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GESUND: Die Abspeck Tour mit unserem Pfeifhofer

Mit »Super Size Me« katapultiert der US-Filmemacher Morgan Spurlock ein pikantes Thema in die Kinos und somit auch in die Medien. Dreißig Tage lang ernährte sich der New Yorker ausschließlich von McDonald’s Produkten. Damit sollte auf die verheerenden Auswirkungen von Fast Food hingewiesen werden. Akribisch führen Spurlocks Ärzte Buch. Zu einem Prozess gegen Spurlock ließ sich die ansonsten als klagefreudig geltende Buletten-Firma dennoch nicht hinreißen. Stattdessen nahm man die „Supersize“ Option vor dem US-Start des Films aus dem Angebot und begründete die Entscheidung damit, dass dieses Vorhaben bereits vor einem Jahr geplant gewesen wäre.

Während man heute den Film als polemisch-amüsante Dokumentation klassifiziert, war noch vor wenigen Jahren auch McDonalds Ziel der Ernährungskritiker. So genannte Transfette in Burgern und Pommes sollten aufzeigen, dass die Menschheit an Fast Food zugrunde gehen könnte.

Besonders beim Frittieren setzen Fast Food Ketten auf Transfette, sozusagen künstlich gehärtete Pflanzenfette. Ein entscheidender Vorteil dieser Fette ist in Haltbarkeit und Aufbewahrung zu orten.

Doch Transfette verbergen auch entscheidende gesundheitliche Risikofaktoren: Fettleibigkeit, Verhaltensauffälligkeiten und chronische Entzündungen bei Erwachsenen. »Gerade Kinder und Jugendliche mit dem AD/HS (Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) müssen deshalb auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten« sagt der renommierte Kinder- und Jugendpsychologe Dr. Rolph Wegensheit.

In Summe nimmt ein Kind vom Frühstück bis zum Abendessen rund 6,42g Transfette am Tagauf, das 6fache vom zulässigen Höchstwert von 1,5g pro Tag. Die österreichische Ärztekammer fordert deshalb eine Senkung der erlaubten Menge sowie eine deutliche Kennzeichnung auf den Verpackungen, etwas, das es seit 2006 in den USA bereits verpflichtend gibt.

Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren gäbe es einfache laut den Experten aber auch Alternativen. Sie sogenannten Omega 3-Fette finden sich in jeder Sorte Fisch. Des Weiteren eignen sich kaltgepresste Omega 9 Fette (z.B. Oliven- oder Rapsöl) besonders gut zum Kochen und Braten. Kurz um, wer seinen Kindern und sich selbst etwas Gutes tun möchte, senkt den Konsum von Cholesterin fördernden Malzeiten, die schlussendlich zu einer Überdosis an Kohlenhydraten führen.

Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer, auch bekannt als der „pfundige“ Nordtiroler, misst derzeit 115kg auf der Waage. Wie die alternativen Ernährungstipps aus TV und Internet wirken, testet der Familienvater höchst persönlich »In jedem Fall sollte man jede „Hunger“-Diät vermeiden und vitaminreiche Nahrung zu sich nehmen. Ich verzichte seit meiner Ernährungsumstellung auf fettleibige Mahlzeiten und beginne bereits am Morgen mit Vollkorn Flakes und Magerjogurt. Mittags folgt ein Glas frisch gepresster Orangensaft, gedünstetes Gemüse und Gerichte mit Pute, Fisch oder Rindfleisch. Abends genieße ich dann noch eine Schüssel gemischtes Obst, zwei Scheiben Schwarzbrot mit Rettich und hi und da auch etwas Tofu«

Besonders adrett zeigt sich Pfeifhofer mit seinem neuesten Clou, dem frisch gemixten Frucht Shake »Wer es gerne erfrischend mag, kann sich am Nachmittag in einem Behältnis folgende Zutaten mixen: etwas Speiseeis, ein Magerjogurt und je nach Geschmack verschiedene Sorten Obst (verkleinert) – daraus lässt sich ein leckeres Mixgetränk kreieren, das nicht zuletzt die Magen-Darm Flora anregt«

In Österreich bringen bereits über 800.000 Menschen zuviel auf die Waage, alarmierende 41 Prozent der ÖsterreicherInnen sind übergewichtig. Obwohl Abspeck TV bei ATV und Pro7 boomt, florieren immer noch Süßes und Fettes in heimischen Haushalten. Besonders Kinder und Jugendliche leiden unter der Völlegesellschaft, wie Wegensheit weiß »Nicht selten spielen gar bei pubertierenden Kids Depressionen eine Rolle, wenn die Kilos in die Höhe schießen, anstatt zu purzeln. Mobbing in der Schule, Gelenksprobleme und Atemwegserkrankungen sind nur einige der alltäglichen Teenie Schocker. Was bleibt ist Aggressivität, gepaart mit Pubertät, eine tickende Zeitbombe in den Kinderzimmern. Natürlich reagiert auch das Gehirn, denn die sprichwörtliche Verkalkung ist nicht mehr weit entfernt und Verhaltensauffälligkeiten somit vorprogrammiert«

Gabrielle Steiner, Ernährungsberaterin und Familienpädagogin sieht aber auch in mangelnder Bewegung und falscher Haushaltsführung einen Grund des Übels »Mütter verweigern sich mehr und mehr der frischen Zubereitung von Mahlzeiten. Außerhalb der Schule betreiben die Kinder nur noch selten Sport, stattdessen verbringt man viel Zeit vor dem Fernseher und der Spielekonsole. Ich würde mir wünschen, wenn Familien wieder aktiv in die Natur starten würden. Egal ob schwimmen, Schifahren oder Wandern, es gäbe viele Möglichkeiten das alle in Bewegung bleiben«

Stephan Pfeifhofer konnte binnen zwei Monaten zwischenzeitlich rund 5kg abnehmen. Dennoch bleibt der Enthüllungsjournalist in seinem Optimismus vorsichtig »Nunja, zuerst verliert man jede Menge Wasser. Aber Sport und gesunde Ernährung hinterlassen Spuren. Sogar meine Kinder sind aktiv dabei, wenn wir vor Schulbeginn all morgendlich eine Runde joggen«

McDonald’s Österreich bietet stattdessen auf seiner Homepage eine Ernährungstabelle an und wirbt für gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und bewusste Lebensführung. Vielleicht ein Ansatz, dass unsere Kinder in Zukunft wieder frische Köstlichkeiten zwischen ihre Zähne bekommen.

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