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Monthly Archives: Juli 2008

Aufgedeckt: Schikanen im Oberland

In Landeck, dem Transitknoten im schönen Norden von Tirol, wohnt ein nicht mehr junges Ehepaar, Paul und Anna N. *). Sie bewohnen eine hart erarbeitete Eigentumswohnung und möchten nichts sehnlicher als ihre Pension in Ruhe verbringen zu können. Wenn man sie ließe…

Seit einiger Zeit sind Herr und Frau N. in das Visier einer zwielichtigen Figur geraten. Ein Maler aus Steyr tritt gerne als Rechtsanwalt auf, ohne Jurist zu sein, was ihm schon mehrmals Schwierigkeiten eintrug, schmückte sich früher auch mit einem Doktortitel. Er hat seine Finger in allen möglichen Geschäften und verfolgt wen immer er kann mit Klagen, Anzeigen und sonstigen Querelen, sogar auf eigenem Briefpapier seines skurrilen Vereins Juridia Justice, gegen den die Behörden nun vorgehen. In einer Entscheidung über eine seiner zahlreichen Klagen ließ eines der von ihm befaßten Gerichte keinen Zweifel daran, daß die vom Maler verfaßten Schriftsätze weder sprachlich noch grammatisch noch inhaltlich professioneller Arbeit entsprächen.

Auf das Ehepaar N. hat er es besonders abgesehen. Deren Sohn, ein Journalist, deckte bereits eine Vielzahl an strafrechtlich relevanten Tatbeständen dieses Berufsquerulanten auf, die letztlich auch zu dessen rechtskräftiger Verurteilung führten. Der angebliche Rechtsanwalt fühlte sich durch die journalistische Tätigkeit des Sohnes von Herrn und Frau N. in seinem Treiben gestört. Weil der Journalist mit seiner Familie im Ausland lebt, müssen eben seine Eltern als Zielscheibe des Grolls herhalten; so frei nach dem Vorbild der Sippenhaftung vergangener Tage.

Der Maler klagte die betagten Eltern des Journalisten auf Schadenersatz für journalistische Tätigkeit! Noch dazu beim falschen Gericht. Ein deutlicher Beweis für die Qualität seiner Juristerei. Doppeltes Pech für ihn: der Maler wurde zwischenzeitlich wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges rechtskräftig verurteilt und sitzt gerade seine dreijährige Haftstrafe ab. Über Umwege zog er seine Klage zurück, da er als Häftling schwerlich vor Gericht erscheinen hätte können. Nun erwartet ihn nochmals der Staatsanwalt, gleichzeitig prüft das Gericht die Bestellung eines Sachwalters für ihn.

Leider kann das Ehepaar N. noch immer nicht die verdiente Ruhe genießen. Einer der engsten Mitarbeiter des Verurteilten, Dietmar Wachter (Anm.d.R.: Name nicht geändert), ist Gruppeninspektor bei der Polizei Landeck und in seiner Wohnsiedlung im Landecker Stadtteil Perjen kein Unbekannter. Nachbarn klagten bereits über verschollenes Gut aus Dachböden und Kellerräumlichkeiten, wenn sie abwesend waren und Dietmar Wachter im Hause alleine das Sagen hatte. Aus seinem beruflichen Erfahrungsschatz versorgte er den Maler regelmäßig mit Informationen und führte auf dessen Wunsch des öfteren private „Ermittlungen“ gegen das Ehepaar N. und dessen Sohn durch. Natürlich fehlte dabei auch nicht das kräftige Ausstreuen von Informationen im Ort, schließlich wirkt ein Polizist an sich doch so glaubwürdig.

Immer wieder belästigen Dietmar Wachter und einige seiner Kollegen, unter ihnen der SPÖ-Bürgermeister von Zams, Helmut Gstir, das Ehepaar N. Nicht einmal zu Weihnachten hören die Belästigungen auf, das Unwort „Stalking“ wäre wahrlich die treffendste Bezeichnung für diese Umtriebe. Wachter schiebt, wie andere Polizisten auch gern, öfters die Ausrede vor, er müßte gerichtliche Zustellungen vornehmen. Dafür ist er weder zuständig noch beauftragt. Ihm geht es darum, das Ehepaar N. unter Druck zu setzen und sie spüren zu lassen, wie mächtig doch so ein Polizeibeamter sein kann. Im November 2007 meinte Dietmar Wachter dazu vor versammelter Mannschaft, er würde Frau N. regelmäßig besuchen, er hätte „Härte“.

Dienstlich muß der Herr Gruppeninspektor eine besondere Nuß sein. Ist von ihm doch allen Ernstes die Frage aufgetaucht: „Meine Katze wurde gestern von einem Passanten als „blöder Streuner“ bezeichnet und somit auch beleidigt. Wie kann ich da rechtlich vorgehen?“ Mit voller Nennung seines Namens und seiner Adresse.

Anderes kann er besser. Ein gerichtliches Poststück, dessen Zustellung an das Ehepaar N. ihm angeblich aufgetragen worden war, wurde geöffnet, Heftklammern sorgfältig aber auffallend entfernt, das geöffnete Kuvert übergeben. Hatte Inspektor Wachter vielleicht auch den Auftrag erhalten, sich Kenntnis des Inhaltes zu beschaffen? Nun, jedenfalls kennt er ihn, bald also auch halb Landeck. Sein Kollege auf dem Polizeiposten wollte keine Auskunft erteilen und war sich nicht seiner gesetzlichen Pflicht bewußt, seine Dienstnummer zu nennen. Auch hier mangelt es offenbar an Ausbildung und Dienstaufsicht.

Die zweifelhaften Methoden des Dietmar Wachter und seiner Kollegen sollten schon längst überprüft werden. Das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) der Polizei scheint aber derzeit aus Wahlkampfgründen lieber an einem Vorgehen gegen den Tiroler Landeshauptmann interessiert zu sein, statt an seiner richtigen Aufgabe, Mißstände im Polizeidienst aufzuklären. Wachter und Genossen hoffen derweilen weiterhin an parteipolitischer Deckung ihrer eigenartigen Gebräuche, doch irgendwann hat selbst der beste Schirm ein paar unliebsame Löcher. Dem Staatsanwalt wird der Herr Inspektor weniger leicht entgehen können.

Unterdessen bedient sich das Ehepaar N. real existierender Juristen, in der Hoffnung, bald ruhig schlafen zu können.

*) Name von der Redaktion geändert

Jugend will Olympia per Handy verfolgen

Das Interesse, große Sportevents auf dem Handy-Bildschirm zu verfolgen, steigt. In Deutschland wollen knapp sechs Mio. Menschen die bevorstehenden Olympischen Spiele auch per Handy-TV sehen, so eine aktuelle Studie von TechConsult im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM http://www.bitkom.org. Weitere fünf Mio. haben zumindest grundsätzlich Interesse an mobilem Fernsehen. In die Befragung einbezogen wurden Personen ab zehn Jahren. Dabei zeigte sich deutlich, dass vor allem die Jugend eine hohe Nachfrage aufweist. Männliche Teenager zwischen zehn und 17 Jahren hegen das größte Bedürfnis: 30 Prozent der Handybesitzer aus dieser Altersgruppe wünschen sich Fernsehen auf dem Mobiltelefon. Bei Mädchen in diesem Alter liegt der Anteil bei 25 Prozent. „Die junge Zielgruppe scheint sowohl technik- als auch sportaffiner zu sein. Bei Männern und Frauen ab 40 Jahren interessieren sich nur rund fünf Prozent der Handybesitzer für Olympia per Handy-TV“, sagt Marc Thylmann, Sprecher im Bereich Technologien und Dienste beim BITKOM, gegenüber pressetext.

Die neuen Handys mit ihren großen Displays, integrierten DVB-T-Empfängern und schnellen Internetverbindungen beschleunigten den Trend zum mobilen Zugriff auf TV, Radio und Internet, so BIITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Länder wie Südkorea und Italien hätten in diesem Bereich bereits eine Vorreiterrolle übernommen, Deutschland ziehe nun nach. Grundsätzlich bedarf es für den Olympia-Konsum via Handy zum einen eines geeigneten Mobiltelefons sowie zum anderen einer entsprechenden Nähe zu den Sendemasten. „Sport ist generell einer der großen Treiber für die Nachfrage neuer Technologien. So konnten wir bei der Fußball-WM in Deutschland zum Beispiel einen klaren WM-Effekt feststellen“, ergänzt Thylmann. Viele Verbraucher hätten sich damals einen Flachbild-Fernseher zugelegt.

Laut BITKOM ist in Deutschland mittlerweile vielerorts der Empfang über DVB-T möglich. Mehrere Netzbetreiber haben bereits Handys mit integrierten DVB-T-Empfängern im Angebot. Meist können auf diesen Geräten die Olympia-Sendungen gratis verfolgt werden. „Die Ergebnisse der Umfrage sprechen dafür, dass Handy-TV eine Generationenfrage ist. Jugendliche haben andere Nutzungs- und Sehgewohnheiten und nicht zuletzt auch bessere Augen“, meint Thylmann. Ältere Menschen legten mehr Wert auf größere Displays. Über die Qualität des DVB-T-Empfangs in den einzelnen Regionen können sich interessierte Nutzer unter http://www.ueberallfernsehen.de informieren. Gute Qualität ist in der Regel in jenen Gebieten zu erwarten, die als „Empfang per Zimmerantenne“ ausgewiesen sind. Für Notebooks gibt es außerdem DVB-T-Empfänger-Sticks, um das Gerät zu einem mobilen Fernseher umzufunktionieren.

Eine weitere Möglichkeit, in den Genuss von Handy-TV zu kommen, ist der Zugang über UMTS. Über dieses System erhalten die Nutzer meist Zugang zu den TV-Angeboten der Mobilfunkbetreiber. Vorraussetzung ist ein UMTS-Handy oder eine UMTS-Karte für den Laptop. Außerdem können per Handy auch direkt die Streaming-Angebote auf den Webseiten der Fernsehsender genutzt werden. Der BITKOM weist aber darauf hin, dass dazu eine entsprechende Software nötig ist und schnell große Datenmengen anfallen können, die mitunter in hohen Kosten enden. (pte/red)

Kinder nutzen Games zur Stressbewältigung

Computerspiele dienen Kindern und Jugendlichen zunehmend zur Stressbewältigung. Wie eine Untersuchung des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau http://www.zepf.uni-landau.de belegt, besteht nicht selten die Gefahr einer pathologischen Entwicklung. 11,3 Prozent der befragten Kinder weisen demnach ein krankhaftes Videospielverhalten auf. Dem gegenüber stehen 10,9 Prozent, die nur wenig oder gar nicht am Computer zocken. In der Gruppe der pathologischen Spieler sind laut Studie Jungen auffallend häufiger vertreten als Mädchen. „Besteht der begründete Verdacht eines pathologischen Computerspielgebrauchs, sollte nicht gleich auf strenge Maßnahmen wie Computerspielverbot zurückgegriffen werden“, rät Studienautor Reinhold S. Jäger auf Nachfrage von pressetext.

Oft zeigt sich, dass Kinder mit krankhaftem Spielverhalten in ihrer aktuellen Lebenssituation ein höheres Ausmaß an Überforderung erleben und über weniger adäquate Strategien zur Bewältigung ihres Alltags verfügen als unauffällige Nutzer und Nichtspieler. Die Computergames stellen für die Kids eine Art Bewältigungsstrategie für ihre Probleme dar. Kinder und Jugendliche mit pathologischem Muster setzen die Spiele vermehrt zur Stimmungsregulation ein. Außerdem sind diese in verschiedenen Lebensbereichen deutlich unzufriedener. Insgesamt zeigt sich auch, dass krankhafte Spieler einen anderen Zugang zu zwischenmenschlichen Beziehungen aufweisen. So finden sich unter den pathologischen Fällen weniger Personen mit sicherem Bindungsstil und mehr mit ängstlichem Bindungsstil als unter unauffälligen Spielern.

Um pathologischen Entwicklungen entgegenzuwirken, sollte den Kindern und Jugendlichen ein geregelter Zugang zu den Games gewährt werden, meinen die Experten. „Es hat sich bewährt, bei Kindern und Jugendlichen Zeitbudgets für die Mediennutzung zu vereinbaren. Das Zeitbudget sollte sich nach dem Alter richten und flexibel gehandhabt werden“, so Olaf Walters, Geschäftsführer des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) http://www.biu-online.de, gegenüber pressetext. Ein kompletter Entzug würde den Leidensdruck der Betroffenen meist nur noch erhöhen, ergänzt Studienautor Jäger. „Sinnvoller ist es, zunächst einmal zu versuchen, sich in das Kind hineinzuversetzen und die Bedeutung des Computerspielens zu verstehen. Es sollte herausgefunden werden, welche Funktion das Computerspielen einnimmt.“ Außerdem fordert Jäger eine angemessene Medienerziehung als essentiellen Bestandteil in allen institutionellen Formen des Lernens.

Ein interessantes Ergebnis der Untersuchung scheint außerdem zu sein, dass pathologische Computerspieler eine deutliche Präferenz für das Multiplayer-Game Warld of Warcraft (WoW) an den Tag legen. Das Spiel zeichnet sich insbesondere durch eine hohe Zeitintensität aus. Aufgrund monatlich anfallender Gebühren, der leichten Verfügbarkeit und einer Art Verpflichtung gegenüber anderen Spielern bindet World of Warcraft die Nutzer mitunter stärker als andere Games. Auch das Fortlaufen des Spielgeschehens bei Abwesenheit eines Nutzers erhöht die Suchtgefahr.

Die Studienautoren weisen aber auch ausdrücklich daraufhin, dass häufiges und langes Spielen allein noch kein Beweis für ein pathologisches Verhalten ist. Kritisch werde es dann, wenn gleichzeitig Merkmale süchtigen Verhaltens auftreten. Dazu zählen etwa negative Konsequenzen im schulischen oder sozialen Bereich, Schwierigkeiten das Spielausmaß einzuschränken oder sogar körperliche Symptome wie Unruhe und Nervosität, wenn längere Zeit nicht am Computer gespielt wird. „Exzessives Spielverhalten ist dann problematisch, wenn Spieler über einen sehr langen Zeitraum ihre sozialen Kontakte vernachlässigen und andere Aktivitäten eingestellt haben“, meint Wolters. Grundsätzlich handle es sich um eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. „Alle Beteiligten haben im Rahmen Ihrer Möglichkeiten die Risiken gering zu halten.“ Die Industrie ihrerseits habe hier neben den technischen Vorrichtungen und Informationshinweisen in den Produktbroschüren auch in vielen zeitintensiven Spielen Warnhinweise aufgenommen, die beispielsweise eine Pause empfehlen. (pte/red)

Suchmaschine „Cuil“ setzt auf Content-Analyse

Das kalifornische Start-up Cuil http://www.cuil.com hat heute, Montag, seine gleichnamige Suchmaschine vorgestellt und den etablierten Suchangeboten den Kampf angesagt. Über 120 Mrd. Webseiten erfasst Cuil dem Unternehmen zufolge und habe damit den mit Abstand größten Index auf dem Suchmarkt. „Außerdem präsentiert Cuil den Suchenden Content-basierte Ergebnisse und nicht nur populäre“, betont Cuil-CEO Tom Costello. Mit diesem Zugang will sich das von ehemaligen IBM- und Google-Mitarbeitern gegründete Unternehmen von der Konkurrenz abheben und Nutzern den Zugang zu für sie relevanten Ergebnissen erleichtern.

Statt auf Linkanalyse und Rankings setzt Cuil auf eine genauere Analyse des Inhalts von Webseiten. Die Popularität einer Webseite sei nicht primär ausschlaggebend für die Reihung der Ergebnisse, so das Unternehmen. Stattdessen werde der Kontext von Seiten in Bezug zu Suchanfragen gesetzt, um die Ausgabe der Suchergebnisse zu organisieren. Zur Präsentation der Ergebnisse setzt Cuil statt auf eine Linkliste auf ein Magazin-artiges Layout mit längeren Exzerpten aus Webseiten, die in vielen Fällen um Bilder ergänzt werden. Weiters werden – speziell bei eher breit gefassten Anfragen – Ergebnisse in Kategorien zusammengefasst und auch Vorschläge zur weiteren Eingrenzung der Suchparameter gemacht. Ein weiterer Faktor, in dem sich Cuil der Konkurrenz überlegen sieht, ist die Zahl der indizierten Webseiten. 120 Mrd. Seiten seien mehr als dreimal so viel wie bei irgendeiner anderen Suchmaschine.

„Durch Nutzen unserer Expertise in den Bereichen Sucharchitektur und Relevanz-Methoden haben wir eine effizientere, doch reichhaltigere Suchmaschine vom Grund auf neu gestaltet“, meint Anna Patterson, Präsidentin und COO von Cuil. Ebenso wie ihr Kollege Russell Power kann sie auf Erfahrung mit der Suchentwicklung bei Google zurückblicken, während Costello bei IBM in diesem Bereich tätig war. Zum Start hat ihr Produkt zwar kleine Fehler, beispielsweise gibt Cuil „The New York Times“ noch vor der offiziellen Webseite der Stadt als relevantestes Suchergebnis zur Anfrage „New York“ aus. Allerdings betont der amerikanische Suchmaschinen-Experte Danny Sullivan auf Search Engine Land http://searchengineland.com, dass Cuil sich besser mache als viele andere Suchmaschinen-Start-ups direkt zu ihrem Launch.

Konkurrenz für Cuil könnte von Powerset kommen, das im Mai dieses Jahres als erstes Produkt eine semantische Suche in Wikipedia vorgestellt hatte (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080513029). Das Konzept soll in weiterer Folge breiter umgesetzt werden. Die Anfang Juli angekündigte Übernahme durch Microsoft könnte das sogar erleichtern, glaubt Mark Johnson, Product Manager bei Powerset. Powerset habe nun die Möglichkeit, auf die Ressourcen von Microsofts Live-Search-Team zuzugreifen. (pte/red)

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