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Monthly Archives: Februar 2008

Pooth Skandal – Razzia bei SOS Kinderdorf Botschafterin

Einst streuten Verona Pooth niedliche kleine blonde Mädchen aus dem SOS Kinderdorf Hinterbrühl den Gang zum Traualtar mit Blumen. Heute steht die Werbe Ikone vor dem Fiasko ihrer Karriere, denn Staatsanwaltschaft und Steuerfander stellten heute Donnerstag die Familienvilla in Düsseldorf auf den Kopf.

Astrid G.* erinnert sich noch genau daran als ihre beiden Töchter ohne ihre Zustimmung zur Hochzeit nach Wien reisen sollten. Seit fünf Jahren befinden sich die Mädchen (6 und 9 Jahre alt) im SOS Kinderdorf. Der Vorwurf von Kindesmisshandlung durch die Mutter konnte bis dato von keinem Gericht bestätigt werden. Dennoch hält SOS Kinderdorf am Verbleib ihrer Töchter bei der Kinderdorf Familie Eva U.* fest und schließt jede Rückführung aus.

Jetzt ist die junge Alleinerzieherin entsetzt »Diese Menschen wissen gar nicht was sie einem antun. Sie haben ja alles, viel viel Geld, Ruhm und Reichtum. Die wissen ja gar nicht was es heißt den ganzen Tag als einfacher Mensch für andere den Boden putzen zu müssen. Meine Kinder haben sie ohne meine Zustimmung zur Hochzeit dieser Frau gebracht. Nur damit die Kameras etwas zum Abfilmen haben.«

Astrid G. ist nach wie vor obsorgeberechtigt und heißt es in einem internen Papier von SOS Kinderdorf »Bilder von Minderjährigen dürfen nicht veröffentlicht werden, wenn dadurch berechtigte Interessen der Minderjährigen (oder auch Angehöriger in direkter Linie) verletzt würden. Mündige Minderjährige selbst bzw die Erziehungsberechtigen bei jüngeren Kindern müssen der Veröffentlichung zustimmen«

Nun fragen sich alle ihre Nachbarn, weshalb die Töchter von Astrid G. plötzlich im Fernsehen zu sehen waren. Da Frau G. in einem kleinen Dorf lebte, zwischenzeitlich aus diesem Vorfall heraus sogar umzog, war die gepeinigte Kindesmutter schnell zum Ortsgespräch mutiert.

Franjo Pooth kämpft unterdessen mit Korruptionsvorwürfen, der Pleite seines Unternehmens und nicht zuletzt mit seinem eigenen Ansehen. Deshalb ergreift wieder einmal Gattin Verona das Wort, um in der Talk Show von Johannes B. Kerner kampfeslustig zu strotzen, um ihre Version der Geschichte zu verbreiten.

Einen Tag später filzen Staatsanwaltschaft und Polizei das Anwesen der Pooths und nicht nur das, denn auch Geschäftsräumlichkeiten in anderen Städten, Banken und Geschäftspartner bleiben von den Strafermittlungsbehörden keineswegs verschont. Ganz im Gegenteil, es werden Karton weise Unterlagen aus den verschiedensten Räumlichkeiten getragen und in Polizeifahrzeugen verstaut.

Immer wieder geraten Prominente in die Mühlen der Justiz. So auch Entertainer Peter Raab, der sich lange Zeit mit einem Schuldenberg auseinandersetzen musste. Aber auch Reinhard Fendrich und seine Koks Affäre zeigen auf, wie es die High Society faust dick hinter den Ohren hat, während sie für wohltätige Zwecke gute Miene macht.

Jüngst kämpft BZÖ Front Figur Peter Westenthaler um sein Image. Er soll vor Gericht in Zusammenhang mit der Prügelaffäre um seinen Ex-Leibwächter eine falsche Zeugenaussage getätigt haben, weshalb die Staatsanwaltschaft rechtliche Schritte prüft. »Sein letzter Entlastungszeuge wäre am Klo gewesen und kann nicht wissen was in jener Wahlnacht 2006 passiert sei« titelt die Tageszeitung Österreich.

Während der »Pooth Skandal« die deutschen Schlagzeilen dominiert, lehnt SOS Kinderdorf Sprecher Viktor Trager jede Stellungnahme ab »Dazu werden wir nichts sagen« Einem ehemaligen Mitarbeiter von SOS Kinderdorf, der anonym bleiben möchte, sind die Praktiken hingegen sehr wohl bekannt »Zwischen den prominenten Paten bzw. Botschaftern und SOS Kinderdorf werden Verträge geschlossen. Da kommt es nicht selten vor, dass man auch Minderjährige aus den SOS Kinderdörfern sozusagen für private Projekte der Prominenten Spender verleast. Schließlich macht es sich gut, wenn große Kinderaugen in die Kamera blinzeln«

Astrig G. ist schlichtweg am Boden zerstört, will aber ihren Kampf vor Gericht nicht aufgeben »Als Hilfskraft verdiene ich keine Millionen, dennoch werde ich um meine Kinder kämpfen, so lange ich die Kraft dazu habe. SOS Kinderdorf hat nicht das Recht über meine Kinder zu bestimmen«

 

* Name von der Redaktion geändert

Jugendamt Klagenfurt bezahlt für Seelenreinigung & Co.

Ein Debakel für die Jugendwohlfahrt mustert die Geschichte der heute 17 jährigen Silvia G. aus Klagenfurt. Mehr als ein Jahr verbringt Silvia G. (15) auf der Ferieninsel Teneriffa, tausende Kilomenter von ihrer Familie entfernt. Eine erlebnispädagogische Maßnahme wie es in Fachkreisen heißt, die nicht unumstritten scheint, wie der Kinder- und Jugendpsychologe Dr. Rolph Wegensheit zu wissen scheint »Die Kinder werden bewusst Barrieren ausgesetzt, müssen sich neuen sozialen Mustern unterwerfen und sind von ihrem bisherigen Leben abgetrennt. Aus Angst heraus fügen sich die meisten Jugendlichen den zeitlich begrenzten Maßnahmen. Sind sie erst einmal wieder zu Hause, kommen sie nur selten mit den neu gewonnenen Freiheiten zurecht«

Das Jugendamt der Stadt Klagenfurt in Kärnten kann allerdings mit weiteren Besonderheiten aufwarten. Während üblicher weise verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche mit geschulten Betreuern ins Ausland geschickt werden, soll die 15 jährige Kärntnerin alleine zur Seelenreinigung nach Teneriffa. Die Landesregierung von Kärnten lässt sich diese Odyssee auch einiges kosten – nämlich rund 100.000,- Euro! Verantwortlich für den Reinkarnationstrip zeichnet der deutsche Jugendhilfe Verein »Weg-EV.de« – Das Nachrichtenmagazin hat bereits ausführlich berichtet!

In einem Schreiben vom 30. Oktober 2006 erläutert der verantwortliche Sozialarbeiter DSA Erich Dreves-Pobaschnig die Vorzüge dieser Maßnahme »Silvia verbrachte erst die Zeit vom 21.09.2006 bis 26.09.2006 in der Clearingstelle der Einrichtung in Porziano/Italien und wurde mit 27.09.2006 in der Betreuungsstelle in Teneriffa/Spanien, bei Fam. Uwe und Claudia Radtke […] aufgenommen. Die individualpädagogische Maßnahme war nötig, da die Minderjährige seit Ende der letzten Jugendwohlfahrtsmaßnahme in der Wohngemeinschaft Heidlmair in Oberösterreich, mit 9.11.2005, alle Betreuungsversuche im Rahmen von Jugendwohlfahrtseinrichtungen in Österreich verweigerte. Die Minderjährige hielt sich in einem sehr negativen Umfeld auf, in welchen es immer wieder zu Straftaten, und vermutlichen Kontakt mit Drogen, Gewalttätigkeiten bis hin zu Prostitution und sexuellen Missbrauch kam«

Als Silvia G. Anfang Juli vor der Wohnung ihres Bruders Andrea K. steht, ist sie vollgepumpt mit Drogen und hatte sich sogar Bier in die Vene gespritzt – dem Nachrichtenmagazin Xlarge liegt der Befundbericht vom Landeskrankenhaus Klagenfurt exklusiv vor. In einem eigenen Schreiben vom 6. August 2006 schreibt das Mädchen an den Pflegschaftsrichter »Jetzt will ich mein Leben aber ändern, weil es so nicht weitergehen kann. Ich wohne jetzt bei meinem Bruder und fühle mich da auch sehr wohl und will für immer da bleiben«

Wie sich später herausstellen wird, soll diese Aussage ein Hinkelstein für den eifrigen Sozialarbeiter sein, der in seinem Schreiben vom 30. Oktober 2006 an das Bezirksgericht Klagenfurt weiter ausführt »Ende Juli 2006 bekam die Minderjährige schließlich über ihren Halbbruder […] Kontakt zu einem Verein namens INHR – Int. Network of Human Rights […] Silvia wurde über die Mitglieder dieses Vereins vermittelt, dass die mit ihr erarbeitete Jugendwohlfahrtsmaßnahme in Teneriffa für sie absolut negativ und sie dort eingesperrt und geschlagen werde«

Schließlich lässt sich Silvia G. dennoch animieren die Zelte beim Halbbruder abzubrechen und nach Teneriffa zu gehen. Im Gegenzug sollte die Jugendliche in Österreich kein Strafverfahren erfahren, weshalb die Staatsanwaltschaft Klagenfurt bis heute jedes Verfahren gegen das Mädchen unterbrochen hat.

Für den Jugendwohlfahrtsträger die letzte Rettung, denn bevor sich die 15 jährige auf die Reise begibt, war das Jugendamt seitens ihrer Klientin aufgefordert Auskunft über den Verbleib von Familienbeihilfe und Unterhalt zu geben. Ein finanzielles Nirwana, das bis heute unaufgeklärt bleibt.

Nachdem die 15 jährige in Teneriffa aufgenommen wurde, schreibt sie am 5. Oktober 2006 einen erschütternden Hilferuf über die Online Community »Szene 1« an die Ex-Frau ihres Halbbruders »Hilfe holts mi ausa de habn des telefonkabel ausa gezogen das de nix hern wenn wer anruft i darf net ins Internet bin grad heimlich drinnen weil da pc steht in mein zimma da dreves lasst net nach drei monat erst i will aber nerma do bleibn den reisepass haben a wieda de i kumm net nach klagenfurt ma helfts ma bitte i will nerma do bleibn kizz silvia«

Recherchen vom Nachrichtenmagazin Xlarg ergeben, dass sich hinter dem Nickname „X-Tina14“ Silvia G. verbirgt und die Nachricht tatsächlich aus Spanien stammt. Im Widerspruch gibt der Sozialarbeiter in seinem Schreiben vom 30. Oktober 2006 gegenüber dem Gericht an »Mit Silvia selbst wurde auch am 6.10.2006 von der Erziehungsleitung in Teneriffa ein Gespräch geführt in dem sie erklärte sich dort wohl zu fühlen und nicht weg zu wollen«

Seit August 2007 ist Silvia G. wieder zurück in Österreich, ohne Schulabschluss und ohne Ausbildungsstelle. Erneut hat sie Ende Oktober 2007 beim Int. Network of Human Rights um Rat gefragt, wie Roland Reichmann erläutert »Ja das ist richtig, denn Silvia hat mich angerufen und von den Eskapaden berichtet. Bevor das Nachrichtenmagazin Xlarge nach Teneriffa aufbrach, sei sie von der Familie Radtke rausgeworfen und nach Klagenfurt zurück geschickt worden«

Anstatt der Besorgnis des damaligen Verein Int. Network of Human Rights nachzugehen, beschließt das Amt der Kärntner Landesregierung um SPÖ Amtsmandatarin Christine-Gaschler Andreasch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt zu übermitteln. Demzufolge wäre die Entführung von Silvia G. geplant gewesen und hätte man Mitarbeiter bedroht.

Roland Reichmann hingegen sieht sich keiner Schuld bewusst »Das Mädchen wollte ihren Hauptschulabschluss nachmachen und eine Lehrausbildung beginnen, beides sollte in den Augen des Sozialarbeiters Pobaschnig niemals Realität werden. Zumindest nicht unter der Obhut ihres Bruders, der nicht einmal einen einzigen Cent für seine Schwester vom Jugendamt bekam, obwohl sie fast drei Monate bei ihm unterkommen konnte. In dieser Zeit nahm das Mädchen weder Drogen noch Alkohol zu sich, distanzierte sich vom bisher negativen Freundeskreis und bemühte sich aktiv um die eigene Zukunft. Eine Pädagogin von INHR kümmerte sich in dieser Zeit aufopfernd um das Mädchen und ihre Perspektive. Bei Gericht wurden wir aber nie gehört«

Während die Voruntersuchungen gegen das Int. Network of Human Rights beim Landesgericht Klagenfurt brach liegen, bereits die Volksanwaltschaft wegen Verfahrensverschleppung ermittelt und der Verein Weg-EV ein Fall für die Staatsanwaltschaft München ist, praktiziert Claudia Radtke sowohl in Deutschland als auch auf Teneriffa munter weiter.

Nachdem das Jugendamt Klagenfurt mit ihrem Latein am Ende schien, waren nun die heilenden Kräfte der Deutschen gefragt. Ob Hypnose, Seelenreinigung, Rückführung in ein früheres Leben, Familienaufstellung oder andere Praktiken, beim Jugendamt der Stadt Klagenfurt ließ man sich die Behandlung von Silvia G. immerhin über 100.000,- Euro kosten.

Mit den Fakten konfrontiert, zeigt sich SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Andreasch wenig betroffen und schweigt. Bis heute bleibt jede Presseanfrage zu diesem Fall seitens des Amtes der Kärntner Landesregierung und Soziallandesrätin Gaby Schaunig (SPÖ) unbeantwortet. Indes ermittelt das Bundesministerium für Familie und Jugendschutz von Andrea Kdolsky (ÖVP) aufgrund der Berichterstattung vom Nachrichtenmagazin Xlarge und dessen exklusive Enthüllungen.

Für die heue 17 jährige Silvia G. wenig Trost, die sich erneut mit einem weiteren verlorenen Jahr konfrontiert sehen muss. Das Mädchen bietet sich seit vergangenem August im Internet wieder zum Sex an, während ihre Mutter Petra G. auf Anfragen vom Nachrichtenmagazin Xlarge nicht weiß wo sich ihre Tochter derzeit aufhält.

Im Telefon Interview mit Xlarge Herausgeber Simon Polterer gibt Claudia Radtke zu, dass sie für Kinder die ihr vom Jugendamt geschickt wurden, Rituale wie Seelenreinigung angewandt habe. Jetzt hätte sie aber gekündigt und nichts mehr mit den Jugendämtern zutun. Abgesehen davon müsse man die Chronologie sehen. Konfrontiert damit, dass sie bereits seit 12 Jahren auf Teneriffa Reinkarnationstherapien anbiete, führte schließlich zum abrupten Ende des Telefonats.

Verwandte Artikel:
Fall Silvia G. – Die verlorenen Amtskinder von Klagenfurt

AUFGEDECKT: Aus für arbeitslosen Sunny Boy in Steyr

Bis zuletzt narrte Martin B. (29) österreichische Gerichte mit zahllosen Anträgen. Insbesondere in Steyr trieb es der Ex-Maler bunt, als 2004 die Handschellen das erste Mal klickten, schmückte er sich noch mit einem Doktortitel. Die Folgen waren schließlich drei Wochen Untersuchungshaft.

Jetzt hat die Juriderei des Notstandshilfeempfängers aus Steyr ein jähes Ende genommen. Wie der Oberste Gerichtshof in seiner Entscheidung (GZ 15Os54/06i) vom 8. August 2007 feststellt, war die Nichtigkeitsbeschwerde des Martin B. (Verurteilung wegen des teils vollendeten, teils versuchten gewerbsmäßigen schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3, 148 zweiter Fall und 15 StGB und weiterer strafbarer Handlungen) zurückzuweisen. Aufgrund der vorhergehenden Unbescholtenheit fasste der selbsternannte Jurist beim Oberlandesgericht Linz schließlich drei Jahre unbedingt anstatt viereinhalb Jahre Haft aus.

Im Internet präsentiert sich der witzige Sunny Boy als vermeintlicher Angestellter einer Rechtsanwaltskanzlei, gibt aber vor Gericht an er wäre Leistungsempfänger beim AMS Steyr. Wie das Nachrichtenmagazin Xlarge aufdeckt, ist die verantwortliche AMS Spitze um Mag. Dietmar Hoffmann ahnungslos »Selbstverständlich werden wir den Hinweisen Ihres Magazins nachgehen« sagt der gelernte Jurist gegenüber dem Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer.

Doch dem nicht genug, denn B. hat das Arbeitsmarktservice lieb gewonnen und vertritt wahllos arbeitslose Mitstreiter. So auch Peter S. aus Steyr, er kämpft bereits seit Jahren um seine nunmehr 12 jährige Tochter, die sich noch immer bei Pflegeeltern befindet (Xlarge hat ausführlich berichtet). Über 30 Betroffene wollte das juridische Konglomerat auf die Beine stellen, und flugs folgte die Zurücklegung der Anzeigen durch die Staatsanwaltschaft Steyr.

Gedämpft mit Erfolgen macht es sich Martin B. aber dennoch gemütlich und sieht sich als Gast unzähliger Partys, deren Fotos anschließend im Internet landen. Vergangenes Jahr folgt schließlich der vorerst letzte Partyrausch für den gescheiterten Jungunternehmer auf Monastir in Tunesien. Mit gerade einmal Euro 750,00 Notstandshilfebezug pro Monat war dennoch eine Woche lang Party angesagt.

Unterdessen zählt das Landesgericht Steyr in seiner Anklage über 50 Geschädigte und immer wieder melden sich geprellte Kunden von Martin B. und seinen Geschäftspartnern. Der Konkurs gegen das eigene Malerunternehmen konnte mangels kostendeckenden Vermögens hingegen nicht eröffnet werden. So verhielt es sich auch mit dem Versuch eines Privatkonkurses. Schließlich inserierte B. in diversen Zeitungen, wollte maroden Unternehmen unter die Arme greifen und gründete selbst eine erfolgversprechende Limited Gesellschaft in England, ein Geschäftsmodell das später für gutes Geld an verschuldete Unternehmer verkauft werden sollte.

Auf Kosten der Opfer gibt sich der Steyrer schließlich mit Doktortitel als Unternehmensberater aus. So habe er gar bei der Liquidation eines Bauunternehmens kräftig mitkassiert. Als die Kripo seine Wohnung stürmt, entgegnet den Polizeibeamten ein Bild des Grauens. Die Bürowände waren mit zahlreichen Urkunden verziert, doch hat Martin B. weder einen akademischen Grad noch die Qualifikation zur Unternehmensberatung.

Über 100.000,- Euro wechselten schlussendlich den Besitzer und bis heute warten die Anleger auf ihr Geld. Jedenfalls vergeblich, denn beim Steyrer Sunny Boy ist nichts zu holen. Der Gerichtsvollzieher zählt zwischenzeitlich immerhin über 400.000,- Euro Miese. Darunter naturgemäß Gläubiger wie Finanzamt und die Gebietskrankenkasse. In diversen Internetforen verkündet B. stolz, dass Exekutionsanträge gegen ihn sofort und amtswegig eingestellt werden.

Wer über die Machenschaften des 29 jährigen als Medium berichtet, sieht sich schnell mit Klagen konfrontiert. So auch Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer, der sich dank hervorragender Advokaten über sechs Klagen vom Hals schaffen konnte.

Während der Kläger Martin B. mit Vorliebe die staatliche Verfahrenshilfe beansprucht, sehen sich die leidvollen Beklagten mit rigorosen Honorarforderungen ihrer Anwälte konfrontiert, weshalb der Steyrer nicht ungern als zwielichtige Gestalt bei Gerichten gehandelt wird. Gerne schmückt sich B. aber auch mit zufriedenen Vertretenen. Dazu zählen sich insbesondere Inge Weber und German Bader, der dubiosen »Initiative für Yasemin« rund um den vielzitierten »Fall Yasemin«

Eigentlich sollte die Plattform Unterstützer der Mutter Franziska Kobal sein, die seit 2002 um das Sorgerecht ihrer Tochter Yasemin kämpft. Das Mädchen lebt seit November 2004 bei ihrem Vater in Istanbul. Seit sich die Kindesmutter nach dem Bekanntwerden der Connections zwischen Vorarlberg und Oberösterreich von dieser Initiative abwendet, wird auf der Initiativen Homepage keine Veröffentlichung mehr vorgenommen. Stattdessen werden Agitationen gegen den Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer unaufhörlich publiziert.

Nun muss Martin B. endgültig hinter Gitter, wie Jurist Mag.iur. Michael Kovalzky weiß »Bei einem Strafausmaß von bis zu drei Jahren kann der Verurteilte maximal einen Monat Haftaufschub beantragen, oder er geht freiwillig wegen Haftuntauglichkeit in ein psychiatrisches Krankenhaus. Natürlich kann im Falle neuer Beweise auch ein Antrag auf Wiederaufnahme beim zuständigen Strafgericht gestellt werden. Allerdings liegt es auch hier im Ermessen des Gerichts, ob überhaupt eine Straf hemmende Wirkung eintritt, dh. ob der Verurteilte aufgrund eines Wiederaufnahmeantrages auf freiem Fuß bleibt und das Verfahren wiederaufgenommen, also neu verhandelt, wird«

Leichtsinnige Feuersbrunst im SOS Kinderdorf Moosburg

Während Eltern ihre Kinder nicht zum Rauchen animieren sollten, ist Zigarettenqualm in den Jugendwohngemeinschaften der österreichischen SOS Kinderdörfer absolutes Muss. Wer in ein Jugendwohnen von SOS Kinderdorf kommt, lernt schnell den Umgang mit Feuerzeug und Zigarette.

Diese Form der Pädagogik war am Donnerstag Auslöser einer Feuersbrunst, die im SOS Kinderdorf Moosburg (Kärnten) gerade noch eingedämmt werden konnte. Ein aufmerksamer Nachbar wurde hellhörig, als plötzlich vier Müllcontainer in Flammen standen und alarmierte sofort die Feuerwehr.

Unterdessen versuchten sich Mitarbeiter des SOS Kinderdorfes mit Löscharbeiten, wie sich nach Eintreffen der Feuerwehr zeigte, mit Erfolg. Als Ursache konnte brennende Zigarettenasche der Mädchenwohngemeinschaft ausgemacht werden. Sie dürfte gemeinsam mit dem Abfall in die Container gelangt sein, wo nach und nach die Flammen ein Übergreifen unabdingbar machten.

Immer wieder kommt es in österreichischen SOS Kinderdörfern zu Zwischenfällen. Erst vor kurzem betranken sich mehrere Jugendliche in der Wohngemeinschaft Telfs ins Koma und mussten mittels Intensivmedizin stationär im Klinikum Innsbruck behandelt werden.

Ein Nachbarn der Mädchenwohngemeinschaft Klagenfurt zum Nachrichtenmagazin Xlarge »I kann mi nerma erinnnern wenn die letztn Dirndln vor dem Haus geraucht haben. Aber die dürfen ja schon mit 11 Jahren rauchen. Ich versteh das nicht«

Unterdessen berichten Eltern untergebrachter Kinder von erschreckenden Zuständen. So sollen Drogen im Umlauf sein, in den Zimmern Verwüstung herrschen und Erzieherinnen absolut überfordert sein.

Im Fall der Klagenfurter Feuersbrunst konnte die Feuerwehr schließlich Brand aus verkündigen – verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

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