bleibt ein heißes Thema im Vorfeld der Spiele. Organisationen wie der Chaos Computer Club (CCC) http://www.ccc.de und das Global Internet Freedom Consortium (GIFC) http://www.internetfreedom.org bieten Journalisten inzwischen Untersützung bei der Umgehung der “Großen Firewall” an. Dabei gibt es nicht nur Tipps, sondern auch geeignete Software-Tools, um die Internet-Zensur auszutricksen. Das GIFC hält entsprechende Werkzeuge zum Download bereit, während der CCC mit dem “Freedom Stick” sogar einen USB-Stick als einfache Lösung für Betroffene anbietet.

Zwar hat die chinesische Regierung auf internationalen Druck hin die Internet-Zensur für Journalisten bereits gelockert (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080801013), doch sperrt die chinesische Große Firewall nach wie vor so manches Webangebot. “Die Zensur in China ist ein Symptom eines Überwachungsstaates, der von westlichen Konzernen seit Jahren technisch unterstützt wird”, kommentiert Björn Pahls vom CCC die Situation. Mit welchen Tricks die moderne Mauer in China und auch in anderen Ländern mit Internet-Zensur umgangen werden kann, beschreibt der CCC auf der Webseite http://chinesewall.ccc.de.

Eine Möglichkeit ist eine VPN-Verbindung (Virtual Private Network), bei der ein Computer eine verschlüsselte Verbindung zu einem Endpunkt aufbaut. Diese Methode wird häufig genutzt, um Mitarbeitern von daheim oder unterwegs aus den sicheren Zugriff auf Firmennetzwerke zu ermöglichen – kann aber auch Zensoren aussperren. Viele Redaktionen böten VPN-Verbindungen bereits an, so der CCC. Journalisten sollten sich bei der jeweiligen IT-Abteilung erkundigen. Auch die Nutzung von Proxy-Servern außerhalb Chinas hilft, der Zensur zu entgehen. Dabei wird eine – möglichst SSL-verschlüsselte – Verbindung zu dem Server aufgebaut und alle Anfragen zunächst an ihn geleitet. Der Proxy vermittelt diese weiter und hat dabei freien Zugriff aufs Internet. Da Proxies aber entsprechend beliebte Ziele bei den Zensoren sind, rät der CCC eine größere Liste an Proxy-Servern und somit Ausweichmöglichkeiten zu kennen.

Ebenfalls möglich ist die Nutzung eines Anonymisierungsdienstes, bei dem Datenströme über mehrere Server umgeleitet werden, um so vor einer Analyse der Verbindungsdaten zu schützen. Das macht beispielsweise das Netzwerk des TOR-Projekts http://www.torproject.org, auf dessen Software der Freedom Stick des CCC setzt. Er dient dazu, einfach eine Verbindung zum TOR-Netzwerk aufzubauen. Das Problem dabei ist laut CCC, dass nach dem deutschen Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung der Betrieb von TOR-Knoten in die Illegalität gedrängt wird. “Wir rufen die deutschen Behörden dazu auf, Anonymisierungsserver des TOR-Netzwerkes nicht mehr zu kriminalisieren, denn das schadet vor allem denjenigen, deren Leben in repressiven Staaten auf dem Spiel steht”, sagt daher Pahls.

Die Große Firewall einreißen will auch die GIFC. Sie verweist anlässlich der Olympischen Spiele auf ihre Sammlung von Tools gegen die Internet-Zensur, die der Organisation zufolge bereits von einer Mio. Nutzern weltweit verwendet würden. Zu den Werkzeugen zählen unter anderem FreeGate und UltraSurf, die jeweils auf die Nutzung von Proxy-Servern setzen, sowie FirePhoenix, das mit VPN-Verbindungen zu Servern jenseits der Großen Firewall arbeitet. “Wir werden während der Olympischen Spiele laufend neue Releases veröffentlichen”, verspricht Tao Wang, GIFC Director of Operations. Nutzer sollten regelmäßig Updates von der GIFC-Webseite beziehen, um über die Dauer der Veranstaltung unbeschränkt online bleiben zu können. (pte/red)

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