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EU zockt mit fremdem Geld

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In Libyen herrscht eine Ausnahmesituation. Ein unerträglicher selbsternannter Revolutionsführer streitet seit vielen Jahren mit der islamistischen Opposition in seinem Land. Die Sache spitzte sich nun zu, als die Streitkräfte Gaddafis den Rebellen entgegen traten, was jeder erwarten konnte. Eine unhaltbare und kaum lösbare Situation, aus welcher Richtung man sie auch betrachtet.

Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, setzte zum Betrachten die falsche Brille auf. Er versprach den Libyern finanzielle und wirtschaftliche Untersützung der EU, sobald das Land befriedet sei.

Kurzsichtig wie immer, übersieht Herman Van Rompuy, dass Libyen ein reiches Land ist, völlig in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Wogegen die Europäische Union riesige finanzielle Probleme aufweist und hunderte Milliarden Euro aus leeren Säckeln in eine selbst verfertigte Wirtschaftskrise pumpen muss.

Europa meint, Herr Präsident Van Rompuy, Libyen kann für sich selbst sorgen. Europa meint, Herr Präsident Van Rompuy, wir in Europa haben kein Geld mehr, um es überall dort einzusetzen, wo sich andere streiten. Libyen ist nicht Japan. Hören wir doch auf, Geld nach dem Gießkannen-Prinzip auszuschütten. Geld, das in Europa fehlt.

Falsch ist es, sich in Libyen zu engagieren, in welcher Weise auch immer. Weder Gaddafi noch die Opposition sind demokratisch. Da Partei zu ergeifen, bringt nur neue Schwierigkeiten, neue Schäden, neue Zahlungen. Gaddafi wäre schon lange gestürzt worden, hätten ihn die Europäer nicht so massiv unterstützt. Jetzt, gerade jetzt, haben wir nicht die Mittel, um mit geschlossenen Augen Samariter zu spielen.

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