Kategorie Archive: Blog: Stephan Pfeifhofer

Jugendwohlfahrt am Abgrund

Vergebens warten Betroffene auf ein zeitgemäßes Kinder- und  Jugendhilfegesetz. Dem nicht genug, prassen exorbitante Summen an Steuergelder in die Fremdpflege von Kinder und Jugendlichen. Trotz zahlreicher Zurufe scheitert die Jugendwohlfahrt bis heute vergebens an struktureller Prävention in den zu betreuenden Familien.

Während das Tierschutzgesetz weitaus besser ist als die Gesetzgebung für unsere Kinder, selbst der Vollzug des Tierschutzgesetzes ohne personelle Engpässe verläuft, müssen Kinder – wie beispielsweise der 3-jährige Cain aus Vorarlberg – ihr Leben für die Politik lassen.

Es ist eben ein Kreuz mit der Jugendwohlfahrt, die sich unweigerlich am Abgrund befindet. Wer sich aber als Kritiker der Jugendwohlfahrt versucht, oder gar einen unabhängigen Kontrollmechanismus errichten will, landet nicht selten als Verleumder und Querulant vor Gericht.

Bürgerrechtler, allen voran Herwig Baumgartner, verwiesen bereits unzählige male auf eklatante Fehler im System. Anstelle der Beseitigung dieser, entledigte man sich der Kritiker, trotz Gefahr dennoch in den Abgrund zu stürzen.

Rechtsschutz auf Abwegen

Endlich greift sie durch, die Innung der Anwaltszunft. So mittelalterlich die Begriffe jetzt sein mögen, so langsam war die Reaktion einer Rechtsanwaltskammer auf das was im Fachjargon besser unter dem Namen Winkelschreiberei bekannt ist. Wer eigenmächtig Vertretungsleistungen nach der Rechtsanwaltsordnung (RAO) anbietet, und das auch noch kommerziell, macht sich der Winkelschreiberei schuldig. Ein solches Verfahren blüht nun dem Ex-Häftling, der unter anderem kriminelle Asylwerber vertritt.

Ein vollmundiger Histrioniker und Ex-Häftling macht das, wofür andere jahrelang die Schulbank drücken. Dennoch hält sich der Möchtegern vor Verspottung anderer nicht zurück. Davon abgesehen mussten bereits Journalisten ihren guten Ruf einbüßen, wenn ihnen z.B. das Fälschen ihres Presseausweises unterstellt wird. Natürlich werden die Jubelmeldungen sogleich auf anderen Weblogs zwischen Themen um sexuelle Gewalt und Kindern aus binationalen Ehen verarbeitet.

Was den Lesern verborgen bleibt ist die Kehrseite der Medaille. Vielleicht wären Polizei, Justiz, Gerichte und nicht zuletzt die Rechtsanwaltskammer gut bedient, wenn selbsternannte Rechtsbeistände in ihren Anfängen gestoppt werden, bevor der teuer bezahlte Rechtsschutz zum Betrugsfall wird. Stattdessen begehen Verwaltungsbehörden in ihren Straferkenntnissen Formalfehler, sodass der Rechtsbeistand von eigenen Gnaden ungehindert weitermacht.

Bis dahin muss das Flaggschiff der Grind Media Verlagsgruppe – das Nachrichtenmagazin XlargE – gute Aufklärungsarbeit leisten, wenn auch hier vom Rechtshilfe-Verein versucht wird die Seriosität unseres Verlages  in der Öffentlichkeit zu kippen. Ein guter Rechtsschutz könnte hingegen auf nennenswerte Publicity verweisen, nicht auf erlogene Anzeigen zur Selbstbeweihräucherung.

Rechtsschutz auf Abwegen eben.

Allmacht der Behörden

Die Misshandlungsvorwürfe in Bad Mitterndorf (Steiermark), behördliche Zwangsauflösung einer Familie im Bezirk Voitsberg (Steiermark), die Allmacht der Behörden schlägt immer wieder auf Kindesrücken zu – bemerkenswert oft im Bundesland Steiermark.

Seit Jahren fordert die Jugendwohlfahrt in Österreich mehr Personal, Geld und ein neues Gesetz. Der Missbrauchsfall in Bad Mitterndorf hat uns aber gelehrt, dass weder Geld, Personal, geschweige denn ein neues Jugendwohlfahrtsgesetz etwas hätte bewegen können. Die betroffene Einrichtung Pro Juventute versucht sich stattdessen in Schadensminimierung, um verschreckte Spender nicht zu vertreiben. In Voitsberg zwingt die Bezirkshauptmannschaft Mutter und Kind die Familie zu verlassen, nachdem ein Nachbarn das Kind angeblich missbraucht haben soll – keine Anklage.

Die Allmacht der Behörden und allen voran die feminine Volksfürsorge, vermittelt uns nicht nur im Augenblick ein trügerisches  Bild. Die Hilflosigkeit zeigt deutlich, wie angekratzt das Image der Kindeswohl Hüter in Wirklichkeit ist. Wer sie allerdings kritisiert, muss mit empfindlichen Schlägen rechnen. Vielleicht wäre es jetzt an der Zeit die Allmacht der Behörden zu entschärfen, und nach den jüngsten Widersprüchlichkeiten nicht einfach nur zur Tagesordnung zurückzukehren.

Praktiken der Jugendwohlfahrt

Das Desaster nimmt seinen Lauf! Nicht erst seit den aktuellen Enthüllungen um das August-Aichhorn-Heim in Wien, beschäftigen die sogenannten „Freien Träger der Jugendwohlfahrt“ Medien und Staatsanwalt gleichermaßen.

Auf den ersten Blick mögen die „Kinderschützer“ von eigenen Gnaden viel Gutes tun. Sie retten kleine Kinder aus den Fänger unbelehrbarer Eltern. Viele Kinder aber stürzten die in Personalnot befindlichen Sozialarbeiterinnen in ein Desaster mit schwerwiegenden Folgen.

Auch wenn Betreiber-Persönlichkeiten, allen voran Brigitte O. aus Moosburg, mit Anzeigen nach § 297 StGB (Verleumdung) versuchen Medien bzw. unabhängigen Journalismus zu kriminalisieren, stehen sie jetzt selbst im Licht der Strafverfolgungsbehörden.

Den betroffenen Kindern hilft die jüngste Bereitschaftswelle der Kritiker wenig. Dem System aber könnten neue Strukturen zumindest nachhaltig helfen. Solange die Lohnempfänger auf sich schauen und ihre Auftraggeber weder politisch noch inhaltlich umdenken, wird sich jedenfalls nichts ändern.

Die momentanen Praktiken der Jugendwohlfahrt jedenfalls sind keine plausible Entschuldigung für das Leid der betreuenden Kinder. Wir Medienmacher werden uns nötigenfalls vor Gericht gegen Kriminalisierung erwehren, die betroffenen Kinder hingegen bleiben selbst dort wehrlos.

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