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Journalistische Sorgfaltspflicht verletzt: Medienrat verurteilt Tageszeitung Österreich von Wolfgang Fellner

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Einen schweren Herbst muss Verleger Wolfgang Fellner hinnehmen. Einerseits von Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer wegen medienrechtlicher Verstöße vor Gericht gezerrt, muss sich der Ex-News Herausgeber nun einen Rüffel vom ÖJC nahen Medienrat gefallen lassen.

In Zusammenhang mit dem Mordfall Stephanie P., sollen sowohl die Tageszeitung Österreich als auch der Onlineableger oe24 gegen den Berufsethos verstoßen haben. Laut Medienrat habe man nach Hinweis zweier Medienbeobachter aus Eigeninitiative heraus gehandelt – und entschieden.

Mehrere intime Details, die nicht mit der Berichterstattung über das Verbrechen zusammenhingen wurden von der Zeitung ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Der Medienrat hält fest, dass er ausschließlich die Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Opfers geprüft hat.

Im April diesen Jahres musste Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer gegen eine Medienberichterstattung von Wolfgang Fellner vorgehen, der  grundlos gegen das ÖJC-Mitglied mit infamen Unterstellungen aufhorchen ließ. Noch in diesem Jahr dürfte sich das Straflandesgericht Wien mit Wolfgang Fellner in der Causa Pfeifhofer auseinandersetzen. Neben schleppendem Zahlungsverhalten gegenüber seinen Auftragnehmern, die teils ein halbes Jahr auf ihr Honorar zuwarten müssen, wirft das nunmehrige Medienurteil kein gutes Licht auf den Zeitungsmacher, der nach Ansicht von Dominic Heinzl (ORF Chili) über keinerlei journalistische Grundausbildung – im Gegensatz zu Stephan Pfeifhofer – verfügt.

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