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Kategorie Archive: Wirtschaft

KRITIKER WARNEN: McDonald’s lockt mit kostenlosen Online-Mathestunden

mcdonaldsDie weltweit präsente Fastfoodkette McDonald’s http://www.mcdonalds.com sorgt derzeit in Australien mit einer neuen Werbestrategie für Aufregung. Wie der britische Guardian berichtet, hat das Unternehmen kürzlich ein Sponsoring-Engagement angekündigt, das sich an die insgesamt 1,4 Mio. Kinder und Jugendlichen richtet, die zurzeit eine Mittelschule im Land besuchen. Konkret geht es dabei um die Bereitstellung von Mathematik-Unterrichtseinheiten im Internet, die den Schülern mit Unterstützung des Fastfoodkonzerns kostenlos angeboten werden. Der reguläre Monatspreis der „McMaths“ getauften Online-Lehrstunden von 40 Australischen Dollar (rund 20 Euro) wird dabei durch Werbeeinblendungen finanziert. Dafür werden Jugendliche, die sich beim entsprechenden Angebot im Web einloggen, dann mit dem entsprechenden Firmenlogo und der Erklärung „mit Stolz bereitgestellt von Ihrem lokalen McDonald’s Restaurant“ begrüßt.

Die von der australischen Regierung abgesegnete Werbeaktion hat trotz ihres gemeinnützigen Ansatzes zu heftigen Streitereien in einigen Bundesstaaten geführt. In Queensland beispielsweise wurde das geplante McDonald’s-Engagement generell mit der Begründung verboten, dass das Anpreisen kommerzieller Produkte „für öffentliche Dienste unangemessen“ sei. Eltern würden sich erwarten, dass Bildung „frei von unternehmerischen Interessen“ zu sein habe, so die Kritik. „Was das Ansprechen von jüngeren Zielgruppen betrifft, müssen Werbetreibende eine besondere Verantwortung wahrnehmen. Wenn ein Sponsor sich dafür entscheidet, etwas Gemeinnütziges zu fördern, darf er aber natürlich auch seinen Namen darunter setzen“, stellt Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) http://www.zaw.de, gegenüber pressetext fest. Die Strategie, dass Unternehmen sich auf diese Weise ins öffentliche Gedächtnis rufen, sei deshalb prinzipiell legitim.

In Deutschland seien die Richtlinien für Werbung im schulischen Umfeld besonders streng. „Eine einheitliche Linie ist diesbezüglich aber nicht feststellbar. Im Grunde sind die entsprechenden Regelungen von Bundesland zu Bundesland und manchmal sogar von Schule zu Schule verschieden“, erklärt Nickel. Vorsicht sei in diesem Zusammenhang vor allem dort geboten, wo versucht werde, Werbebotschaften direkt in das Lehrangebot und dessen Inhalte einzuschmuggeln. „Kinder dürfen nicht zum Spielball der Werbung werden“, warnt Nickel. Seiner persönlichen Erfahrung nach sei es in der Realität eher so, dass die Schulen den werbetreibenden Unternehmen hinterherlaufen würden und nicht umgekehrt. „Wenn die Jugend an den Schulen mit Werbebotschaften in Berührung kommt, ist das letztendlich etwas völlig Normales. Werbung gehört zum Leben und reflektiert dieses auch in allen Bereichen“, meint Nickel.

Für Deutschland hat McDonald’s jedenfalls keine derartigen Werbepläne. „McDonald’s Deutschland hat sich selbst Grenzen für Werbung an junge Zielgruppen gesetzt, die über gesetzliche Anforderungen hinausgehen“, stellt Matthias Mehlen, Director Corporate Affairs bei der deutschen Abteilung des Fastfoodkonzerns, auf Anfrage von pressetext klar. Zum Beispiel habe man sich dazu verpflichtet, keine Werbung für Kinder unter sechs Jahren zu schalten. „Bei der TV-Werbung für Happy Meal belegen wir keine Umfelder, die gezielt Vorschulkinder ansprechen. Soweit Food-Produkte in der Happy-Meal-Werbung gezeigt werden, sind dies in der Regel Cheeseburger, Gartensalat und Apfelsaftschorle. Diese Kombination wurde von der Stiftung Warentest als geeignete und ausgewogene Mahlzeit für Kinder bewertet“, so Mehlen abschließend.

Die Werbeaktivitäten von Lebensmittel- und Fastfoodketten in Bezug auf Kinder standen in der Vergangenheit bereits des Öfteren in der Kritik. Im Juli vergangenen Jahres warfen etwa Konsumentenschützer in Großbritannien Unternehmen wie McDonald’s, Nestlé und Pepsi vor, in dieser Hinsicht keine Verantwortung zu übernehmen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/080717004/). Die Konzerne würden ihre selbst auferlegten Richtlinien über digitale Kanäle umgehen und versuchen, auf diese Weise bei Kindern für ihr Junkfood zu werben. Obwohl sich bei einzelnen Unternehmen im Vergleich zu früheren Untersuchungen Verbesserungen zeigten, würden viele immer noch die freizügigen Gesetzesbestimmungen ausnützen und „unverantwortliche“ Werbung schalten, die sich negativ auf das Ernährungsverhalten der Kinder auswirkt, hieß es in einem veröffentlichten Bericht. (pte/red)

AUFGEDECKT: Tchibo und Esso werben mit Nazi-Slogan für Kaffeepulver

nazi_sloganDie deutsche Einzelhandelskette Tchibo http://www.tchibo.de und der Mineralölkonzern Esso http://www.esso.de haben ihre Werbeaktion für Kaffeesorten unter dem Slogan „Jedem den Seinen“ zurückgezogen. Einem Bericht der Frankfurter Rundschau nach stoppt man das Vorhaben an rund 700 Tankstellen wegen öffentlicher Empörung, schließlich stand das Zitat „Jedem das Seine“ in abgewandelter Form zu Zeiten des Nationalsozialismus unter anderem über dem Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald. „Dies ist ein großer Fauxpas, der Unternehmen keinesfalls passieren darf. Wenn man Menschen mit Werbung auf sich und seine Produkte aufmerksam machen will, sollte mehr Sensibilität an den Tag gelegt werden“, unterstreicht Unternehmensberater Bernd Höhne http://www.jobdot.de gegenüber pressetext.

Obwohl die Plakate laut den beiden Unternehmen nun „schnellstmöglich“ wieder abgehängt werden sollen, bleibt vor allem imagebezogen ein schaler Beigeschmack. Laut Höhne dürfe ein solcher Fauxpas einer beauftragten Werbeagentur nicht passieren. „Gerade Unternehmen mit dieser Größe verlassen sich auf gut gemanagte PR. Da Werbeslogans aber auch abgenommen werden müssen, scheint es auch bei den Auftraggebern an Feingefühl zu mangeln“, merkt der Fachmann auf Nachfrage von pressetext an. Noch drastischere Worte findet der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland http://www.zentralratdjuden.de Salomon Korn. Die Kampagne sei eine „nicht zu überbietende Geschmacklosigkeit“ oder ein Beispiel für „totale Geschichtsunkenntnis“. Tchibo räumte ein, der Slogan sei „unglücklich“ gewählt worden.

„Mit dem bereits viel diskutierten Slogan sollte das Gastronomieangebot beworben werden. Esso hat hierbei eine Werbeagentur beauftragt. Der finale Entwurf ist vor Veröffentlichung auch bei uns eingelangt. Es ist sehr bedauerlich, dass die Bedeutung niemanden aufgefallen ist“, so Tchibo-Sprecher Andreas Engelmann im Gespräch mit pressetext. Die Unternehmen geben sich indes zwar geläutert, dennoch sind sie mit dieser Werbebotschaft nicht die ersten. Schon Handyriese Nokia bewarb 1998 austauschbare Gehäuse für Mobiltelefone damit. Nach großer Empörung über die Werbeentgleisung unter anderem von Seiten des American Jewish Commitee wurden die Plakate damals mit dem Shakespeare-Titel „Was ihr wollt“ überklebt. Auch Handelsriese Rewe fiel kurz darauf mit dem Slogan „Grillen: Jedem das Seine“ auf.

„Wir fahren auch Volkswagen, benutzen Autobahnen und Radios, die in der NS-Zeit populär geworden sind. Obwohl man mit jedem Werbeslogan auch immer ein wenig polarisieren will, gibt es in der deutschen Geschichte viel mehr Positives, was man aufgreifen könnte“, erläutert Höhne. Dass es den beauftragten Werbeagenturen und nicht zuletzt den Unternehmen selbst an Einfühlvermögen und Feingefühl fehlt, zeigt sich unter anderem auch im Fall der Fastfood-Kette Burger King in Erfurt 1999. Diese stoppte nach Protesten eine Handzettel-Aktion, die den Slogan verwendet hatte. Aber auch im Finanzsektor griffen PR-Manager auf „Jedem das Seine“ zurück. So bewarb die Münchner Merkur-Bank auf diese Weise ihre verschiedenen Kontoführungsmodelle und erregte bundesweit die Gemüter. (pte/red)

Elektroindustrie protestiert: Energiesparlampen fallen bei Öko-Test durch

Energiesparlampen sind weniger sparsam als versprochen und schonen sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt nicht in dem Ausmaß, wie vonseiten der Hersteller kommuniziert. Zu diesem vernichtenden Ergebnis kommt die Zeitschrift Öko-Test http://www.oekotest.de beim Vergleich verschiedener Exemplare mit herkömmlichen Glühbirnen. Zwar würden die Lampen tatsächlich Strom sparen, „aber nicht 80 Prozent gegenüber der Glühbirne, wie es üblicherweise kommuniziert wird.“ Derartige Berechnungen würden die geringere Helligkeit von Sparlampen nicht berücksichtigen. Elektrisch stärkere Wechselfelder als bei Glühbirnen und höhere Frequenzen als Folge der elektronischen Vorschaltgeräte würden die Energiesparlampe zu einer „erheblich schlechteren, verzerrten und schmutzigen Lichtquelle machen.“ Zudem sei sie aufgrund ihres Quecksilbergehaltes Sondermüll, schreibt Öko-Test.

Das Ergebnis stößt bei der Elektronikindustrie auf massive Kritik: Die Untersuchungsmethoden des Energiesparlampen-Tests seien unzureichend. Darüber hinaus sei es verantwortungslos, den Verbrauchern vom Kauf von Energiesparlampen als Ersatz für Glühlampen abzuraten. „Energiesparlampen bleiben nicht hinter den Erwartungen zurück, bedürfen aber sauberer Messungen“, meint Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) http://www.zvei.org, im Gespräch mit pressetext. Öko-Test zufolge könne das Testergebnis jedoch nicht überzeugen. Keines der untersuchten Modelle habe eine bessere Note als „befriedigend“ verdient.

Für viele Anwendungsfälle seien Energiesparlampen nicht geeignet. Abseits von technischen Unzulänglichkeiten kritisiert Öko-Test gesundheitliche Risiken, die man bei der Anwendung eingehe. „Es stellt sich die berechtigte Frage, ob die Klimaschutzziele nicht mit anderen Mitteln besser und weniger risikoreich zu erreichen sind“, heißt es in dem Testresultat. Öko-Test hat 16 verschiedene warmweiße Energiesparlampen nach den Kriterien Helligkeit, Lichtqualität, Haltbarkeit, Energieeffizienz, Elektrosmog und Material untersucht. Das enttäuschende Ergebnis spart bei keinem der Punkte an Kritik: Nur vier Modelle könnten es in punkto Helligkeit mit einer 60-Watt-Glühbirne aufnehmen, wegen der schlechten Lichtqualität seien Energiesparlampen ein biologischer Risikofaktor und die Haltbarkeit sei trotz höherer Angaben nicht zufriedenstellend.

„Energiesparlampen sind selbst nach den Öko-Test-Ergebnissen die durchgängig bessere Lösung und damit eindeutig eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Glühlampen“, entgegnet Waldorf. Der Experte weist darauf hin, dass es beim Vergleich von Leuchtmitteln normierte Verfahren gebe, um etwa die Lichtstärke zu messen. „Öko-Test hat den Lichtstrom auf einer Fläche gemessen“, kritisiert Waldorf. Die Geometrie der Energiesparlampe nehme jedoch Einfluss auf den Lichteinfall auf die Fläche, besonders wenn die Leuchte nicht für die Lampe gebaut sei. „Wir denken, dass die von uns angewendeten Methoden in keinem Fall unzureichend sind. Diese müssen auch gerichtlich standhalten und werden streng geprüft“, sagt Gabriele Achstetter, Öko-Test-Redakteurin im Bereich Bauen und Wohnen, auf Anfrage von pressetext.

„Auf dem Markt werden Billiglösungen angeboten, die auch der ZVEI nicht gutheißen kann. Dem Verbraucher ist zu empfehlen, beim Kauf auf etablierte Marken zu setzen und zur Information vorzugsweise die Testergebnisse von Stiftung Warentest heranzuziehen“, erklärt Waldorf. Darin sei jede dritte untersuchte Lampe mit „gut“ bewertet worden. „Stiftung Warentest kommt nicht auf sehr viel bessere Ergebnisse als wir. Wenn Lampen in unserem Gesamtresultat schlechter abschneiden als bei Stiftung Warentest, liegt dies an weiteren Parametern, die zur Untersuchung herangezogen wurden“, schließt Achstetter. (pte/red)

Trotz erfinderischer Zuschläge: Billigflieger schlagen Linienflieger bei Direktflügen

„Egal, wann man bucht – die Billigfluglinien schlagen im Preis immer die etablierten Linienflieger.“ Das sagte heute, Donnerstag, Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) http://www.konsument.at, bei der Vorstellung einer aktuellen Preisvergleichstudie zwischen Billigfluglinien und Linienflügen. Dabei haben die Verbraucherschützer über fünf Monate die Preisentwicklung für Flüge von Wien beziehungsweise Bratislava nach London untersucht. „An 56 Tagen haben wir Preisstichproben erhoben und somit weit über 500 Flugangebote ausgewertet“, so Silvia Doppler, Projektleiterin Finanzdienstleistungen beim VKI, gegenüber pressetext.

In der Studie untersuchte der VKI Direktflüge der Firmen Austrian Airlines (AUA), British Airways (BA) und easyJet von Wien nach London beziehungsweise von Bratislava nach London, was von Ryanair und SkyEurope angeboten wird. „Je nach dem wann man bucht und mit wem man fliegt, schwanken die Preise für Hin- und Rückflug zwischen 100 und 800 Euro“, so Floss weiter.

In einem Punkt sind sich aber Billigflieger und Linienriesen einig. Je später gebucht wird, desto teurer wird es. In der Untersuchung stellte sich heraus, dass Reisende, die bereits im Februar einen Flug für Juli orderten, bei Ryanair und Co. zwischen 100 und 200 Euro zu zahlen hatten. AUA oder BA verlangtem zum selben Zeitpunkt 200 bis 300 Euro. „Wirkliche Preisunterschiede stellten wir erst ein bis zwei Wochen vor dem Abflugtermin fest“, sagt Floss. Wer mit einem Billiganbieter abhob, zahlte dann 200 bis 400 Euro. Bei den Linienfliegern musste man zu diesem Zeitpunkt das Doppelte ausgeben.

„Was selbst uns überrascht hat, waren die teilweise sehr erfinderischen Zuschläge“, führt Floss aus. Aufschläge für Kreditkartenzahlung, Check-in am Schalter oder exorbitante Gepäckzuschlagspreise förderten die Tester ans Tageslicht. Bei Ryanair beispielsweise müssen Reisende pro Kilogramm Übergepäck und Flugstrecke 15 Euro zahlen. Ein Ticket auf jemand anderes umzuschreiben, schlägt mit bis zu 100 Euro zu Buche.

„Wer im Internet auf der Suche nach Schnäppchen ist, der sollte mindestens zwei bis drei Stunden Zeit investieren. Denn es gibt viele gute, aber auch viele schlechte Angebote“, meint Doppler. Für alle, die diese Zeit nicht haben oder weniger internetaffin sind, rät sie zum Gang ins Reisebüro. „Dort kennt man sich genau mit den Fluglinien aus und kann ein gutes Angebot vermitteln“, so die Finanzexpertin weiter. Warnende Worte richtete der VKI an User, die sich blind auf Flug-Suchmaschinen wie „Expedia“ oder „Opodo“ verlassen. „Teilweise fanden wir dort günstigere Angebote als bei den Fluglinien aber auch teurere“, sagt Floss. Von daher empfiehlt er stets einen Kontrollblick auf die Fluglinien-Homepage zu werfen.

Zum Abschluss hatten die Verbraucher noch zwei Tipps für Reisende. Wer bei Hin- und Rückflug auf verschiedene Airlines setzt, steigt möglicherweise günstiger aus. Zudem empfehlen sie, wenn möglich, auf weniger frequentierte Reisetage (wochentags) zurückzugreifen. „Dadurch, dass die Flugzeuge dann weniger stark ausgelastet sind, hat man eine größere Chance auf billige Tickets“, sagt Floss abschließend. (pte/red)

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