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Kategorie Archive: Leser

Aufgedeckt: China treibt Kinder in Penking zu Olympia Gold

Bereits Anfang August, kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking, kritisiert die Tageszeitung Österreich den überaus hohen Anteil an Olympioniken unter 16 Jahre. Geht es nach dem Regelement des IOC, dürfen unter 16 jährige bei den Olympischen Spielen gar nicht antreten. Der Hacker „Stryde Hax“ hat nun das zu Tage gebracht, das viele bereits vermuteten. So sei die Olympia-Turnerin He Kexin gerade einma 13 Jahre und 9 Monate alt. Die chineische Turnerin verwies beide mal ihre US-Kontrahentinnen auf Platz 2.

Doch He Kexin ist nicht die einzige, denn ihre Kader Kolleginnen Chen Ruolin (14) und Xin Wang (15) sind nicht viel älter. Beide letzt genannten wiegen zusammen gerade einmal 58 Kilogramm. Wer glaubt China schickt als einziges Kinder ins Rennen, der irrt. Die deutsche Turnerin Joeline Möbius ist selbst gerade einmal 15 Jahre alt.

Im Fall der 13 Jahre alten Turnerin He Hexin will ein US-Sicherheitsexperte bei der Suchmaschine Google sowie der chinesischen Tocher google.cn Beweise gefunden haben, die den möglichen Altersbetrug bei chinesischen Olympioniken untermauern. Die aufgespürten Dokumente bestätigen, dass die chinesische Olympia-Turnerin He Kexin jünger ist, als sie in ihrem offiziellem Pass ausgewiesen wird. Der Hacker mit dem Internetnicknamen „Stryde Hax“ behauptet in seinem Blog http://strydehax.blogspot.com, im Cache der Suchmaschine fündig geworden zu sein. So sei er auf offizielle Dokumente gestoßen, die für die Turnerin das Geburtsjahr 1994 ausweisen. Die Originaldokumente sind mittlerweile freilich verschwunden.

Die Diskussion um den möglichen Altersbetrug wird schon seit einigen Tagen heftig geführt. Laut IOC-Reglement müssen Olympiateilnehmer das Mindestalter von 16 Jahren aufweisen. Die New York Times wies als erstes Medium auf digitale Beweise hin, die belegen würden, dass chinesische Athleten von den chinesischen Behörden älter gemacht wurden, als sie tatsächlich sind. Vergangene Woche stießen Redakteure der Nachrichtenagentur AP auf Berichte der chinesischen Agentur Xinhua, aus denen hervorgeht, dass die Turnerin vor Beginn der olympischen Spiele 13 Jahre und neun Monate alt war. Damit fehlen dem Mädchen mehr als zwei Jahre zur legalen Olympiateilnahme. Nach Veröffentlichung des AP-Artikels war der Originaltext der chinesischen Agentur nicht mehr erreichbar.

Dem Hacker Stryde Hax erging es ähnlich. Die erste Suchanfrage mit dem Namen der Turnerin und dem Geburtsjahr 1994 ergab zwei Treffer. Beide Male stieß er auf offizielle Listen, die das Mädchen als 14-Jährige ausgeben. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung seiner Funde wiederholte er die Suche und stellte fest, dass eine Fundstelle davon verschwunden war – das Originaldokument ebenso wie der Link im Google-Cache. Seine Ergebnisse wollte Stryde Hax mithilfe der in China beliebten Suchmaschine Baidu überprüfen und stieß interessanterweise auf ein weiteres Dokument, das Google nicht kannte. Auch hier wurde die junge Turnerin mit dem Geburtsdatum 1.1.1994 angegeben.

Für Stryde Hax ist damit bewiesen, dass die Altersangaben der Mädchen gefälscht wurden. Allerdings schreibt er weiter, dass seine Versuche, Beweise für Betrug zu finden ein Lehrbeispiel für Internetzensur seien. „Diese Geschichte dreht sich um Zensur, allein durch die Tatsache, dass Dokumente verschwinden während man dieselben Beweise gleichzeitig als falsch bezeichnet“, schreibt der Hacker. „Es ist für mich das erste Mal, dass Aufzeichnungen wie Sand durch meine Finger rinnen. Fakten verschwinden in einem großen Loch im Web.“

Pikant ist die Altersfrage zudem, weil He einerseits als Teil des Turnnationalteams und andererseits im Einzelbewerb am Stufenbarren die Goldmedaille geholt hat. Bei der aufdeckerischen Berichterstattung der US-Journalisten und -Blogger darf freilich auch nicht vergessen werden, dass die chinesische Turnerin mit ihrer Leistung beide Male die US-Teilnehmerinnen auf Platz zwei verwiesen hat. (pte/red)

Auch der ORF streamt sein Olympiaprogramm

Österreichische User können sich nun doch auf Olympia im Internet freuen. Wie der ORF heute, Dienstag, im Gespräch mit pressetext bestätigte, werde man das komplette Olympiaprogramm von ORF1 im Netz streamen. Mit http://sport.orf.at/spiele08 hat man dafür eine eigene Webseite aufgesetzt. Dort werden User neben umfangreichen Informationen zu den 29. Olympischen Sommerspielen auch Videos mit Highlights des Tages herunterladen können. „Dadurch, dass einige Sportarten – vor allem Schwimmen – bereits zwischen 03:00 und 08:00 stattfinden, wollten wir unseren Zuschauern die Möglichkeit geben, auch im Nachhinein auf die Sendungen zugreifen zu können, die für Österreicher interessant sind“, sagt ein ORF-Sprecher. Neben der Zeitdifferenz zu Peking (plus sechs Stunden) haben vor allem US-amerikanische Medien dazu beigetragen, dass zahlreiche Entscheidungen in den frühen Morgenstunden liegen. „Das war das Zugeständnis des IOC an die Rechteinhaber in den USA. Diese bezahlen viel Geld für die Übertragungsrechte und wollen Sportarten mit hoher Medaillenchance auch zur Prime-Time senden“, so ein Sportexperte.

Ob und inwieweit auch in Österreich Olympia überhaupt frei zugänglich im Netz empfangbar sein wird, stand bis heute nicht fest. Denn sowohl ARD/ZDF, die für Deutschland die Rechte halten, als auch das SF für die Schweiz, machen ihre Angebote jeweils nur einheimischen Usern zugänglich. „Das ist eine Rechtefrage. Die Übertragungsrechte und damit auch die für das Internet wurden länderweise vergeben“, erläutert Ralf Pleßmann, Experte für Sport in der ARD-Pressestelle, auf pressetext-Nachfrage. Durch so genanntes Geo-Blocking können nur deutsche beziehungsweise Schweizer IPs auf das Angebot von ARD/ZDF beziehungsweise SF zugreifen.

Zudem ist das Angebot des Online-Portals Zattoo http://www.zattoo.com in Österreich noch immer nicht empfangbar (pressetext berichtete: http://www.pressetext.com/pte.mc?pte=080710003). „Dadurch, dass noch immer einzelne Rechte ungeklärt sind, werden wir in Österreich nicht zu den Olympischen Spielen mit unserem Programm an den Start gehen“, erklärt Dominik Schmid, Generaldirektor für die Schweiz, Deutschland und Österreich bei Zattoo, gegenüber pressetext. In anderen europäischen Ländern können Nutzer bei Zattoo bereits aus einer Vielzahl an internationalen Sendern wählen und deren TV-Programm am PC ansehen.

Eine Alternative zu ORF ist der Privatsender Eurosport http://de.eurosport.yahoo.com, der ebenfalls sein komplettes Programm von 03:00 bis 18:00 Uhr live-streamt. Allerdings ist der Eurosport-Webplayer kostenpflichtig. In Wort und Bild liefert aber auch pressetext seinen Lesern aktuelle Nachrichten und Hintergrundinfos zum umstrittenen Sportevent. Alle publizierten Artikel zum Thema sind über das eigens eingerichtete Olympia-Special http://www.pressetext.com/special/olympia08 abrufbar. (pte/red)

Peinliches Medial Debakel zu Euro Halbfinale

Die UEFA EURO 2008 in Österreich und der Schweiz neigt sich dem Ende. So spannend das Halbfinal Spiel zwischen der Türkei und Deutschland auch war, über Minuten konnte niemand die entscheidenden letzten Spielsequenzen sehen. Ein Stromausfall im Internationalen Broadcasting Center (IBC) der UEFA in Wien sorgte in der 2. Halbzeit für Buh-Rufe in den Public Viewing Zonen und langen Gesichtern bei den Sportchefs der TV-Stationen.

Bei ORF, ZDF, BBC und unzähligen anderen Sendern war die Hektik groß, als plötzlich Bild und Ton in der 2. Halbzeit des EURO-Match ausfielen. Plötzlich mutierten rasende TV-Berichterstatter zu nostalgischen Radiokommentatoren. Eine vertragliche Regelung besagt, dass sämtliche TV-Stationen das UEFA Euro Signal aus Wien übernehmen müssen. In diesem Moment dachte allerdings keiner mehr daran.

Mittwochabend herrschte in Wien sprichwörtlich Gewitterstimmung, so dass die Fanzone mit über 28.000 Besuchern geräumt werden musste, nachdem ein Stromausfall das IBC lahm legte. Während beispielsweise beim jährlichen Song Contest sämtliche Technik doppelt gesichert ist, dürfte die UEFA in Punkto Stromausfall nun in argen Erklärungsnotstand geraten.

ORF und ZDF konnten sich schließlich dank Schweizer Fernsehen einen Notbehelf basteln. Wie ZDF-Reporter Johannes B. Kerner später auf Sendung live erklärt, hätten die Schweizer als einzige eine Leitung ins Stadion nach Basel, die von den Kollegen in Mainz erschlossen werden konnte. Dazu hätte man kurzerhand „einen Satelliten angezapft“.

Klare Worte für das TV-Debakel findet Ing. Thomas Gurschler, jahrelang für Netzplanung der T-Mobile (vormals Max-Mobil) in Tirol und Vorarlberg verantwortlich „Nach wie vor werden Naturgewalten unterschätzt. Da genügt es nicht einfach auf das Sat-Signal zu vertrauen“, erinnert sich der gebürtige Vorarlberger als die Hochwasser in Österreich und damit an Zeiten, als Wählämter noch ausgepumpt werden mussten.

Gurschler war im Sommer 2003 auch für die reibungslose Übertragung des Salomon Riverjam im Auftrag von Whats-Up-TV technisch verantwortlich „Unsere professionelle Arbeit könnte als Beispiel für sämtliche Live!-Events im Sport-TV Schule machen. Dabei hat Whats-Up-TV erstklassige Arbeit geleistet. Wir waren sowohl drahtgebunden via Glasfaser als auch mittels Richtfunk Signal abgesichert. Im Notfall hätten wir sogar über eine alte T2-Standleitung senden können“.

Laut UEFA-Sprecher Wolfgang Eichler seien alle Länder, ausgenommen dem Schweizer Fernsehen und Al-Jaseera vom Ausfall betroffen gewesen, der nun einer genauen Analyse bedarf. Insbesondere wäre zu klären, ob für den Ausfall das Gewitter über Wien verantwortlich war.

Die deutsche National Elf rund um Jogi Löw ließ sich davon wohl kaum beirren und meisterte ein sagenhaftes 3:2 und somit den Einzug ins Finale, das am kommenden Sonntag, hoffentlich störungsfrei, in Wien stattfinden wird.

Protest über Ungleichbehandlung von Journalisten

„Was sich gestern Abend im Pressezentrum am Wiener Rathausplatz abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung“, so drastisch beschreibt der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, die Situation im und vor dem Pressezentrum am Wiener Rathausplatz.

Obwohl sich jeder Journalist bereits vor Betreten der Wiener Fanmeile beim Bundespressedienst akkreditieren musste, findet beim Counter im Pressezentrum am Rathausplatz nochmals eine „Befragung“ der Journalisten über ihre berufliche Tätigkeit statt. Nach Angaben von ÖJC-Mitgliedern wird hier zum Beispiel nach „guten“ und „schlechten“ Medien unterschieden. Wenn der Journalist dann ein zusätzliches Tagesarmband ergattert hat, beim Spiel Kroatien gegen die Türkei war gelb gefragt, darf zwar der Journalist das Pressezentrum, das von Wien-Marketing geführt wird, betreten, sich darin aber nicht frei bewegen. So steht die obere Plattform nur ausländischen Kamerateams zur Verfügung. Als inländischer Fotograf darf man sich auf der oberen Plattform maximal 10 Minuten aufhalten.

Besonders schlimm ist es, wenn Reporter, Kameraleute und Fotografen ihren mühsam ergatterten Platz im Pressezentrum aufgeben um zu den Fans in die Fanmeile zu gehen. Ein Wiedereintritt in das Pressezentrum wird dann meist mit dem Argument verwehrt, dass das Pressezentrum „überfüllt“ sei. So ist es gestern auch einem Kamerateam des ORF, welches für die Zeit im Bild von der Fanmeile berichten wollte, ergangen. Und das, obwohl im gesamten Pressezentrum sicher nicht mehr als 30 Journalisten anwesend waren. Diese „strategische“ Überfüllungsregel gilt natürlich nur für die österreichischen Kolleginnen und Kollegen, ein ZDF-Team hatte diese Probleme nicht und konnte sofort wieder das Pressezentrum betreten.

Die vor dem Pressezentrum auf Einlass wartenden österreichischen Journalisten mussten sich und ihre teuren Geräte vor den drängenden Fans schützen, konnten das „schützende“ Pressezentrum aber nicht betreten.

Besonders unangenehm fiel einem ausländischen Kollegen die viele Polizei auf, die sich im Pressezentrum tummelt. „Bei allem Verständnis für die Arbeit der Polizei bei so einem Großereignis, so gibt es für Österreich kein schönes Bild, wenn in einem Pressezentrum mehr Polizisten als Journalisten anwesend sind“, so ÖJC-Präsident Fred Turnheim. Zu gewissen Zeiten kam gestern Abend auf je einen
Journalisten ein Polizist.

Der ÖJC ersucht die Verantwortlichen von Wien-Marketing dringend, die Arbeit der österreichischen Journalisten genauso zu unterstützen, wie die der ausländischen Kolleginnen und Kollegen und im Pressezentrum eine unabhängige, freie und gleiche Berichterstattung für alle Medienvertreter zu garantieren. (APA)

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