Monthly Archives: März 2008

Highspeed-Web: Kunststoff löst Glasfaser ab

Die auf Glasfasertechnik spezialisierte Luceat SpA http://www.luceat.it mit Sitz in Dello bei Brescia hat einen aus Kunststoff gefertigten Lichtwellenleiter für die Datenübertragung im häuslichen Nahbereich entwickelt. Im Vergleich zu den aus Siliziumdioxid hergestellten Glasfaserkabeln zeichnet sich diese Technologie durch zahlreiche technische und wirtschaftliche Vorzüge aus.

Ein weiterer Vorteil der neuen Kabeltechnik ist deren Gewicht und Flexibilität. Die extrem leichten Kabel – sie wiegen lediglich sechs Kilogramm pro Kilometer – können auf einfache Weise miteinander verbunden und sogar parallel zu vorhandenen Stromleitungen geschaltet werden. Damit käme auch eine Installation in älteren Gebäuden in Betracht. Zudem seien keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich, heißt es vonseiten des Unternehmens. „Jeder kann die unkomplizierten Lichtwellenleiter aus Kunststoff installieren. Bei Großaufträgen kommt die schnelle Plastikvariante sogar billiger als die bislang verwendeten Kupferkabel“, streicht Nocivelli die Vorteile der Kunststoffkabel heraus.

Außerdem gebe es kaum klimatische Einschränkungen. „Die Kabel sind bei Temperaturen bis minus 40 und plus 85 Grad Celsius funktionsfähig,“ so der Ingenieur. „Die Verwendung von hochmolekularem Polyäthylen macht sie nicht nur gegen elektromagnetische Felder, sondern auch gegen Feuchtigkeit und Salzeinwirkung resistent. Deshalb sind bei uns Garantiezeiten von zwanzig Jahren üblich.“

In die Entwicklung des innovativen Glasfaserkabels hat Nocivelli zusammen mit dem Gründungspartner Metallurgica Bresciana SpA zwei Mio. Euro gesteckt. Dabei stammt eine Mio. Euro aus Mitteln des sechsten und siebenten EU-Rahmenforschungsprogramms. In Dello steht das europaweit einzige Werk, in dem statt des herkömmlichen Quarzglases aus organischem Glas bestehende Lichtwellenleiter hergestellt werden. Zwei Drittel der Produktion gehen in die Domotik und Kameraüberwachung. Wegen der vorzüglichen physikalischen Eigenschaften sind die Produkte außerdem als Hintergrundbeleuchtung von Tastaturen, LCDs und Autoarmaturen sowie für Systeme des Home Networking geeignet. (pte/red)

Einkommensschere bei jungen Frauen am geringsten

Rechtzeitig zum heutigen internationalen Tag der Frau weisen aktuelle Erhebungen auf die weiterhin ungleiche Stellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt hin. Vor allem Einkommensunterschiede sind nach wie vor deutlich zu erkennen. Laut EU-Kommission konnten in den vergangenen Jahren keine bedeutenden Fortschritte in den Bereichen Entlohnung, Segregation des Arbeitsmarktes und Anzahl der Frauen in Entscheidungspositionen festgestellt werden. In westeuropäischen Ländern fühlen sich Managerinnen zudem deutlich schlechter auf die Anforderungen der globalen Arbeitswelt vorbereitet als ihre männlichen Kollegen.

Die weiterhin bestehenden Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sind vor allem auf strukturelle Probleme zurückzuführen, sagt Barbara Stiegler, Leiterin des Arbeitsbereiches Frauen- und Genderpolitik an der Friedrich-Ebert-Stiftung http://www.fes.de. „Einerseits werden Frauen aufgrund potenzieller Unterbrechungszeiten aus personalpolitischer Sicht seltener auf besseren Positionen eingesetzt. Andererseits sind die heutigen Tarifverträge noch immer nicht diskriminierungsfrei“, erklärt Stiegler im pressetext-Gespräch. So würden etwa Soft Skills bei der Entlohnung kaum beachtet. Ein dritter Grund ist in der Bewertung der Ausbildung zu sehen. Eine technische Arbeit würde noch immer besser bewertet und entlohnt werden als eine soziale Arbeit. „Der männliche Blick darauf, was eine Arbeit wert ist, ist in den vergangenen Jahrzehnten in die Tarifverhandlungen eingegangen“, so die Gender-Expertin.

Je nach Datenquelle liegt der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in Deutschland bei 22 bis 26 Prozent. Laut WSI-FrauenDatenReport von 2005 rangiert Deutschland im EU-Vergleich damit auf dem viertletzten Platz vor Estland, Zypern und der Slowakei. Die Hans-Böckler-Stiftung http://www.boeckler.de zeigt in einer aktuellen Erhebung auf, dass Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern mit dem Alter der weiblichen Beschäftigten steigen. So beträgt das Minus bei Frauen bis 24 Jahren im Schnitt 7,8 Prozent, ab einem Alter von 55 Jahren sind es bereits 26,7 Prozent. Am deutlichsten ist die Einkommensschere in der Buchhaltung, wo Frauen mit 2.535 Euro um 825 Euro weniger verdienen als Männer. Innerhalb Europas liegt das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen laut EU-Kommission seit 2003 bei 15 Prozent. Die berufliche Segregation nimmt in manchen EU-Ländern sogar zu, die Zahl der Frauen in Führungspositionen von Unternehmen stagniert zudem bei 33 Prozent.

Auf Managementebene schätzen Männer und Frauen aber auch persönliche Kompetenzen unterschiedlich ein, zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Accenture. Demnach fühlt sich nur ein Drittel der deutschen Managerinnen ausreichend auf die Anforderungen der globalen Berufswelt vorbereitet, bei ihren männlichen Kollegen sind es knapp 50 Prozent. Männer wären demnach eher bereit, zusätzliche Verantwortung und komplexe Aufgaben zu übernehmen. In Frankreich und Großbritannien ist der Anteil jener Frauen, die sich ausreichend auf globale Anforderungen vorbereitet fühlen, noch geringer (jeweils rund ein Viertel), in Schwellenländern wie Indien (68 Prozent), Südafrika (63 Prozent) oder China (61 Prozent) ist er dagegen deutlich höher.

„Dass Managerinnen vor komplexen Aufgaben zurückschrecken mag subjektiv gesehen ab und zu der Fall sein. Viel wichtiger ist jedoch, auf die Signale zu achten, die Frauen in Positionen auf höheren Hierarchieebenen oft entgegengebracht werden“, wirft Stiegler ein. Frauen würde eher als Männern signalisiert, dass sie 150 Prozent Einsatz zeigen müssen. Geschlechtspezifische Konstruktionen wie diese, denen sowohl Männer als auch Frauen im Berufsleben ausgesetzt sind, würden Frauen oft zum stolpern bringen. „Der Mann ist gerade auf höheren Ebenen die Norm, die Frau die Abweichung. Es wird signalisiert, dass allein aufgrund der Männlichkeit ein 150-prozentiger Einsatz kein Problem ist.“ Schaffen es Frauen auf Managerpositionen, würden sie die an sie gesetzten Anforderungen ebenso erfüllen können, wie ihre männlichen Kollegen, wenn vielleicht auch auf unterschiedliche Art, erläutert Stiegler. (pte/red)

AUFGEDECKT: Was ist bloß mit Wikipedia los

Immer wieder ruft die Wikimedia Foundation, verantwortlich für den Betrieb der freien Enzyklopädie Wikipedia, zu Spenden auf, denn den Machern geht seit 2004 fortwährend das Geld aus. Die Wikimedia Foundation rief das Wikipedia Projekt ins Leben um so eine freizugängliche, offene und kostenlose Internet-Enzyklopädie zu schaffen. Bei Wikipedia kann jede User einen Teil besteuern und Artikel zu den unterschiedlichsten Themen schreiben. Im Sommer 2003 feierte Wikipedia den 20.000ten deutschsprachigen Eintrag.

Aber nicht nur das, denn Wikipedia mutiert mehr und mehr zum Zankapfel. Ob manipulierte Politbeiträge oder Werbefläche für ungeprüfte Selbstdarsteller. Oftmals entsteht für den Betrachter der Eindruck, dass Wikipedia das bringt, was nicht uneigennützige Personenkreise vorgeben.

Jetzt wirbelt es aber gar gewaltig über Wikipedia, denn Mitbegründer Jimmy Wales soll sich intensiv am Spesenkonto bedienen und für Manipulationen, insbesondere betreffend den Wikipedia Artikel seiner Lebensgefährtin, die Finger mächtig im Spiel gehabt haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wagt Xlarge den Test und die Ergebnisse sind ernüchternd und schockierend zu gleich.

Während Wikipedia Artikel über »SOS Kinderdorf« durch ehemalige Zivildiener des Kinderhilfswerks sprichwörtlich in der freien Enzyklopädie gepusht werden, sind kritische Kommentare völlig unerwünscht. Selbst sachlich basierende Quellen lassen Wikipedia Admins kalt. Binnen Minuten tritt Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer hinter das Geheimnis und forscht einen Wikipedia Admin Nahe Neustätten auf.

Uwe K. gesteht im Gespräch mit Xlarge die klassischen Methoden von Wikipedianer »Ja das stimmt schon, dass wir von anderen dirigiert werden, welche Artikelkonstellationen erwünscht sind und welche nicht« Nachdem die Xlarge Testperson in Wikipedia kritisch über Jugendämter und SOS Kinderdorf Beiträge schreibt, sogar fundierte Quellen angibt, erfolgt umgehend eine Sperre und damit verbunden der Ausschluss.

Bis heute schweigt der deutsche Wikimedia e.V. zu den Vorgängen, alleine Uwe K. (22) will sich mit vorgehaltener Hand über die Vorwürfe äußern »Von diesen Organisationen sind eben viele User aktiv, da kann man Kritik nicht einfach so stehen lassen. Wer sich den Vorgaben nicht fügt, fliegt eben raus. Das Resultant sind Wikipedia Artikel mit klar vorgegebenem Content. Ich möchte meine Adminrechte nicht verlieren, deshalb muss ich mich unterwerfen – sorry«

Ehemalige Weggefährten von Wikipedia Gründer Wales bestätigen die fragwürdigen Methoden der eigentlich freien Enzyklopädie. Das ehemalige Stiftungsmitglied Danny Wool wirft ihm beispielsweise vor, er habe die Finanzen der Wikimedia Foundation für persönliche Zwecke missbraucht und die Biographie seiner Ex-Lebensgefährtin Marsden zu ihren Gunsten manipuliert.

Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation, dementiert nun derartige Vorwürfe und versucht zu beschwichtigen. So wäre jene Promotion Tour vor neun Monaten nach New York für 1100 US-Dollar nicht nur offiziell sondern von ihr selbst geplant gewesen. Des Weiteren hätte Wales keinen Einfluss auf Artikel von Personen, die ihm selbst nahe stehen.

Schlussendlich sieht Gardner die neuerlichen Vorwürfe als Verleumdung gegen Wikimedia und nicht zuletzt als persönlichen Schlagabtausch eines verärgerten, ehemaligen Mitarbeiters.

GESUND: Die Abspeck Tour mit unserem Pfeifhofer

Mit »Super Size Me« katapultiert der US-Filmemacher Morgan Spurlock ein pikantes Thema in die Kinos und somit auch in die Medien. Dreißig Tage lang ernährte sich der New Yorker ausschließlich von McDonald’s Produkten. Damit sollte auf die verheerenden Auswirkungen von Fast Food hingewiesen werden. Akribisch führen Spurlocks Ärzte Buch. Zu einem Prozess gegen Spurlock ließ sich die ansonsten als klagefreudig geltende Buletten-Firma dennoch nicht hinreißen. Stattdessen nahm man die „Supersize“ Option vor dem US-Start des Films aus dem Angebot und begründete die Entscheidung damit, dass dieses Vorhaben bereits vor einem Jahr geplant gewesen wäre.

Während man heute den Film als polemisch-amüsante Dokumentation klassifiziert, war noch vor wenigen Jahren auch McDonalds Ziel der Ernährungskritiker. So genannte Transfette in Burgern und Pommes sollten aufzeigen, dass die Menschheit an Fast Food zugrunde gehen könnte.

Besonders beim Frittieren setzen Fast Food Ketten auf Transfette, sozusagen künstlich gehärtete Pflanzenfette. Ein entscheidender Vorteil dieser Fette ist in Haltbarkeit und Aufbewahrung zu orten.

Doch Transfette verbergen auch entscheidende gesundheitliche Risikofaktoren: Fettleibigkeit, Verhaltensauffälligkeiten und chronische Entzündungen bei Erwachsenen. »Gerade Kinder und Jugendliche mit dem AD/HS (Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) müssen deshalb auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten« sagt der renommierte Kinder- und Jugendpsychologe Dr. Rolph Wegensheit.

In Summe nimmt ein Kind vom Frühstück bis zum Abendessen rund 6,42g Transfette am Tagauf, das 6fache vom zulässigen Höchstwert von 1,5g pro Tag. Die österreichische Ärztekammer fordert deshalb eine Senkung der erlaubten Menge sowie eine deutliche Kennzeichnung auf den Verpackungen, etwas, das es seit 2006 in den USA bereits verpflichtend gibt.

Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren gäbe es einfache laut den Experten aber auch Alternativen. Sie sogenannten Omega 3-Fette finden sich in jeder Sorte Fisch. Des Weiteren eignen sich kaltgepresste Omega 9 Fette (z.B. Oliven- oder Rapsöl) besonders gut zum Kochen und Braten. Kurz um, wer seinen Kindern und sich selbst etwas Gutes tun möchte, senkt den Konsum von Cholesterin fördernden Malzeiten, die schlussendlich zu einer Überdosis an Kohlenhydraten führen.

Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer, auch bekannt als der „pfundige“ Nordtiroler, misst derzeit 115kg auf der Waage. Wie die alternativen Ernährungstipps aus TV und Internet wirken, testet der Familienvater höchst persönlich »In jedem Fall sollte man jede „Hunger“-Diät vermeiden und vitaminreiche Nahrung zu sich nehmen. Ich verzichte seit meiner Ernährungsumstellung auf fettleibige Mahlzeiten und beginne bereits am Morgen mit Vollkorn Flakes und Magerjogurt. Mittags folgt ein Glas frisch gepresster Orangensaft, gedünstetes Gemüse und Gerichte mit Pute, Fisch oder Rindfleisch. Abends genieße ich dann noch eine Schüssel gemischtes Obst, zwei Scheiben Schwarzbrot mit Rettich und hi und da auch etwas Tofu«

Besonders adrett zeigt sich Pfeifhofer mit seinem neuesten Clou, dem frisch gemixten Frucht Shake »Wer es gerne erfrischend mag, kann sich am Nachmittag in einem Behältnis folgende Zutaten mixen: etwas Speiseeis, ein Magerjogurt und je nach Geschmack verschiedene Sorten Obst (verkleinert) – daraus lässt sich ein leckeres Mixgetränk kreieren, das nicht zuletzt die Magen-Darm Flora anregt«

In Österreich bringen bereits über 800.000 Menschen zuviel auf die Waage, alarmierende 41 Prozent der ÖsterreicherInnen sind übergewichtig. Obwohl Abspeck TV bei ATV und Pro7 boomt, florieren immer noch Süßes und Fettes in heimischen Haushalten. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter der Völlegesellschaft, wie Wegensheit weiß »Nicht selten spielen gar bei pubertierenden Kids Depressionen eine Rolle, wenn die Kilos in die Höhe schießen, anstatt zu purzeln. Mobbing in der Schule, Gelenksprobleme und Atemwegserkrankungen sind nur einige der alltäglichen Teenie Schocker. Was bleibt ist Aggressivität, gepaart mit Pubertät, eine tickende Zeitbombe in den Kinderzimmern. Natürlich reagiert auch das Gehirn, denn die sprichwörtliche Verkalkung ist nicht mehr weit entfernt und Verhaltensauffälligkeiten somit vorprogrammiert«

Gabrielle Steiner, Ernährungsberaterin und Familienpädagogin sieht aber auch in mangelnder Bewegung und falscher Haushaltsführung einen Grund des Übels »Mütter verweigern sich mehr und mehr der frischen Zubereitung von Mahlzeiten. Außerhalb der Schule betreiben die Kinder nur noch selten Sport, stattdessen verbringt man viel Zeit vor dem Fernseher und der Spielekonsole. Ich würde mir wünschen, wenn Familien wieder aktiv in die Natur starten würden. Egal ob schwimmen, Schifahren oder Wandern, es gäbe viele Möglichkeiten das alle in Bewegung bleiben«

Stephan Pfeifhofer konnte binnen zwei Monaten zwischenzeitlich rund 5kg abnehmen. Dennoch bleibt der Enthüllungsjournalist in seinem Optimismus vorsichtig »Nunja, zuerst verliert man jede Menge Wasser. Aber Sport und gesunde Ernährung hinterlassen Spuren. Sogar meine Kinder sind aktiv dabei, wenn wir vor Schulbeginn all morgendlich eine Runde joggen«

McDonald’s Österreich bietet stattdessen auf seiner Homepage eine Ernährungstabelle an und wirbt für gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und bewusste Lebensführung. Vielleicht ein Ansatz, dass unsere Kinder in Zukunft wieder frische Köstlichkeiten zwischen ihre Zähne bekommen.

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