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ANKLAGE: Journalist Stephan Pfeifhofer wurde Berichterstattung um Gutachter Max Friedrich zum Verhängnis

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27. November 2009 | Von Simon Polterer | Kategorie: Justiz, TopStory

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lgklagenfurt_stpf_grossVerantworten muss sich ab Dezember der aus Tirol stammende Journalist Stephan Pfeifhofer (33), der bis zu seinem Wechsel in die Polit-Redaktion eines franzosischen Fernsehsenders auch für Xlarge als Autor tätig war. Es gilt die Unschuldsvermutung

Zur Last gelegt werden dem für seine kritischen Berichte bekannten Tiroler, der seit zweieinhalb Jahren in Frankreich lebt, fünf Deliktgruppen: Gefährliche Drohung, Nötigung, Betrug, Verleumdung und Urkundenfälschung.

Ob es überhaupt in der kommenden Woche zu einem Verfahren kommen wird, steht allerdings noch nicht fest, wie der Jurist Martin Pröll, Rechtsberater von Stephan Pfeifhofer, wissen will »Der Akt ist mit 11kg und mehreren tausend Seiten sehr umfangreich, die letzte Entscheidung, wer nun die Verteidigung von Stephan Pfeifhofer übernimmt, noch nicht getroffen. Nur soviel, als möglicher Verteidiger könnte ein bekannter Rechtsanwalt, der in Sachen Max Friedrich viel Erfahrung mitbringt, zum Zuge kommen«

Geführt werden soll das Verfahren zu GZ 19Hv119/09d vor dem Landesgericht Klagenfurt unter Vorsitz des SPÖ-nahen Politrichters Manfred Herrnhofer. Für Stephan Pfeifhofer, wie er exklusiv gegenüber Xlarge erklärt, ein Wiedersehen »Wir hatten schon mal Ende August 2006 das Vergnügen. Damals war ich als Vertrauensperson inkognito in seinem Gerichtssaal. Meinem Auftritt vorausgegangen war der tätliche Übergriff einer Staatsanwätin gegenüber einem Kind. All das während der Einvernahme vor den Augen von Manfred Herrnhofer. Später erklärte Volksanwalt Ewald Stadler diesen Vorfall erwiesenermaßen zum Missstand«

In die Schlagzeilen geraten war das Landesgericht Klagenfurt nach dem Freispruch von Albin K., der aufgrund eines Gutachtens von Max Friedrich wegen sexuellen Missbrauch schwer belastet wurde. Stets haltlos bezeichnete Manfred Herrnhofer, als Vizepräsident der österreichischen Richtervereinigung, die Anschuldigungen gegen Friedrich. Zwischenzeitlich stellte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt sämtliche Ermittlungen gegen den Wiener Kinderpsychiater ein.

Bedroht haben soll Stephan Pfeifhofer laut Strafantrag die Leiterin der Jugendwohlfahrt in Kärnten, SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Adreasch, mit einem SMS, das Anfang November 2006 auf ihrem Handy eintrudelte. Bedroht fühlte sich auch ein Sozialarbeiter aus Klagenfurt, der diesen Herbst kurz selbst auf der Anklagebank platz nehmen musste, dann aber mit einem Formal-Freispruch nach Hause gehen durfte.

Unterdessen sieht sich Pfeifhofer zu Unrecht beschuldigt, sogar die Pressefreiheit in Österreich am Ende, wenn Staatsanwältin Nicola Trinker, die seit zwei Jahren an ihrer Karriere als Richterin bastelt, in einer Presseanfrage den Vorsatz der Verleumdung ortet »Natürlich habe ich der Heimleiterin diese Presseanfrage per Fax übermittelt. Aber erst nachdem drei unabhängige Quellen die Verdachtsmomente der Straftaten in diesem Heim bestätigten. Außerdem liegt gegen das Kinderheim seit April diesen Jahren eine Anzeige nach der nächsten vor, die allesamt von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zu bearbeiten wären. Anstelle mit besten Wissen und Gewissen zu ermitteln, klagte man mich erst an, und erst nachdem ich mit Gegenanzeigen zurückschlug, interessierte man sich plötzlich für die Vorwürfe, von denen Frau Gaschler seit April, als verantwortliche Fachaufsicht für Kinderheime in Kärnten, genaueste Kenntnis hat, aber eben keinen Finger rührt«

Gegen Heimleiterin Brigitte O. wartet jetzt die private Anklage, die auch im Verfahren gegen Stephan Pfeifhofer noch eine gewichtige Rolle spielen könnte, wie Pröll abschließend zu verstehen gibt »Egal wo das Verfahren schlussendlich verhandelt wird, die sofortige Beischaffung des Aktes vom Bezirksgericht Klagenfurt, wird unerlässlich sein. In diesem Verfahren werden erstmals ehemalige Kinder aus dem Heim zu Wort kommen. Nur sie können wirklich über das dort Geschehene frei sprechen«

Zu einer Stellungnahme war weder das Landesgericht noch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bereit. Auf Anfrage sagt Politrichter Manfred Herrnhofer (SPÖ) gegenüber Xlarge »Die anderen Verfahren interessieren mich nicht und die Einvernahme der Zeugen ist meine Sache. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Es wird verhandelt! Außerdem herrscht Informationssperre, denn so will es die Dienstaufsicht«

Unter öffentlicher Beobachtung steht der Prozess um Journalist Stephan Pfeifhofer allemal. Schon jetzt interessieren sich Kollegen namhafter Tageszeitungen wie Krone, Kurier und Tageszeitung Österreich, nicht zuletzt aber sind es die vielen Betroffenen, die seit Jahren bei Stephan Pfeifhofer auf ein offenes Ohr stoßen, wenn Jugendämter ihnen die Kinder entreißen, Gutachter sich als Scharlatane erweisen, oder andere Machenschaften in Österreich ein Ende haben müssen.

Stephan Pfeifhofer selbst sieht dem Verfahren gelassen sportlich entgegen und meint gegenüber Xlarge abschließend »Ich laufe einmal am Tag mit dem 11 Kilo Akt um meinen Swimmingpool, das hält in Form. Natürlich wird man aufgrund meiner kritischen „Friedrich“ Berichterstattung und anderen Berichten rund um das Landesgericht Klagenfurt, man erinnere sich an den großen Fall Roland R. und seine fünf Wiederaufnahmen, versuchen mich aus dem Weg zu schaffen. Das gelingt im Augenblick recht gut, man beachte die Systemkritiker Herwig Baumgartner in Österreich oder Willfried Meißner in Deutschland. Der eine sitzt in U-Haft, der andere als Psychiater in der geschlossenen Psychiatrie. Beides Akademiker wie ich, denkende Menschen, die eben dem Grundsatzartikel zur freien Meinungsäußerung besondere Bedeutsamkeit zumessen. Die Angst des Systems, warum man anstatt einer Medienklage den Staatsanwalt beauftragt Anklage wegen Verleumdung zu erheben, zeigt deutlich, wie das System der Politherrschenden mehr und mehr zu zittern beginnt«

Auf einer Pressekonferenz in Wien will Stephan Pfeifhofer nicht nur seinen endgültigen Verteidiger, sondern gleich eine neue Homepage mit allen wissenswerten Informationen zum Verfahren präsentieren. Medienansturm ist ihm schon jetzt gewiss.

»Archivbox«

Siehe auch: Geheimakte Max Friedrich
Siehe auch:
Berichterstattung um Star-Psychiater Max Friedrich
Siehe auch:
SPÖ Amtsmandatarin schmückte sich illegal mit Magister Titel
Siehe auch: Prozessbegleitung auf Kosten der Opfer
Siehe auch:
Volksanwalt missbilligt Brachialgewalt einer Staatsanwältin

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Dezember 2009

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3 Kommentare
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  1. Eine Frechtheit ist das die Politiker sollen vor Gericht. Nicht die Journalisten und so gute wie der da!!!!!!

  2. Ich wette Östereich ist ein Polizeistaat so wie die DDR. Tust du nicht was die oben sagen, dann kommst du ins Gefängnis.

  3. Dieser Herr gehört ganz schnell zurück in den Knast:

    http://www.sorgentreff.at/forum/phpbb3/blog.php/2009/11/28/bezirksgericht-steyr-stoppt-rufmord/

    Please continue discussion on the forum: link