Oops! It appears that you have disabled your Javascript. In order for you to see this page as it is meant to appear, we ask that you please re-enable your Javascript!

AUFGEHOBEN: Landesgericht Innsbruck hebt Urteil gegen Journalist Stephan Pfeifhofer ersatzlos auf

justizEinen rigorosen Justizskandal dürfte das Landesgericht Innsbruck behoben haben. Der im März 2007 vor dem Bezirksgericht Imst wegen Urkundenfälschung einst rechtskräftig verurteilte Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer kann sich zum Jahresende freuen. Der bisweilen rechtskräftige Urteilsspruch gegen ihn hob das Landesgericht Innsbruck mit Beschluss auf. Mangelhafte Zustellung, eine 10 minütige Hauptverhandlung samt vergessener Zeugen – dem Rechtsmittelgericht reichts!

Zwischen Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer und der Justiz gehen die Wogen hoch. So habe Pfeifhofer zwischen Februar und April 2006 im Namen seines Schwiegervaters und im Namen eines angeblichen Juristen Schriftstücke verfasst, die in einem Betrugsverfahren seiner Verteidigung dienen sollten – zu zumindest lautet die Anklageschrift.

Vom Vorwurf des Betruges freigesprochen, kämpft der Familienvater nun seit zwei Jahren um seine Unschuld, denn die Staatsanwaltschaft Innsbruck brachte den Straftatbestand der Urkundenfälschung erst am Hauptverhandlungstag ein, die lediglich 10 Minuten andauerte. Ohne den Beschuldigten, der sich wegen gesundheitlicher Gebrechen erst telefonisch entschuldigen ließ, dann aber doch den Weg zum Gericht auf sich nahm – 10 Minuten zu spät, wie Richterin Elfriede Jäger aus dem Verhandlungssaal schreitend meint.

Für das Landesgericht Innsbruck Anlass genug die Erstinstanz zu rügen, denn Richterin Elfriede Jäger vergass vor dem Verhandlungsaal einen wichtigen Entlastungszeugen, dessen Einvernahme das Gericht selbst anordnete. „Dem nicht genug, vergaß das Gericht die Zustellung des Versäumnisurteils nach Frankreich, wo Pfeifhofer seit über zwei Jahren lebt“ – zu Unrecht, wie Stephan Pfeifhofer heute weiß, denn im Strafverfahren ist ein Versäumnisurteil unzulässig. Als der gebürtige Tiroler schließlich im November 2007 beruflich in Österreich weilt, stellt die Polizei das Urteil erneut zu, und Pfeifhofer beruft. Von alle dem will der Vorsteher des Bezirksgerichtes Imst, Wolfgang Besler, nichts wissen, weißt mit Präzession sämtliche Anträge des 32-jährigen ab, der im Fall des Scheiters für 60 Tage Hinter Gitter müsste.

Im September 2008 bereitet das Landesgericht Innsbruck dem Spuk ein Ende und rügt die Bezirksrichter aus Imst. Wie Anwalt Mag. DDDr. Laktus Malom weiß, zu recht „Zweifelsohne wäre dem Landesgericht Innsbruck als Rechtsmittelgericht die Entscheidung über die Anträge meines Mandanten vorbehalten gewesen. Das wurde Richterin Elfriede Jäger und Gerichtsvorsteher Wolfgang Besler nun zum Verhängnis“.

Nun ortet Stephan Pfeifhofer eine persönliche Fehde Oberländer Justiz, zumal der „pfundige Nordtiroler“ dem Gericht nicht das erste Mal auf die Füße steigt. Schon einmal ließ Pfeifhofer eine Verhandlung platzen, nachdem die vorsitzende Richterin kurz zuvor von seinem Anwalt per Fax als befangen erklärt wurde und die Verhandlung deshalb unverzüglich abgebrochen werden musste. „Mit unabhängiger Gerichtsbarkeit hat das im Tiroler Oberland nichts mehr zutun. Egal ob Landeck oder Imst, egal ob Gericht oder Polizei, die stecken alle unter einer Decke“, spart Pfeifhofer nicht mit Kritik.

Die Vorwürfe des 32-jährigen könnten nicht unbegründet sein, habe sowohl Gericht als auch Polizei eine wichtige Zeugenliste aus dem Akt verschlampt, weshalb es nicht einmal zu einer Anklage hätte kommen dürfen. Auf die Frage, ob die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft dennoch berechtigt seien, meint Pfeifhofer abschließend „Wie könnte ich ein Email meines Schwiegervaters gefälscht haben, der selbst bestätigt, dass ich nicht der Verfasser bin. Die Behauptung, ich wäre als Jurist mit falschen Namen aufgetreten, ist nicht minder irrwitzig. Selbstverständlich werde ich solange kämpfen, bis meine Unschuld rechtskräftig erwiesen ist.“

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Januar 2009

Download PDF
Impressum | Kontakt | Sitemap

BlitznewsSteirerblattXeleon.TVWhats Up TV