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Kategorie Archive: Telekom

Roter Sandsturm über der Telekom

Die Telekom Austria versinkt tiefer und tiefer in der Unwirtschaftlichkeit, und reißt andere mit. Das Stegreif-Theater um die letzte ÖIAG-Aufsichtsratssitzung lag schon weit jenseits des Erträglichen. Die SPÖ, auch als ÖGB und AK auftretend, versuchte mit allen Mitteln, neues Kapital für die finanziell marode Telekom zu verhindern. Letztlich erfolglos.

INDER SCHMÄH AUFGEDECKT: Freiminuten von Telering nicht für alle Netze

Jeder kennt sie, die vollmundigen Werbekampagnen mit dem Inder. Egal ob Handy-Sonder-Verkauf oder nackte Tarife, die warmherzigen Empfehlungen vom „Inder“ schlagen bombastisch ein. Schließlich will man dem Marktschreier mit orientalischen Wurzeln glauben, und auf Anhieb sparen.

Genau das verleitet Konsumenten dazu das Kleingedruckte zu übersehen. Während auf Plakatwänden, im Prospekt, selbst bei den Händlern, wie beispielsweise Hartlauer, nicht über die Risiken gesprochen wird, tummeln sich die Tücken im Verborgenen.

Das bringt Konsumentenschützer auf die Palmen, denn für Anrufe vom Telering Handy zu 05 oder 07-Nummern, verrechnet der Mobilfunker satte 29 Cent. Die Arbeiterkammer Wien verurteilt das Gebaren scharf, und ortet versteckte Abzocke zur Sanierung der günstigen Grundentgelte inklusive Gratis-Handy.

Die Telekom Regulierungsbehörde (RTR) verpflichtet ab kommenden Jahr Telekom-Anbieter zu mehr Transparenz. Wer also über einen Freiminuten-Tarif verfügt, wird per Tonbandansage über zusätzlich anfallende Gebühren informiert.

Das reicht den Konsumentenschützern bei weiten nicht. Sie fordern die Vereinheitlichung der Konditionen mit allen anderen Netzen. D.h. Anrufe in 05-Netzwerke zum Beispiel sollen genauso in den Freiminuten inkludiert sein, wie alle anderen Telefonate ins Mobil- und Festnetz. Die Forderung jedenfalls hat seinen Grund, denn selbst die Konsumentenschützer sind längst nicht mehr über reguläre Festnetznummern erreichbar.

Immerhin, das mobile Angebot „A1“ der Telekom Austria verzichtet auf das Freiminuten-Wirrwarr, auch T-Mobile, die im Gegensatz zu ihrer Inder-Tochter „tele.ring“ bei Freieinheiten keine Abstriche macht.

Telefonbuch am Handy: Österreichs Datenhändler Herold zieht mit IPhone-App nach

herold_iphone_grossWer mit seinem IPhone mehr als telefonieren wollte, war bisweilen vorwiegend von Applikationen ausländischer – nicht deutschsprachiger – Applikationen abhängig. Das dürfte sich jetzt zumindest für österreichische IPhone Nutzer schlagartig ändern. Der Datenhändler Herold, in Österreich für die offiziellen Telefonbücher verantwortlich, betritt mit seiner neuen kostenlosen Anwendung auch einen neuen Markt.

iPhone-User können nun bequem auf die 4,1 Mio. österreichischen Telefonnummern inklusive der Daten von 330.000 heimischen Firmen zugreifen. Dank der GPS-Funktion des iPhone kann HEROLD mobile auf Wunsch auch Treffer in der unmittelbaren Umgebung des jeweiligen Standorts anzeigen.

Einfach und komfortabel suchen

Wird eine Telefonnummer, ein Unternehmen, eine Branche, etc. gesucht, bietet HEROLD mobile für iPhone schon nach dem Eintippen der ersten Buchstaben passende Begriffe an, die mit diesen Buchstaben beginnen. Um dem User das Finden so einfach wie möglich zu machen, wird nach Eingabe des vollständigen Suchbegriffs eine Auswahl an möglichen Branchen angezeigt. Auf der Detailseite gibt es zu vielen Unternehmen praktische Informationen wie Öffnungszeiten, eine Firmenbeschreibung, Produkte und Zahlungsmöglichkeiten. Da das iPhone dank GPS-Funktion den jeweiligen Standort erkennt, zeigt die HEROLD-Applikation auf Wunsch auch Treffer in der unmittelbaren Umgebung an. Wer wissen will, wem eine bestimmte Rufnummer gehört, kann dies durch die Eingabe der Nummer herausfinden.

Speichern und per SMS versenden

Ein gefundener Eintrag kann bequem im persönlichen Telefonbuch am iPhone gespeichert und per E-Mail versendet werden.

Auf Landkarte zeigen

Die Adresse zu einem Suchergebnis kann man sich auf einer Karte anzeigen lassen und eine Route dorthin bzw. von dort weg planen.

Zu beachten ist, dass die neue IPhone-App Datensätze online abfragt, also für alle übertragenen Daten zwischen Herold Server und IPhone Gebühren auflaufen können. Ansonsten glänzt das neue Utility mit Geschwindigkeit und funktioniert selbst auf dem IPhone Classic (1. Generation) tadellos.

IPhone Mythen: Studie räumt radikal mit Irrtümer um Apple Handy auf

iphone_3gsEine kürzlich veröffentlichte Studie des dänischen Beratungsunternehmens Strand Consult http://www.strandconsult.dk widerlegt einige Mythen, die in der Telekom-Branche um das iPhone kursieren. Beispielsweise widersprechen die Autoren anhand mehrerer Marktstatistiken der These, wonach das Apple-Gerät neue Kunden für Mobilfunkprovidern geradezu magnetisch anziehe oder eine wesentliche Triebfeder für den Ausbau des Marktanteils eines Anbieters sei. Viel mehr sei es so, dass das Smartphone besonders bei bestehenden Kunden stark nachgefragt werde. „Gemäß unserer Untersuchung hat kein einziger Mobilfunkanbieter seinen Marktanteil, seine Gewinn oder Einnahmen durch die Einführung des iPhones steigern können“, berichtet die Firma.

Der dänische Report widerspricht auch der verbreiteten Annahme, wonach das iPhone das weltweite Transfervolumen bei Mobilfunkdaten erheblich erhöht habe bzw. Nutzer überhaupt erst durch das iPhone auf den Geschmack der mobilen Breitbandnutzung gekommen seien. „Tatsache ist, wenn man sich den globalen mobilen Breitband-Traffic ansieht, nimmt das iPhone nur einen marginalen Anteil daran ein“, stellen die Autoren fest. Laut Zahlen der Mobilfunk-Organisation GSMA http://www.gsmworld.com hat die Zahl der HSDPA-Zugänge weltweit kürzlich die 150-Mio.-Marke überschritten und wird auch künftig noch rapide ansteigen. Allerdings übertreffen die pro Quartal verkauften HSDPA-Anschlüsse die Anzahl der seit der Einführung verkauften iPhones (etwa 26 Mio. Stück weltweit) um ein Vielfaches. Darüber hinaus nehme Apple nur einen sehr geringen Anteil am Weltmarkt für mobile Services, der vom Mobile Entertainment Forum 2008 auf insgesamt 8,6 Mrd. Dollar geschätzt wurde, von zirka 150 Mio. Dollar ein. In Zusammenhang damit räumen die Dänen auch mit gängigen Mythen um den App-Store auf. „Wir finden, dass dieses Konzept sehr spannend ist und einen dynamischen Markt erzeugen kann. Aber es ist nicht neu und nimmt derzeit nur einen geringen Anteil an den weltweit verkauften mobilen Services ein“, so die Verfasser.

Mobilfunkprovider wenden überdies jede Menge an Marketing- und PR-Geldern auf, um iPhone-Verträge an den Mann zu bringen. Der Report berichtet, dass die SAC (Subscriber Acquisition Cost), also die Kosten, die zur Gewinnung eines Neukunden nötig sind, bei vielen Anbietern sehr hoch seien. Als Beispiel wird T-Mobile in Deutschland angeführt, das für einen iPhone-Neukunden 317 Euro aufwenden muss und dafür „nur“ 77 Euro ARPU (Average Revenue per User) erhält. Im Vergleich zu anderen Mobilfunkkunden ist dies aber trotzdem ein außerordentlicher Wert. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass viele Operator hohe Akquisitionskosten in Kauf nehmen, um das iPhone anbieten zu können. Der Wettbewerb in diesem Bereich wird weiter ansteigen. Sowohl der Gerätepreis als auch die Gebühren für mobilen Traffic werden die wichtigsten Parameter sein, um reüssieren zu können“, schlussfolgert der Report.

Alexander von Schmettow, Pressesprecher für das iPhone bei der Deutschen Telekom, möchte die kolportierten Zahlen von Strand Consult nicht kommentieren und glaubt auch nicht, dass sie von offizieller Seite kommuniziert wurden, sondern eher Schätzungen sind. Abseits davon sei man mit dem Erfolg des iPhones bei T-Mobile jedenfalls sehr zufrieden: „Das Gerät passt perfekt zu unserer Strategie und hat im Bereich mobiler Datenkommunikation Maßstäbe gesetzt.“ Von Schmettow berichtet, dass ein iPhone-Nutzer bei T-Mobile das 60-fache an Datenverkehr in Anspruch nehme als der durchschnittliche Nutzer von mobiler Datenkommunikation.

Den Erfolg des iPhones führen die Autoren der dänischen Studie vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen der kontinuierliche Eintritt in neue Märkte und zum anderen die zeitnah beieinander liegende Veröffentlichung von neuen Versionen wie dem 2G, dem 3G und dem 3GS. Von Schmettow stimmt zu, dass die kurzen Abstände zwischen den Updates zum Erfolg beigetragen haben, aber nicht ausschließlich. Die nutzerfreundliche Bedienung sowie der umfangreiche App-Store seien ebenfalls als zentrale Erfolgsfaktoren zu nennen. Abschließend stellt der Pressesprecher fest: „Die gesamte Mobilfunkbranche misst sich nach wie vor an einem Gerät. Das iPhone ist die Benchmark.“ (pte/red)

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