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KNALL EFFEKT UM RED BULL WERBESPOT: Medienrebell Glöckel zeigt Hersteller & TV Sender an

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walteregongloeckelSeit mehr als 10 Jahren kritisiert Walter Egon Glöckel, einst Beamter der WEGA und verdeckter Ermittler im Bundesministerium für Inneres, Kuriositäten aus Österreich. Dabei haben es dem Familienvater nicht zuletzt Werbekampagnen und diffuse Hilfsorganisationen, wie das Niederösterreichische Hilfswerk, angetan. Letzteres prozessiert seit einigen Jahren gegen den Herausgeber des Onlinemagazin „Der Glöckel“, mehr und mehr erfolglos, wie Xlarge in der Vergangenheit berichtet hat.

Der Red-Bull Weihnachtswerbespot sei widerwärtig, meint Walter Egon Glöckel, der „mit Herabwürdigung religiöser Lehren“ und „Josef als Ochsen“ nichts angewinnen kann. „Am Montag habe ich der Staatsanwaltschaft Wien deshalb eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt“, teilt Glöckel auf Anfrage mit. „Nun muss geprüft werden, ob sowohl Red Bull, als auch die ausstrahlenden Sender Prosieben und RTL mit dem weihnachtlichen TV Spot den Straftatbestand nach § 188 StGB erfüllen“, erklärt dazu Gerhard Jarosch, von der Staatsanwaltschaft Wien.

Bereits in Polen, Italien, Kroatien und der Schweiz hat der Spot zu Protesten geführt. Kritisiert wird insbesondere die Reaktion der Gottesmutter Maria auf die Mitbringsel: „Red Bull, einen Stier?“, fragt sie, „ich habe doch schon einen Ochsen.“ Dabei wendet sie sich in zweideutiger Manier dem Heiligen Josef zu. Außerdem wird Maria darüber aufgeklärt, dass auch die Engel im Himmel nur von Red Bull ihre Flügel verliehen bekämen.

„Einen derartigen Werbespot, zielgerichtet zur Weihnachtszeit, selbst zu den Weihnachtsfeiertagen ausstrahlen zu lassen, ist eine Verspottung des bedeutendsten Festes der Christen aus minderen Beweggründen, nämlich, um durch aufgebrachte und erregte Gemüter kostenlos ‚Werbung‘ und Schlagzeilen zu erhalten. Dies ist aus meiner Sicht widerwärtig“, so Glöckel.

Immer wieder geraten Werbespots in die Schlagzeilen der Kritik. Zuletzt musste Apple in Großbritannien reagieren, nachdem Konsumentenschützer den IPhone TV Spot als irreführend bezeichneten. In Österreich waren die TV Spots von Telekom Austria mehrfach Grund zur Klage durch Mitbewerber. Für Xlarge Rechtsexperte Michael Kovalsky ein klarer Fall, der nicht nur gute Sitten betrifft „Jede Werbekampagne muss gesetzliche Bestimmungen erfüllen. Ob nun im Fall von Red Bull tatsächlich eine Anklage zu erwarten ist, sei fraglich. Jedenfalls könnte der österreichische Werberat richtungsweisend tätig werden“. (apa/red)

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Januar 2009

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