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SPENDEN-MARATHON: Wie Medien zu Gunsten von SOS Kinderdorf falsch recherchieren

soshauspatenschaftDie aktuelle Diskussion um Absetzbarkeit von Spenden, erreicht naturgemäß auch hiesige Redaktionen. Treuherzig fängt die Kamera von ATV Aktuell ein kleines Mädchen ein. Schon 4 1/2 Jahre lebt das Kind im SOS Kinderdorf Hinterbrühl. Die Kinderdorfmutter klagt parallel ihr Leid, denn seit sie zwei weitere Kinder aufnahm, bleibt kein Geld für den Besuch eines Adventmarkt. Der Sprecher im Beitrag betont den Verbleib des Kindes bis zu seinem 18. Lebensjahr im SOS Kinderdorf, und bis dahin, werden die bisherigen Spendengelder wohl kaum reichen.

Immer weniger Österreicher spenden, nämlich nur noch 60 anstatt bisher 80 Prozent. Ein Rückgang, der nicht zuletzt den SOS Kinderdörfern zu schaffen macht. Spenden wollen berechtigt, wichtig und richtig sein. Weihnachtszeit ist Spendenzeit, also kein Wunder, wenn Hilfsorganisationen gerade jetzt das Doppelte einnehmen, als sonst. Was tun, wenn Hilfsorganisationen wie SOS Kinderdorf wichtige Fakten verschweigen, Redaktionen selten recherchieren, auf Drängen der Hilfsorganisationen schnell unrichtige Fakten vermitteln.

Die tägliche Diskussionsrunde Talk of Town auf Puls 4 widmet ihr Tagesthema hingegen jenem kleinen asiatischen Buben, der von seinen Eltern im Klinikum St. Pölten ausgesetzt wurde. In der Runde die Leiterin von SOS Kinderdorf Niederösterreich, die mit warmherzigen Beschreibungen ihrer Einrichtung nicht aufhören kann, bis ihr die Moderatorin ins Wort fällt, höflich auf die begrenzte Sendezeit verweist. Dennoch, einer von drei Anrufen ringt ins Studio durch – Fritz – aufgewachsen im SOS Kinderdorf Hinterbrühl, voller Lobeslieder für sein Nest.

Tagsatz, Familienbeihilfe, Kindergeld, Beträge, die nicht zuletzt von SOS Kinderdorf für sich beansprucht werden. Pro Kind bezahlt das Jugendamt monatlich rund 7.000,- Euro. Besonderer Bedarf wie Therapien werden gesondert in Rechnung gestellt. Transaktionen die weder im jährlichen Tätigkeitsbericht der Organisation, noch im konkreten ATV Aktuell Beitrag Erwähnung finden. Schlichtweg vergessen, die gesetzlichen Verpflichtungen der leiblichen Eltern jener Kinder, die beispielsweise in einem österreichischen SOS Kinderdorf leben. Sie müssen sämtliche Kosten, wie auch die Kinder selbst, innerhalb von drei Jahren ab Volljährigkeit des betroffenen Kindes erstatten, notfalls kommt der Gerichtsvollzieher.

»ARCHIVBOX«

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