Kärntner Sorgenkind: Weitere 8 Monate Haft für Rene

Rene ist 15 Jahre alt und er ist lieber im Gefängnis als im Heim. Das Jugendamt hat sich bereits jeden Zahn an diesem Fall ausgebissen. Nicht einmal eine erlebnispädagogische Maßnahme in Italien und Deutschland haben gefruchtet. Die verantwortliche SPÖ Amtsmandatarin Christine Gaschler-Andreasch ist mit ihrem Latein am Ende, denn die unzähligen Investitionen an Steuergeldern blieben erfolglos. Sogar in der geschlossenen Kinderpsychiatrie von Klagenfurt hielt es Rene keine Woche aus und türmte.

Jetzt stand der jugendliche Kriminelle erneut vor Gericht. Bereits vier Vorstrafen zählt der Sonderschüler und auf Antrag des Verteidigers fand die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Lediglich die Urteilsverkündigung wurde öffentlich gesprochen und wie der Richter verkündigt »Ist jetzt Schluss mit lustig«

Schon unzählige Male macht der Bursche von sich reden, wird in ein Heim nach Italien verfrachtet. Dort bedroht er die Betreuer und fliegt raus. Als nächstes versucht sich die Kärntner Jugendwohlfahrt in einem deutschen Erziehungslager, aber auch da wehrt die Ruhe nicht lange und flugs ist Rene wieder in Klagenfurt bei seinem Vater.

Mit der Erziehung seines Sohnes überfordert, kann auch der Vater keine Wunder vollbringen. So landet Rene erneut auf der Straße, plündert den Opferstock in einer Kirche und räumt seelenruhig Wohnungen aus, nachdem er Mitte Dezember aus der Haft entlassen wird.

Für den Kinder- und Jugendpsychologen sind ausländische Erziehungsmaßnahmen keine Lösung des Problems. Der gebürtige Tiroler betreut zwar in Schweden selbst schwererziehbare Kinder und Jugendliche aus dem EU Ausland, im Gegensatz zu Heimen und Erziehungslagern, allerdings auf Basis einer klinischen Betreuung »Im Zentrum unserer Arbeit steht das Kind und seine Eltern. Grundsätzlich bemühen wir uns für ein intensives Eltern-Kind Therapieprogramm. Nur so können die Ursachen beseitigt und die gegenwärtigen Probleme bewältigt werden« spricht der Experte aus der Praxis und legt noch nach »Das Kind alleine irgendwohin ins Ausland zu schicken bringt überhaupt nix. Abgesehen von den exorbitanten Kosten sind die Expertisen klar – so etwas ist zum Scheitern verurteilt«

Diese Meinung teilt auch das Jugendamt der Stadt Wien »Wir halten nichts von diesen pädagogischen Maßnahmen im Ausland. Aus Angst unterwerfen sich die Jugendlichen für die Zeit der Maßnahme und zu Hause angekommen, pflegen sie ihre alten Verhaltensmuster«

Rene ist kein Einzeltäter und die Familie durchaus vorbelastet, denn auch sein vorbestrafter Bruder (16) mischt gerne mit. Unter anderem montierten die Kids ein gestohlenes Kennzeichen auf ein Auto und fuhren gemeinsam mit einem bisher unbescholtenen 14 jährigen herum.

Nun muss das Brüderpaar hinter Gitter – 8 Monate – wobei bisher zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafen angerechnet wurden. Der dritte Jugendliche bekam zwei Monate bedingt. Alle drei Angeklagten nahmen die Urteile an, diese sind noch nicht rechtskräftig.

Weder Kärntens Soziallandesrätin Gaby Schaunig (SPÖ) noch die Leiterin der Kärntner Jugendwohlfahrt Christine Gaschler-Andreasch (SPÖ) waren für eine Stellungnahme telefonisch erreichbar.

Unterdessen will Wegensheit sein Angebot auch auf Österreich ausweiten »Gemeinsam mit einem österreichischen Versicherer wollen wir Eltern die Möglichkeit bieten, dass ihre verhaltensauffälligen Kinder professionelle Hilfe bekommen. Derzeit prüfen wir neben der Schweiz einen weiteren Standort in Österreich«

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