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SOS Persönlichkeitsrechte

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20. Juni 2009 | Von Stephan Pfeifhofer | Kategorie: Blog: Stephan Pfeifhofer

24 Stunden XlargE-Notruf: 0900-545-382-546 (3,64 Eur/Min.)

Die rund 132 SOS Kinderdörfer weltweit feiern runden Geburtstag. Vor über 60 Jahren verfolgte Gründer Herman Gmeiner im Tiroler Städtchen Imst den Gedanken, Kindern ein zu Hause zu geben. Der sich bis heute anhaltende Grundsatz mag zweifelsohne ein Exportschlager von Menschlichkeit sein, wie heute verschworene Medien titeln. Anstatt den veränderten Bedürfnissen aber gerecht zu werden, lanciert das Gmeiner Hilfswerk bevorzugt Publicity im High Society Stil. So maßt sich selbst ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk an, betroffene Kinder “unverpixelt” und mit einstudierten Texten, zwecks allabendlicher Rundschau, vor seine Kamera zu stellen.

Eine Kinderdorfmutter aus Seekirchen wiederum zeigt intime Einblicke in ihren Alltag, und meint, nicht selten kommt die Presse oder ein Sponsor vorbei. Da hat Frau Göller von Sorgentreff berechtigterweise Schweißperlen auf der Stirn, wenn sie bei derart nüchterner Offenbarung an die beschränkten Besuchsrechte der unzähligen Eltern dieser Kinder denken muss.

Das ist eben Fundraising vor dem Persönlichkeitsrecht eines Kindes, meine ich.

Alles Gute zum 60er liebe SOS Kinderdörfer, und vielleicht sollten Sie einmal jene Pioniere sein, die mit dem ersten SOS Familiendorf aufwarten können! Der Publicitywegen, sei es Ihnen gedankt!

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5 Kommentare
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  1. ich persönlich weis nicht ob es im sinne von hrn. gmeiner war, wie die führung der kinderdörfer
    jetzt arbeitet.
    was man in verschiedenen forums von ehemaligen lesen kann, hält man ja im kopf nicht aus,
    man sollte hinter die fasade sehen, dann würde nämlich das ganze stark zu bröckeln beginnen.
    auch die kinder meiner frau leben im kinderdorf und jedes bemühen einer familienzusammenführung
    wird meines erachtens bewusst im keim erstickt. (psychischer druck, schläge, etc.), wenn das im sinne josef gmeiners war wünsche auch ich alles gute zum 60 er!

  2. Hallo erst mal. Ich bin Erzieherin und seit 10 Jahren Mama. Stellt euch vor, einstmals wollte ich aufgrund des guten Rufes der SOS-Kinderdörfer sogar dort arbeiten. Als ich dann erfuhr, welch einzigartiges Bewerbungsprocedere da üblich ist, wurde ich stutzig. Welchen Arbeitgeber geht denn bitte schön mein ganzes früheres Leben einschließlich Kindheit was an. So stellt kein anderer sozialer Träger ein. Mittlerweile muss mein eigenes Kind gegen ihren und meinen Willen in einem solchen Laden leben. WIR SIND FAMILIE heißt es auf der Homepage. DIE KINDER WERDEN IN DIE HILFEPLÄNE MITEINBEZOGEN und WIR HABEN EINE KINDERKONFERENZ IN DER VERTRAUENSPERSONEN GEWÄHLT WERDEN. Im vergangenen Ferienlager in Caldonazzo wurden mit den Kindern die KINDERRECHTE bearbeitet. Hört sich ja alles total toll an. Berühmte Leute kommen, der Rubel rollt.

    Nun zum leidvollen Alltag in diesem KD: eine Kinderdorfmutter verdient je nach Alter zwischen 2000,- und 4000,- Euro für ihren “aufopferungsvollen Dienst”. Die meines Kindes hat 2 Mitarbeiterinnen, zusätzlich 2 Putzfrauen, übergeordnete FreizeitbetreuerInnen für sage und schreibe 5 Kinder. Es gibt Weckdienst, Frühstück, die Kinder gehen in die Schule. Mittagessen, Hausaufgaben gemeinsam schnell, schnell am Küchentisch, DANN MACHT DIE ERZIEHERIN IM DIENST EINEN MITTAGSSCHLAF. “Ihr geht auf eure Zimmer und seid leise, wer nicht leise ist (das dauert 1-2 Stunden) darf für den Rest des Tages gar nicht mehr raus.” Dann müssen die Kinder das Haus verlassen zum Pflichtprogramm. Abendessen, Zähneputzen, Schlafen. Fernsehen gibt es nur außerhalb der Schulzeiten und alle schauen 1 Sendung gemeinsam an. Wer motzt, kommt ins Zimmer. Nun hat die Erzieherin wie viele andere KollegInnen dort sehr eigenwillige Auffassungen von Erziehung: da fallen schon mal Worte wie “Arschloch, schwachsinnige Mohrenköpfe (zu togolesischen Kindern)…”. Nein, ich rede jetzt nicht von einem Kind sondern von einer erwachsenen Pädagogin. Das gängige Erziehungskonzept verläuft nach dem Motto “und bist du nicht willig, so brauch` ich Gewalt”. Nein, nein, die schlagen ja nicht. Körperlich begrenzen heißt das, wenn den Kindern die Arme gequetscht werden bis sie blau sind. Oder am Genick gepackt wird, oder um den Bauch herum, so dass Kinder um innere Blutungen fürchten müssen. Manchen Leuten macht es wohl auch Freude, sich auf die Kinder draufzusetzen um dann zu brüllen und zuzupacken. Und die Einschüchterung rundet sich noch ab mit “Wer hier nicht spurt, kommt nach St. Alban zu den schlimmeren Kindern oder in die Psychiatrie.” Der Gesundheitsfürsorge kommt man aus Bequemlichkeit nicht nach, begründet das mit Hypochondrien der Kinder, die über Tage, Wochen, sogar Monate an etwas leiden und keine ärztliche Hilfe bekommen “du solltest lernen, besser mit deinen Schmerzen zurechtzukommen”. Sportlich gesehen bleibt einem der Atem stehen, wenn man erfährt, dass NichtschwimmerInnen einfach ins tiefe Wasser geworfen werden, Kinder nach einem Crashkurs auf Trockeneis zum Skifahren auf die Piste gestellt werden “und jetzt fahr runter”. Da kann man schon mal auf den Kopf stürzen und bewusslos liegenbleiben, macht ja nix. Und dann zu Beziehungen nach außen: wenn ein Kind im Heim schon unerwünscht ist möchte es doch da hin, wo es sich wohl fühlt. Das sind häufig Mama, Papa, Großeltern, Freunde….Doch dazu muss man wissen, dass SOS-Leute lieber unter sich bleiben. Umgang wird boykottiert, Außenkontakte werden einfach nicht gefördert. Ein einsames, gefährliches Ghetto, irgendwie erinnert das Ganze an Sekten. Traurig aber wahr.

  3. AUFRUF (abgestimmt mit XlargE Redaktion):

    Betroffene bilden melden: ehemalige oder auch jetzige SOS-Kinderdorfkinder- und jugendliche, Eltern, entsorgte MitarbeiterInnen des SOS-KINDERDORFS IN 86911 DIEßEN AM AMMERSEE, GERMANY die o.g. Zustände bestätigen und/oder ergänzen können, BITTE MELDEN. Solch einer Einrichtung muss das Handwerk gelegt werden und dazu braucht es Zusammenhalt.

    Ich grüße euch alle. Karin

    !! ANMERKUNG DER REDAKTION !!
    Wer auch betroffen ist, kann sich per Email an redaktion@xlarge.at wenden!

  4. An die Redaktion:

    danke für eure Unterstützung! Karin

  5. hallo karin
    ich habe auf deine mail ja schon geantwortet, möchte dir aber in jeder hinsicht beipflichten, denn meiner frau und mir ergeht es nicht anders. wenn man etwas sagt es solle geändert werden wir eine besprechung
    einberufen bei der wird dann gesagt ein zwist zwischen leiblicher und kinderdorfmutter wäre nicht gut für
    die kinder. aber eine zusammenarbeit mit mißtrauen gegen die kinderdorfmutter soll gut sein für die kinder frage ich mich dann?
    meiner meinung nach fuhrwerken die dörfer wie es ihnen in den kram passt, und schmeissen einem nur steine vor die füße selbst wenn sich die familärelage um 180 grad gedreht hat.
    unternimmt man dan etwas wird wieder besprochen und alles unter den großen sos-kinderdorftisch
    gekehrt. schön die kirche im dorf lassen. gebe dir vollkommen recht wenn du sagst es sind sektenmäßige
    methoden.

    lg chris

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