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Monthly Archives: Juni 2008

EXKLUSIV! SENAT BESTÄTIGT: Aus für Skandal-TV von Thomas Hornauer

Die Weichen sind gestellt und Thomas Hornauer muss jetzt die Koffer packen. Sowohl im Studio Ludwigsburg als auch bei den Wiener Medienwächtern herrschte bis zuletzt Hektik pur. Nicht zuletzt domminierten diverse Medienschlagzeilen der vergangenen Woche das Thema Thomas Hornauer und Kanal Telemedial.

Heute bestätigt der Bundeskommunikationssenat seine Entscheidung und damit das Urteil der KommAustria, wie ein Sprecher bestätigt „Ja, die Satellitenlizenz für Kanal Telemedial ist erloschen – rechtskräftig“. Nun kann Thomas Hornauer beim Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof binnen sechs Wochen Beschwerde einlegen. Laut Jurist Mag.iur. Michael Kovalsky allerdings ohne aufschiebene Wirkung „Theoretisch dürfte Hornauer mit 1. Juli 2008 nicht mehr senden bzw. müsste der Dienstleistungsanbieter SES-Astra die Verbindungen kappen. Eine Verfassungsbeschwerde hätte also im juridischen Sinne keine aufschiebene Wirkung mehr“.

Hornauer selbst wirkt inzwischen von seinen eigenen Kräften verlassen und wie bereits von XlargE exklusiv berichtet, bestätigt der Guru selbst „Nötigenfalls sende ich über das Internet!“.

Für den Bundeskommunikationssenat hatte die Berufung des Plüderhausener Skandal-TV keine Bedeutung. Gegen die Entscheidung der Medienbehörde, Kanal Telemedial würde sein Programm nicht ausreichend in Österreich produzieren, das wiederum keine österreichische Sendezulassung rechtfertige, richtete sich eine Beschwerde des einstigen Pornoproduzenten.

Für den Bundeskommunikationssenat, bestehend aus drei Richtern, eine klare sowie einstimmige Entscheidung. Thomas Hornauer selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Siehe auch: Telemediale Abschaltung: Neuer Geheimplan soll helfen
Siehe auch: Neuer Wirbel um Thomas Hornauer und Kanal Telemedial
Siehe auch: Sendeschluss für Thomas Hornauer und Kanal Telemedial
Siehe auch: Telemedial Fatal – Die miesen Tricks der Fernsehmacher

Peinliches Medial Debakel zu Euro Halbfinale

Die UEFA EURO 2008 in Österreich und der Schweiz neigt sich dem Ende. So spannend das Halbfinal Spiel zwischen der Türkei und Deutschland auch war, über Minuten konnte niemand die entscheidenden letzten Spielsequenzen sehen. Ein Stromausfall im Internationalen Broadcasting Center (IBC) der UEFA in Wien sorgte in der 2. Halbzeit für Buh-Rufe in den Public Viewing Zonen und langen Gesichtern bei den Sportchefs der TV-Stationen.

Bei ORF, ZDF, BBC und unzähligen anderen Sendern war die Hektik groß, als plötzlich Bild und Ton in der 2. Halbzeit des EURO-Match ausfielen. Plötzlich mutierten rasende TV-Berichterstatter zu nostalgischen Radiokommentatoren. Eine vertragliche Regelung besagt, dass sämtliche TV-Stationen das UEFA Euro Signal aus Wien übernehmen müssen. In diesem Moment dachte allerdings keiner mehr daran.

Mittwochabend herrschte in Wien sprichwörtlich Gewitterstimmung, so dass die Fanzone mit über 28.000 Besuchern geräumt werden musste, nachdem ein Stromausfall das IBC lahm legte. Während beispielsweise beim jährlichen Song Contest sämtliche Technik doppelt gesichert ist, dürfte die UEFA in Punkto Stromausfall nun in argen Erklärungsnotstand geraten.

ORF und ZDF konnten sich schließlich dank Schweizer Fernsehen einen Notbehelf basteln. Wie ZDF-Reporter Johannes B. Kerner später auf Sendung live erklärt, hätten die Schweizer als einzige eine Leitung ins Stadion nach Basel, die von den Kollegen in Mainz erschlossen werden konnte. Dazu hätte man kurzerhand „einen Satelliten angezapft“.

Klare Worte für das TV-Debakel findet Ing. Thomas Gurschler, jahrelang für Netzplanung der T-Mobile (vormals Max-Mobil) in Tirol und Vorarlberg verantwortlich „Nach wie vor werden Naturgewalten unterschätzt. Da genügt es nicht einfach auf das Sat-Signal zu vertrauen“, erinnert sich der gebürtige Vorarlberger als die Hochwasser in Österreich und damit an Zeiten, als Wählämter noch ausgepumpt werden mussten.

Gurschler war im Sommer 2003 auch für die reibungslose Übertragung des Salomon Riverjam im Auftrag von Whats-Up-TV technisch verantwortlich „Unsere professionelle Arbeit könnte als Beispiel für sämtliche Live!-Events im Sport-TV Schule machen. Dabei hat Whats-Up-TV erstklassige Arbeit geleistet. Wir waren sowohl drahtgebunden via Glasfaser als auch mittels Richtfunk Signal abgesichert. Im Notfall hätten wir sogar über eine alte T2-Standleitung senden können“.

Laut UEFA-Sprecher Wolfgang Eichler seien alle Länder, ausgenommen dem Schweizer Fernsehen und Al-Jaseera vom Ausfall betroffen gewesen, der nun einer genauen Analyse bedarf. Insbesondere wäre zu klären, ob für den Ausfall das Gewitter über Wien verantwortlich war.

Die deutsche National Elf rund um Jogi Löw ließ sich davon wohl kaum beirren und meisterte ein sagenhaftes 3:2 und somit den Einzug ins Finale, das am kommenden Sonntag, hoffentlich störungsfrei, in Wien stattfinden wird.

Minderjährige holen sich Gewaltspiele aus dem Netz

Großbritanniens Jugend hat eine neue Möglichkeit für sich entdeckt, wie sie an Computer- und Videospiele herankommen kann, die offiziell eigentlich erst ab 18 freigegeben sind. Um die im Grunde sehr strengen britischen Alterfreigaberichtlinien zu umgehen und an die gewünschten Produkte zu gelangen, suchen sie zunehmend Auktionswebseiten im Internet auf. Ein aktuell durchgeführter Test der zuständigen Handelsbehörde, dem Trading Standards Institute (TSI) http://www.tsi.org.uk, stellt den Online-Händlern in diesem Zusammenhang ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Demnach würden an die 90 Prozent der geprüften Händler Auktionsplattformen nutzen, um Spiele an Minderjährige zu verkaufen, die diese nach geltendem Gesetz gar nicht erwerben dürften.

„Die aktuelle Untersuchung zeigt deutlich, wie einfach es für Kinder sein kann, an mit einer Altersbeschränkung verbundene, gewalttätige Videospiele heranzukommen“, zitiert BBC News den TSI-Geschäftsführer, Lee Jones. Diese Möglichkeit werde von Minderjährigen zunehmend häufiger genutzt, widerspreche aber der derzeit geltenden Gesetzeslage in Großbritannien. „Online-Händler müssen sich an die gesetzlichen Regelungen halten. Wer dagegen verstößt und Produkte an Personen verkauft, die diese aufgrund einer bestimmten Altersfreigabe gar nicht besitzen dürfen, macht sich strafbar und muss mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten rechnen“, erklärt Jones. Gleichzeitig müsse aber auch die Verantwortung der Eltern und Erziehungsberechtigten gesehen werden. Diese hätten laut Jones eine „wichtige Rolle“ inne, wenn es darum gehe, ihre Kinder von für sie ungeeigneten Inhalten fernzuhalten.

Im Zuge der Untersuchung wurden bei sechs lokalen britischen Behörden freiwillige Tester im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren dazu aufgefordert, verschiedene Online-Marktplätze auf die Einhaltung der Altersfreigaberichtlinien hin zu testen. Dabei stellte sich heraus, dass von insgesamt 44 überprüften Händlern 38 keinerlei Probleme damit hatten, Material für Erwachsene an minderjährige Kunden zu verkaufen. Die im Rahmen einer Kreditkartenzahlung notwendige Altersverifizierung wurde dabei durch die Bezahlung per Überweisung umgangen. „Einige Anbieter setzen zwar Alterskontrollen für ihre Kunden ein. Diese sind in der Regel aber nur von minderwertiger Qualität“, stellt Brandon Cook, zuständig für Produkte mit Altersbeschränkung beim TSI, fest. „Wenn ein Händler sich nicht sicher ist, ob ein Käufer älter als 18 Jahre ist, sollte er nicht verkaufen“, ergänzt Cook.

Bereits Ende März ist das Altersfreigabesystem in Großbritannien durch die Freigabe des als Gewalt-Schocker gehandelten Videospiels Manhunt 2 wieder stärker in Diskussion geraten (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080320001). Das Spiel war nach einem an die neun Monate dauernden Streit zwischen dem zuständigen Entwicklerstudio Rockstar Games und der britischen Zensurbehörde British Board of Film Classification schlussendlich doch mit einer Altersfreigabe von „ab 18“ für den Markt zugelassen worden. Ein Parlamentsmitglied der konservativen Partei Großbritanniens hatte als Reaktion auf die Freigabe eine Gesetzesvorlage eingereicht, die der Regierung einen besseren Einblick in die Entscheidungsfindungsprozesse des Komitees ermöglichen sollte. Der vorgelegte Entwurf konnte sich im britischen Parlament aber bislang nicht durchsetzen. (pte/red)

ORF-Radios diskriminieren Musik aus Österreich

Musik aus Österreich ist in den verschiedenen ORF-Rundfunkprogrammen mit einem Durchschnittswert von 16,4 Prozent vollkommen unterrepräsentiert. Zu diesem Schluss kommt Peter Paul Skrepek, Präsident der Musikergilde http://www.musikergilde.at, der Interessenvertretung für freiberuflich Musikschaffende in Österreich. Nicht nur auf Ö3, dem Sender mit der stärksten Reichweite, stamme nur jeder 18. gespielte Tonträger (5,5 Prozent) aus dem eigenen Land. Auch Radio Wien und der Kultursender Ö1 würden mit 5,8 bzw. 7,5 Prozent nur geringfügig mehr Material österreichischen Ursprungs senden. „Bei einem derart niedrigen Wert kann man durchaus von einer Diskriminierung österreichischer Musik sprechen“, stellt Skrepek im Gespräch mit pressetext fest. Seit nunmehr 15 Jahren bemühe man sich nun bereits, den ORF zu einer Steigerung dieses Anteils zu bewegen. Man sei „höflich und geduldig“ gewesen, doch nun sei es mit der Geduld vorbei. Gemeinsam mit heimischen Musikern und Plattenlabels hat Skrepek deshalb im Rahmen einer gestarteten Initiative die Webseite SOS-musikland.at http://www.sos-musikland.at ins Leben gerufen, die „mehr Musik aus Österreich im Rundfunk“ fordert.

„Den österreichischen Musikern und Plattenfirmen reicht es. Sie verlangen endlich gleiches Recht“, erklärt Skrepek. In allen anderen europäischen Ländern würden die Radiosender im Durchschnitt rund 40 Prozent Musik aus dem eigenen Land spielen. „Österreich ist in dieser Hinsicht nicht nur europaweit Schlusslicht, sondern liegt auch im weltweiten Vergleich ganz weit hinten“, ergänzt Skrepek. Nur Venezuela und Neuseeland würden ihre eigenen Künstler noch weniger berücksichtigen. „Ein ganzer Wirtschaftszweig steht vor den Trümmern einer verfehlten Programmpolitik. Nicht nur die in Österreich lebenden Musikschaffenden, sondern auch das Publikum fordert immer lauter eine Wende“, betont Skrepek.

Um mit dem Missstand aufzuräumen, hat Skrepek gemeinsam mit Partnern aus der heimischen Musikbranche die Webseite SOS-musikland.at gestartet. „Auf unserer Seite rufen wir alle Menschen dazu auf, diese Aktion durch eine Unterstützungserklärung zu fördern“, erläutert Skrepek. Dabei gehe es vor allem auch um die Generierung öffentlicher Aufmerksamkeit. Innerhalb weniger Tage haben laut dem Musikergilde-Präsidenten bereits mehr als 2.500 Personen unterschrieben. „Am 27. Juni beginnen offizielle Verhandlungen mit dem ORF-Management über ein Ende der Diskriminierung. Unsere Erfolgsaussichten waren realistisch betrachtet noch nie so hoch wie jetzt“, meint Skrepek.

Die Verantwortung für den zu niedrigen Anteil an heimischer Musik im Programm der österreichischen Radiosender trage laut Skrepek aber nicht nur der ORF alleine. „Der ORF erfüllt seinen gesetzlichen Kulturauftrag nur in sehr eingeschränktem Maße. Daran sind auch die Politik und die zuständigen Aufsichtsorgane mit Schuld, die diesen Auftrag anscheinend nicht Ernst genug nehmen“, fasst Skrepek zusammen. Als dritten Schuldigen nennt er die Wirtschaft. Diese habe die Entwicklung der Formatradios entscheidend mitgeprägt. „Aufgrund von Marketingüberlegungen kommt es zu einer musikalischen Verarmung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, musste sich auch der ORF diesem Trend beugen“, so Skrepek abschließend. (pte/red)

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