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AUFGEDECKT: Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer zerrt selbsternannten Rechtsbeistand vor Gericht

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Für den 31-jährigen Ewald Forcher (Name von der Redaktion geändert) könnte der Traum vom Vereinsobmann seines Rechtshilfe-Vereins bald endgültig ausgeträumt sein, nachdem sein erster Verein im September des vergangenen Jahres behördlich aufgelöst wurde. Der jetzige Nachfolgeverein steht seit längerem im Visier von Strafverfolgungsbehörden und der Rechtsanwaltskammer.  Die Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer wirft dem angelernten Anstreicher, der wegen mehrerer Vermögensverbrechen bis Mai des Vorjahres in Haft saß, unlauteren Wettbewerb vor. Die Fertigkeit ahnungslose Rechtssuchende zu beraten, erwarb Forcher während der Pleite seiner eigenen Firma.

Selbst Kommunalpolitiker wie Gerhard Riha aus Innsbruck und Inge Weber aus Alberschwende, die bis heute vergebens auf ihre politische Karriere warten, vertrauen blind dem selbsternannten Rechtsbeistand, der gerne aus ihren gerichtlichen Verfahren öffentlich im Internet zitiert.

Genau darin ortet die Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer Verschleierungstaktik, da Ewald Forcher die horrenden Mitgliedsbeiträge als finanzielles Zubrot für seine angebliche Rechtsschutz-Zeitschrift und die Veröffentlichung von Urteilen sieht. Bei genauer Durchsicht der Aktualitätenseite seiner Homepage aber ist erkennbar, dass die veröffentlichten Artikel mehrheitlich seine eigene Person betreffen. Nur vereinzelt berichtet Forcher von anhängigen Verfahren beim Unabhängigen Verwaltungssenat Oberösterreich.

Für nicht erwähnenswert hingegen hält Ewald Forcher die vom Unabhängigen Verwaltungssenat Oberösterreich aufgezeigte Impressumspflichtverletzung auf der eigenen Homepage. So hätte Forcher die Vorstandsmitglieder seiner Gruppierung im Impressum namentlich erwähnen müssen – Zitat: “Dies trifft jedoch nach Auffassung des Oö. Verwaltungssenates deshalb nicht zu weil mit der verfahrensgegenständlichen Website zum Tatzeitpunkt nicht bloß vereinsinterne Aktivitäten, sondern in weitem Umfang auch tagesaktuelle Fragen, insbesondere solche zu rechtspolitischen Themen, abgehandelt wurden. Es kann daher keine Rede davon sein, dass diese Website bloß einen nicht über die Darstellung des persönlichen Lebensbereichs oder die Präsentation des Medieninhabers hinausgehenden Informationsgehalt aufgewiesen hätte, der nicht geeignet gewesen wäre, die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen.”

Ein erstes Urteil gegen Ewald Forcher erwirkte die Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer vor rund fünf Jahren. Seinerzeit untersagte ihm das Gericht die Ausübung von Tätigkeiten die Rechtsanwälten vorbehalten bleiben. Schon mehrfach ahndete die Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer mittels Exekutionsantrag Verstöße gegen das Urteil.  Ob Ewald Forcher vor Gericht glaubhaft machen kann von welchem Einkommen er lebt und welchem konkreten Zweck die überhöhten Mitgliedsbeiträge von rund 1.000 € pro Jahr zufließen, bleibt abzuwarten.

Die fachliche Qualifikation darf jedenfalls angezweifelt werden. So verneinte die Johannes-Keppler-Universität in Linz einen Studienabschluss bei Ewald Forcher im Studienfach Rechtswissenschaften. In diversen Klagen und Beschwerden an Gerichtshöfe und den Unabhängigen Verwaltungssenat, scheiterte Forcher unzählige male an der ordnungsgemäßen Zuständigkeit der angerufenen Gerichte. In keinem einzigen familienrechtlichen Verfahren konnte Ewald Forcher bis heute nennenswerte Erfolge vorweisen, lässt aber seinen Zynismus gegenüber Dritten, die seiner Meinung nach als Anwalt auftreten, nicht zu kurz kommen.

Ein Naheverhältnis zeigt Ewald Forcher zu Sexualstraftätern, die er gerne vor Gericht und in haltlosen Anzeigen mit mangelhaften Deutschkenntnissen vertritt. Ob im Fall eines Obsiegens die Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer überhaupt einen Cent sieht, bleibt dahingestellt, denn Ewald Forcher hat nach Ansicht des Gerichtsvollziehers kein Einkommen. “Da wäre Forcher gut beraten für die Zeit seiner zahlreichen Prozesse zumindest als Hilfsarbeiter in einer Fabrik zu dienen”, meint etwa ein informierter Prozessbeobachter gegenüber XlargE.

Pikantes Detail am Rande: Während Ewald Forcher den Tag mit der Erstattung von Anzeigen und Narzissmus Ergüssen im Internet verbringt, speist er die Mutter seiner angeblichen Kinder mit Unterhaltszahlungen in Hohe von 100 € pro Monat ab. Nach Informationen die XlargE exklusiv vorliegen, ruft das nun Ermittler vom Landeskriminalamt auf den Plan, denn Forcher ist auf Bewährung und droht das  Absitzen einer Reststrafe von 2 Jahren. “Das wird eng für den Ewald, der im Internet gerne mit vermögenden Auslagen prahlt”, meint abschließend ein Insider gegenüber XlargE.

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