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Monthly Archives: August 2009

„Familien im Brennpunkt“ & „Kinder, Kinder – Hilfe! Jugendamt“ bei RTL & XlargE-TV

familienbrennpunktDer Herbst beginnt bei den deutschsprachigen Privaten bereits am 31. August mit neuen Doku-Soap Spin-Offs. Während der Kölner Privatsender RTL werktags am Nachmittag ab 14 Uhr auf Familien in schwierigen Zeiten setzt, verfolgt das neue XlargE-TV Format in Österreich fragwürdige Fälle von Fremdunterbringung durch Jugendämter und Justiz.

In einem ersten Testlauf Ende März 2009 konnte RTL mit „Familien im Brennpunkt“ aus dem Stand heraus rund 18,7 Prozent bei seinen jungen Zusehern – der 14-49 Jährigen – Marktanteil einfahren. Und „Familien im Brennpunkt“ verspricht Vielschichtigkeit: Scheidungen, Sorgerechtsstreitigkeiten, Probleme rund um die Anerkennung der Vaterschaft. Oftmals sind es Konflikte mit Ämtern und Behörden unter deutschen Dächern, die Anwälte und Familiengerichte beschäftigen. Denn was mit der Unterschrift der Heiratsurkunde oder der Geburt eines gemeinsamen Kindes beginnt, wird für viele Partner im Laufe der Zeit zu einer schwierigen Herausforderung. Die 45-minütigen Folgen begleiten im Stil einer Doku ein besonderes Familienschicksal bis zum Urteil, das als letzte Instanz den Weg vorgibt, wie Eltern und Kinder ihr Leben zukünftig zu meistern haben.

Klar zur Sache geht XlargE-TV in seiner ersten Eigenproduktion „Kinder, Kinder – Hilfe! Jugendamt“, die voraussichtlich im Spätherbst On-Air gehen dürfte. Moderator Mathias Fluck begleitet Mütter und Väter im Kampf ums Kind, wenn Behörden ungerechtfertigt zuschlagen, und Gerichte sie dabei unterstützen wollen. Teils offen, teils mit versteckter Kamera blickt Mathias Fluck hinter die Kulissen von Amtsstuben und Richterzimmer, hinterfragt hartnäckig trotz Datenschutz.

Immer mehr Kinder nimmt die österreichische Jugendwohlfahrt aus ihren Familien. Laut Experten eine einschneidende Maßnahme mit Folge, denn die betroffenen Kinder erleiden dadurch ein unheilbares Trauma. Nicht selten entscheiden die Verantwortlichen vorschnell, selbst die gesetzliche Vorgabe, dass die Entscheidung dem Gericht zur Genehmigung vorgelegt werden muss, verweigern Mitarbeiter der Jugendämter, das wiederum in der Vergangenheit unzählige Beschwerden der Volksanwaltschaft zur Folge hatte.

Betroffene können sich nach wie vor bei Whats-Up-TV Europe per Email unter redaktion@whats-up.tv bewerben.

ORF-General sieht Versäumnisse der APA bei Freien

apa_vyslozil_kropschDer Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks (ORF), Alexander Wrabetz, sieht Versäumnisse der Austria Presse Agentur (APA) rund um die Beschäftigung freier Mitarbeiter. Im Gegensatz zur APA habe der ORF bereits 2003 dafür gesorgt, dass von ehemals 1.800 dauerhaft Freien rund 1.200 angestellt wurden. Hätte er als ORF-Finanzvorstand damals nicht rechtzeitig reagiert, wäre der ORF mit der Klage durch die Betroffenen schon insolvent gewesen, so Wrabetz in einem Zeitungsinterview http://derstandard.at/fs/1250690962453/ am vergangenen Wochenende. Der ORF ist mit rund 45 Prozent größter Genossenschafter der APA.

Wrabetz sagte gegenüber „Der Standard“, das Problem sei vorhersehbar gewesen. „Das war ja alles (Anm: von der Gewerkschaft) angekündigt“. Für den ORF „war es notwendig, diese Altlast zu lösen, die uns die Menschen aus der Monopolverwaltung hinterlassen haben“. Wrabetz weiter: „Der ORF hätte sicher um 200 Mio. Euro für eine Sammelklage auf die alten Dienstverträge … rückstellen müssen. … Wenn schon alle Probleme, die ein Unternehmen haben kann, gleichzeitig kommen, dann haben wir wenigstens dieses eine schon gelöst.“

Die APA hatte seit Anfang der 90er-Jahre rund die Hälfte ihrer 200 redaktionellen Mitarbeiter in sogenannten freien Dienstverhältnissen beschäftigt und damit Staat, Sozialversicherung und Mitarbeiter um horrende Summen in Millionenhöhe http://pressetext.at/news/090625015/ gebracht. Trotz wiederholter Kritik der Gewerkschaft an den „rechtswidrigen Zuständen“ http://pressetext.at/news/090625015/ wurde diese Politik nicht abgestellt. Erst nach einer Prüfung durch die Krankenkasse im Frühjahr 2009 hat die APA die Anstellung von freien Mitarbeitern beschlossen.

Laut Gewerkschaft verhandeln derzeit APA-Betriebsrat und APA-Geschäftsführung über eine Lösung für alle Redaktionsmitarbeiter. „Solange die Gespräche andauern, werde man mit rechtlichen Schritten zuwarten“, hieß es am Dienstag seitens der Journalistengewerkschaft. (pte/red)

IPhone Mythen: Studie räumt radikal mit Irrtümer um Apple Handy auf

iphone_3gsEine kürzlich veröffentlichte Studie des dänischen Beratungsunternehmens Strand Consult http://www.strandconsult.dk widerlegt einige Mythen, die in der Telekom-Branche um das iPhone kursieren. Beispielsweise widersprechen die Autoren anhand mehrerer Marktstatistiken der These, wonach das Apple-Gerät neue Kunden für Mobilfunkprovidern geradezu magnetisch anziehe oder eine wesentliche Triebfeder für den Ausbau des Marktanteils eines Anbieters sei. Viel mehr sei es so, dass das Smartphone besonders bei bestehenden Kunden stark nachgefragt werde. „Gemäß unserer Untersuchung hat kein einziger Mobilfunkanbieter seinen Marktanteil, seine Gewinn oder Einnahmen durch die Einführung des iPhones steigern können“, berichtet die Firma.

Der dänische Report widerspricht auch der verbreiteten Annahme, wonach das iPhone das weltweite Transfervolumen bei Mobilfunkdaten erheblich erhöht habe bzw. Nutzer überhaupt erst durch das iPhone auf den Geschmack der mobilen Breitbandnutzung gekommen seien. „Tatsache ist, wenn man sich den globalen mobilen Breitband-Traffic ansieht, nimmt das iPhone nur einen marginalen Anteil daran ein“, stellen die Autoren fest. Laut Zahlen der Mobilfunk-Organisation GSMA http://www.gsmworld.com hat die Zahl der HSDPA-Zugänge weltweit kürzlich die 150-Mio.-Marke überschritten und wird auch künftig noch rapide ansteigen. Allerdings übertreffen die pro Quartal verkauften HSDPA-Anschlüsse die Anzahl der seit der Einführung verkauften iPhones (etwa 26 Mio. Stück weltweit) um ein Vielfaches. Darüber hinaus nehme Apple nur einen sehr geringen Anteil am Weltmarkt für mobile Services, der vom Mobile Entertainment Forum 2008 auf insgesamt 8,6 Mrd. Dollar geschätzt wurde, von zirka 150 Mio. Dollar ein. In Zusammenhang damit räumen die Dänen auch mit gängigen Mythen um den App-Store auf. „Wir finden, dass dieses Konzept sehr spannend ist und einen dynamischen Markt erzeugen kann. Aber es ist nicht neu und nimmt derzeit nur einen geringen Anteil an den weltweit verkauften mobilen Services ein“, so die Verfasser.

Mobilfunkprovider wenden überdies jede Menge an Marketing- und PR-Geldern auf, um iPhone-Verträge an den Mann zu bringen. Der Report berichtet, dass die SAC (Subscriber Acquisition Cost), also die Kosten, die zur Gewinnung eines Neukunden nötig sind, bei vielen Anbietern sehr hoch seien. Als Beispiel wird T-Mobile in Deutschland angeführt, das für einen iPhone-Neukunden 317 Euro aufwenden muss und dafür „nur“ 77 Euro ARPU (Average Revenue per User) erhält. Im Vergleich zu anderen Mobilfunkkunden ist dies aber trotzdem ein außerordentlicher Wert. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass viele Operator hohe Akquisitionskosten in Kauf nehmen, um das iPhone anbieten zu können. Der Wettbewerb in diesem Bereich wird weiter ansteigen. Sowohl der Gerätepreis als auch die Gebühren für mobilen Traffic werden die wichtigsten Parameter sein, um reüssieren zu können“, schlussfolgert der Report.

Alexander von Schmettow, Pressesprecher für das iPhone bei der Deutschen Telekom, möchte die kolportierten Zahlen von Strand Consult nicht kommentieren und glaubt auch nicht, dass sie von offizieller Seite kommuniziert wurden, sondern eher Schätzungen sind. Abseits davon sei man mit dem Erfolg des iPhones bei T-Mobile jedenfalls sehr zufrieden: „Das Gerät passt perfekt zu unserer Strategie und hat im Bereich mobiler Datenkommunikation Maßstäbe gesetzt.“ Von Schmettow berichtet, dass ein iPhone-Nutzer bei T-Mobile das 60-fache an Datenverkehr in Anspruch nehme als der durchschnittliche Nutzer von mobiler Datenkommunikation.

Den Erfolg des iPhones führen die Autoren der dänischen Studie vor allem auf zwei Faktoren zurück: Zum einen der kontinuierliche Eintritt in neue Märkte und zum anderen die zeitnah beieinander liegende Veröffentlichung von neuen Versionen wie dem 2G, dem 3G und dem 3GS. Von Schmettow stimmt zu, dass die kurzen Abstände zwischen den Updates zum Erfolg beigetragen haben, aber nicht ausschließlich. Die nutzerfreundliche Bedienung sowie der umfangreiche App-Store seien ebenfalls als zentrale Erfolgsfaktoren zu nennen. Abschließend stellt der Pressesprecher fest: „Die gesamte Mobilfunkbranche misst sich nach wie vor an einem Gerät. Das iPhone ist die Benchmark.“ (pte/red)

Zu viel Sport macht abhängig – Entzugserscheinungen gleich wie bei Rauschgift

sportschuheWenn Sport im Übermaß betrieben wird, kann dies zu körperlicher Abhängigkeit führen. Das berichten Forscher der Tufts University http://www.tufts.edu in der Zeitschrift Behavioral Neuroscience. Sie konnten bei übertrainierten Ratten auf einfache Weise Entzugserscheinungen hervorrufen, die vom Rauschgift-Entzug bekannt sind. „Übermäßiges Laufen hat Ähnlichkeiten mit der Drogeneinnahme“, so die Forscher. Ausnutzen könne man dies, indem das positive Gefühl des Sports in die Therapie von Suchtkranken integriert werde.

Im Experiment beobachteten die Wissenschaftler 80 Ratten für mehrere Wochen. Man ermöglichte den Tieren während dieser Zeit, sich in einem Laufrad auszutoben, und gliederte sie nach dem Grad ihrer Aktivität in Gruppen. Abschließend verabreichte man ihnen entsprechend ihrem Körpergewicht eine Dosis des Medikaments Naloxon, das man bei Opiat-Überdosis zum Hervorrufen sofortiger Entzugserscheinungen einsetzt. Während faule Ratten kaum reagierten, zeigten die sportlichen typische Entzugserscheinungen wie Zittern, Krümmen oder Zähneklappern. Am stärksten war dieser Effekt bei den Tieren, die ihr Laufrad am häufigsten betätigt hatten. Die Studienautoren gehen davon aus, dass hier dieselben Prozesse im Belohnungssystem des Gehirns abliefen wie bei drogenabhängigen Ratten.

Vor einer Verwässerung des Suchtbegriffs durch Gleichstellungen mit Alkohol- oder Drogensucht warnt Volker Weissinger, Geschäftsführer des Fachverbandes Sucht e.V. http://sucht.de, gegenüber pressetext. „Viele Verhaltensformen wie etwa Arbeit, Putzen, Musik oder eben Sport müssten dann als Sucht bezeichnet werden, wenn sie im Übermaß betrieben werden. Eine Abgrenzung von ’normalem‘ Verhalten ist hier aber schwierig, zumal Höchstleistungen doch mitunter – gerade im sportlichen und kulturellen Bereich – gesellschaftlich anerkannt sind.“ Entscheidend für die Frage, ob eine Abhängigkeit vorliegt, sei wieweit das eigene Verhalten kontrolliert werden kann oder nicht. Kritisch sieht Weissinger die Situation zudem dann, wenn etwa beim Trinken die Toleranzgrenze steigt oder Sozialkontakte unter der exzessiven Ausübung eines Verhaltens langfristig leiden.

Im Speziellen suchten die Forscher auch nach Hinweisen für die Essstörung bei Sportlern, der sogenannten „Anorexica Athletica“. Menschen, die an dieser Störung leiden, betreiben exzessiv Sport, um somit einen Abmagerungseffekt durch fehlende Essenseinnahme noch zu steigern. Sowohl aktive als auch faule Ratten untergliederte man dazu weiters in Gruppen, die nur zu einer Tageszeit Futter bekamen, während die anderen während des gesamten Tagesverlaufs fressen konnten. Der beabsichtigte Gewichtsverlust trat auch bei den fastenden Tieren ein. Bei der Naloxon-Probe zeigte sich, dass die Tiere, die nur einmal am Tag Futter bekamen und zugleich am meisten liefen, die insgesamt stärksten Entzugserscheinungen entwickelten. „In Verbindung mit anderen psychischen Störungen steht exzessiv ausgeübter Sport unter einem ganz anderen Licht“, betont auch Weissinger.

Grundsätzlich sieht der Suchtexperte das Glückserlebnis, das die Aussendung von Endorphinen im Gehirn auch beim mäßig betriebenen Sport auslösen kann, positiv. „Der Mensch strebt nach Glücksmomenten, die ihn aus dem Alltag herausheben. Sport ist eine grundsätzlich gesunde Form, um dies zu erreichen, da er das körperliche Wohlgefühl und die Leistungsfähigkeit fördert.“ Die von den amerikanischen Studienautoren vorgeschlagene Einbeziehung des Sports in Entwöhnungsprogramme gibt es in der Praxis bereits. „Multimodal ausgerichtete Behandlungsprogramme beinhalten etwa neben Psychotherapie, Ergotherapie, arbeitsbezogenen Leistungen auch Sport und Bewegung. Viele Suchtkranke haben ihren Körper über längere Zeit vernachlässigt und profitieren von solchen Maßnahmen“, so Weissinger. (pte/red)

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