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Monthly Archives: September 2008

EXKLUSIV: So dusselig sind Österreichs Kriminalisten

Über drei Jahre hinweg hat Xlarge die Arbeit hiesiger Kriminalisten am Beispiel des Landeskriminalamts Tirol beobachtet. Das Ergebnis stellt den Beamten kein gutes Zeugnis aus, ganz im Gegenteil, gelegte Spuren haben die Polizei gezielt auf falsche Fährten geführt. So darf es nicht verwundern, wenn im Fall Kampusch bis heute viele Fragen offen bleiben.

Personensuche mit Interpol in Kanada, unerklärliche Schriftstücke, schweigsame Verdächtige, das sind die Fakten, mit denen Xlarge das Landeskriminalamt Tirol vor unlösbare Aufgaben stellen konnte. Die Ergebnisse der Testreihe sind erschütternd und simpel zugleich. Anstatt verwertbare Ergebnisse der Staatsanwaltschaft Innsbruck zuzuführen, sinnten ermittelnde Beamte plötzlich Rache.

Rache, die manch Unschuldigen treffen kann, wenn da nicht Kommissar Zufall wäre. Xlarge wollte es genau wissen. Dass Kriminalisten sogar über eine fiktive Familie im Internet stolpern, war allerdings nicht absehbar, ganz im Gegenteil. Um nicht in Vorhalt getäuschter Verbrechen zu enden, sollte anhand weniger Fälle die Arbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht näher beleuchtet werden. Schließlich üben Täter immer wieder Kritik am Unwesen der Strafermittlungsbehörden.

Alles Begann vor etwa fünf Jahren in einem EDV Dienstleistungsunternehmen, dessen Tätigkeit nach über acht Jahren eingestellt werden sollte. Vor Eifer strotzende Mitarbeiter, die ansonsten wenig zum Erfolg ihres Arbeitgebers beitrugen, schlossen kurz um einen Pakt mit der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Im geselligen Beisammensein, Charaktere wie Staatsanwältin Getraud Pfeiffenberger, eine betagte Persönlichkeit, Daten Mogul Herold und jener Mitarbeiterstab, der sich die Liquidation des Arbeitgebers auf die eigene Brust tätowierte.

Eigentlich, so sollte man meinen, passiere alles mit rechten Dingen, wären nicht zahlreiche Vorwürfe gegen Gertraud Pfeiffenberger bekannt, die seit geraumer Zeit ein angestrengtes Ermittlungsverfahren über sich ergehen lassen muss. Die Rollen sind schließlich schnell verteilt:

Die Anklägerin Gertraud Pfeiffenberger

Blond, rassig, unwiderstehlich mit einem Schreibblock der Telekom Austria ausgestattet, betritt das Ebenbild für Geschlechtermigration den Gerichtssaal. Ihr Gegenüber der Angeklagte und sein Anwalt, vor dem Saal in den Startlöchern scharrend, die erlesene Schar an wohlwollenden Angestellten – unter ihnen die Betagte – sie sollte später eine besondere Rolle übernehmen.

Der Daten Mogul

Einst auf Kundenfang, will der Geprellte plötzlich von eilig einberufenen Verkaufsgesprächen nichts mehr wissen, die von guter Provision getriebenen Außendienstmitarbeiter waren nie Gegendstand des Verfahrens, dennoch, vor dem Einzelrichter stand fest: Hier geschah Unrecht, das Büße bedürfe. Der Schaden Euro 16.000,00 für verhallte Verkaufsinserate.

Das betagte Schreibbüro

Die Betagte trat schnell auf den Plan, sollte sie die Unterschlagungsqualitäten des Angeklagten bestätigen. Schließlich, von den eigenen Kräften verlassen, blickt das Opfer im Saale nach rechts, zur Anklage Armada. Der Richter sichtlich ungeduldig abwartend „Haben Sie gesehen, dass der Angeklagte den Gegenstand im Internet wohlfeil anbot?“ Die Betagte selbst war ihrer eigenen Betrügereien nicht erhaben. Das sie dem Angeklagten über Euro 1000,00 schulden könnte, war für das Protokoll keineswegs von Bedeutung.

Die Anklage Armada

Schließlich ergreift der Armada Führer das Wort und präzisiert auf ein Neues seine eigenen Beweismittel. Ihm zur Seite steht die Arbeitsagentur, einst als Vermittler zwischen Angestellten und EDV Dienstleistungsunternehmen verantwortlich.

Zwei Jahre später greift das Landeskriminalamt erstmals in seine Trickkiste, beschlagnahmt sämtliche EDV des einstigen Unternehmers, ohne Erfolg. Schließlich streuen Mitarbeiter der Interpol aus, um seine Fährten nach Kanada zu prüfen, ein Land, das dem Unternehmer ausschließlich von Erzählungen bekannt ist. Dem nicht genug soll der Bösewicht die Entführung mehrerer Kinder beabsichtigt haben, sogar Kinder pornografisches Material sei im Spiel. Der Erfinderreichtum des Landeskriminalamtes entwickelt neue Perspektiven. Nach acht Monaten Kampf geht die beschlagnahmte EDV an den Verdächtigen zurück.

Das Sittenbild des Verdächtigen bestätigen weder gewaltsame Potentiale noch betrügerische Prägungen, weshalb die Gerichte erneut in ihrem Urteil scheitern. Unumstritten bleibt das Handwerkszeug der Strafermittlungsbehörden hinterfragend im Akt, der zwischenzeitlich tausende Seiten füllt, ohne je handfeste Verdachtsmomente gegen den Verdächtigen aufbringen zu können.

Der Fall des EDV Dienstleistungsunternehmen, das bereits vor Jahren vom Eigentümer selbst verkauft wurde, ist Garant für polizeilichen Leichtsinn, eifrige Staatsanwälte und ohnmächtige Richter, die aus Zeitmangel im Stundentakt ihr Urteil fällen müssen. Freispruch, oder nicht, die Tragödie Mensch bleibt auf der Strecke.

Walter Pupp, Leiter des Landeskriminalamts Tirol, war im Übrigen bis heute zu keiner Stellungnahme bereit. Dass seine Mitarbeiter, unter ihnen Matthäus Auer und Karl-Heinz Huber, Beweismittel löschen, nimmt der Beamte stillschweigend hin.

Hutchison 3G Austria „Drei“ kämpft nach wie vor mit Skypephone

Die Chinesen will nicht jeder, aber ein Skypephone – Wer will nicht gratis mit dem Gegenüber telefonieren. Mobilfunkter Drei macht das möglich, wenn da nicht seine Server wären, die schon längere Zeit mit technischen Gebrechen glänzen. Mitte September war es wieder soweit, als rund eine Woche lang nichts mehr ging. Drei-Kunden mit Skype tauglichen Handy waren im Redefluss buchstäblich außer Gefecht gesetzt.

Hutchison 3G Austria nutzt die breitbandige 3G-Technologie mit Übertragungsraten von bis zu 7,2 Mbit/s – Leistungsstärke die urbane Voraussetzungen verlangt. Wer beispielsweise am Land mit Highspeed surfen möchte, telefonieren über Skype sein Eigen nennen will, oder schlichtweg den TV-Genuss am Handy nicht missen möchte, sollte vom nächsten Sendemasten nicht weit entfernt sein. In der Regel bemühen die Anbieter ihre Netzplaner im Dreieck Prinzip, dh. ein Versorgungsgebiet wird mit drei Sendemasten ausgestattet, das wiederum in sich geschlossen ein geografisches Dreieck bildet.

Nicht so die Strategen von Drei. Sie modifizieren nach wie vor ihr eigenes Netzwerk nach chinesischen Mustern, während ihre Kunden teilweise auf ein nationales Roaming via mobilkom Austria als Partner angewiesen sind. Natürlich birgt der alte Telekom Riese Qualität vom Feinsten, dennoch, Verbindungsabbruch und Ausfall der Breitbandangebote bleiben nicht aus.

Nun musste sogar am hauseigenen Skype Server geschraubt werden, der in seiner Gateway Funktion das Dreinetz mit den Skypediensten verbindet. Schon mehrfach waren die Kommunikationsleitungen zusammengebrochen, wie Drei Sprecherin Maritheres Paul gegenüber Xlarge bestätigt. Seit dem vergangenen Wochenende scheint Hutchison 3G Austria das Problem in den Griff zu bekommen. Wer noch immer über Anmeldeprobleme klagt, kann den folgenden Xlarge Tipp anwenden: Zuerst muss im Skype Client ein neues Benutzerkonto aktiviert werden. Im Anschluss meldet man den neuen Benutzer ab und loggt mit den alten Zugangsdaten ein – fertig. Beim 3-Skypephone empfielt der Mobilfunker unter Menü > Browser > Einstellungen sowohl den Cookie als auch Cache Speicher zu leeren, um anschließend das Handy neu zu starten.

Kopisten die koalieren

Die Nationalratswahlen 2008 sind bereits Geschichte. Am 6. Oktober wird Bundespräsident Heinz Fischer den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. SPÖ Anchorman Faymann hat sein Ziel, knapp aber doch, erreicht, und will nun Bundeskanzler werden. Wieder einmal chauffiert das sozialdemokratische Lager einen Gnadenakt. Gusenbauer, Klima & Co., sie alle haben die Wiederwahl nicht erlebt. Jetzt aber machen Kopisten aufmerksam, die ausländische Medienmeute spricht vom radikalen Rechtsruck, der amtierende Landeshauptmann Kärntens, Jörg Haider, von neuen Chancen. Schließlich überragen die Kopisten das Original, sie selbst wollen koalieren, Faymann auch, aber nicht mit dem Original und seinen Kopisten. Schade, denn eigentlich wollen 4,5 Millionen WählerInnen bestimmt nicht das eine, eine neue große Koalition.

Elektroindustrie protestiert: Energiesparlampen fallen bei Öko-Test durch

Energiesparlampen sind weniger sparsam als versprochen und schonen sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt nicht in dem Ausmaß, wie vonseiten der Hersteller kommuniziert. Zu diesem vernichtenden Ergebnis kommt die Zeitschrift Öko-Test http://www.oekotest.de beim Vergleich verschiedener Exemplare mit herkömmlichen Glühbirnen. Zwar würden die Lampen tatsächlich Strom sparen, „aber nicht 80 Prozent gegenüber der Glühbirne, wie es üblicherweise kommuniziert wird.“ Derartige Berechnungen würden die geringere Helligkeit von Sparlampen nicht berücksichtigen. Elektrisch stärkere Wechselfelder als bei Glühbirnen und höhere Frequenzen als Folge der elektronischen Vorschaltgeräte würden die Energiesparlampe zu einer „erheblich schlechteren, verzerrten und schmutzigen Lichtquelle machen.“ Zudem sei sie aufgrund ihres Quecksilbergehaltes Sondermüll, schreibt Öko-Test.

Das Ergebnis stößt bei der Elektronikindustrie auf massive Kritik: Die Untersuchungsmethoden des Energiesparlampen-Tests seien unzureichend. Darüber hinaus sei es verantwortungslos, den Verbrauchern vom Kauf von Energiesparlampen als Ersatz für Glühlampen abzuraten. „Energiesparlampen bleiben nicht hinter den Erwartungen zurück, bedürfen aber sauberer Messungen“, meint Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) http://www.zvei.org, im Gespräch mit pressetext. Öko-Test zufolge könne das Testergebnis jedoch nicht überzeugen. Keines der untersuchten Modelle habe eine bessere Note als „befriedigend“ verdient.

Für viele Anwendungsfälle seien Energiesparlampen nicht geeignet. Abseits von technischen Unzulänglichkeiten kritisiert Öko-Test gesundheitliche Risiken, die man bei der Anwendung eingehe. „Es stellt sich die berechtigte Frage, ob die Klimaschutzziele nicht mit anderen Mitteln besser und weniger risikoreich zu erreichen sind“, heißt es in dem Testresultat. Öko-Test hat 16 verschiedene warmweiße Energiesparlampen nach den Kriterien Helligkeit, Lichtqualität, Haltbarkeit, Energieeffizienz, Elektrosmog und Material untersucht. Das enttäuschende Ergebnis spart bei keinem der Punkte an Kritik: Nur vier Modelle könnten es in punkto Helligkeit mit einer 60-Watt-Glühbirne aufnehmen, wegen der schlechten Lichtqualität seien Energiesparlampen ein biologischer Risikofaktor und die Haltbarkeit sei trotz höherer Angaben nicht zufriedenstellend.

„Energiesparlampen sind selbst nach den Öko-Test-Ergebnissen die durchgängig bessere Lösung und damit eindeutig eine ökologisch sinnvolle Alternative zu Glühlampen“, entgegnet Waldorf. Der Experte weist darauf hin, dass es beim Vergleich von Leuchtmitteln normierte Verfahren gebe, um etwa die Lichtstärke zu messen. „Öko-Test hat den Lichtstrom auf einer Fläche gemessen“, kritisiert Waldorf. Die Geometrie der Energiesparlampe nehme jedoch Einfluss auf den Lichteinfall auf die Fläche, besonders wenn die Leuchte nicht für die Lampe gebaut sei. „Wir denken, dass die von uns angewendeten Methoden in keinem Fall unzureichend sind. Diese müssen auch gerichtlich standhalten und werden streng geprüft“, sagt Gabriele Achstetter, Öko-Test-Redakteurin im Bereich Bauen und Wohnen, auf Anfrage von pressetext.

„Auf dem Markt werden Billiglösungen angeboten, die auch der ZVEI nicht gutheißen kann. Dem Verbraucher ist zu empfehlen, beim Kauf auf etablierte Marken zu setzen und zur Information vorzugsweise die Testergebnisse von Stiftung Warentest heranzuziehen“, erklärt Waldorf. Darin sei jede dritte untersuchte Lampe mit „gut“ bewertet worden. „Stiftung Warentest kommt nicht auf sehr viel bessere Ergebnisse als wir. Wenn Lampen in unserem Gesamtresultat schlechter abschneiden als bei Stiftung Warentest, liegt dies an weiteren Parametern, die zur Untersuchung herangezogen wurden“, schließt Achstetter. (pte/red)

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