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Verkehrspfusch in Wien

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Die grüne Wiener Verkehrsvernichterin Maria Vassilakou schlug wieder zu. Zwei neue U-Bahn-Strecken seien geplant, stellte sie vor. Beide Streckenführungen sind eine totale Fehlplanung – weil sie mitten in Bezirken enden, ohne die wichtigen Außenbereiche einzubeziehen.

Die U 2 soll am Wienerberg enden. An sich eine gute Sache, weil das große Siedlungs- und Gewerbegebiet am Wienerberg bisher nur mangelhaft durch Buslinien versorgt ist. Dass gleich hinter dem Wienerberg der mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterversorgte Bezirk Liesing liegt, kümmert die Grüne wenig.

Die U 5 soll vom Karlsplatz in Wien Wieden zum Elterleinplatgz in Wien-Hernals führen. Warum zum ohnehin gut versorgten Karlsplatz, weiß niemand außer den Grünen. Warum nur bis zum gürtelnahen Elterleinplatz, ist auch nicht verständlich. Der Großteil des Bezirks Hernals liegt erst dahinter.

Diese Verkehrsplanung ist typisch für Grün. Die eigenen Parteigänger in den Innenbezirken versorgen, aber die weniger grünen Bewohner der Außenbezirke sind den Grünen egal.

Das hat zur Folge: Die U 1 fährt nur bis zum Reumannplatz, dahinter liegt Nicht-Grün. Die U 4-Verlängerung zum Auhof wird vehement abgelehnt. Weite Bereich Wiens diesseits der Donau sind kaum abgedeckt. Eine Zusammenarbeit mit dem bösen weil schwarzen Niederösterreich stößt an ideologische Grenzen. Der Streckenplan von 1974 ist 40 jahre später nur ansatzweise verwirklicht.

Netzplan

Netzplan

Um Wiener nicht zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel anzuregen, werden deshalb, mit Juli 2014, schon wieder die Tarife der Wiener Linien erhöht. Die Wiener Öffentlichen gehören damit schon zu den teuersten in Europa, ohne deshalb mehr zu bieten. Aber die 30 oder mehr Millionen Euro, die die Zerstörung der einstmals bekanntesten Einkaufsstraße Wiens – der Mariahilfer Straße – kostet, müssen auch wieder hereingebracht werden.

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