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RICHTERIN GNADENLOS: Nach Strafversetzung folgt vorzeitiger Ruhestand

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bezirksgerichtEigentlich sollte Richterin Elfriede Jäger vom Bezirksgericht Imst in Wien Dienst versehen. Weder noch, denn seit September ist die aufgrund einer Zwangsversetzung in Imst tätige Richterin vorzeitig im Ruhestand. „Bergauf – Bergab“ könnte man glauben, aber nein, so heißt der Leidesweg von Walter Krismer aus Imst, der seine blauen Wunder mit der ländlichen Justiz um Gerichtsvorsteher Wolfgang Besler und Beiständin Richterin Elfriede Jäger hautnah erleben musste. In seinem Buch bringt er die Schädigungsabsichten gegen seine Familie auf den Punkt. Anstatt unabhängig zu richten, kennt Elfriede Jäger, in vielen Teilen des Oberländer Städtchens Imst als Richterin gnadenlos bekannt, parto keine Gnade. Im Gegenteil, schließlich muss Gerichtsvorsteher Wolfgang Besler selbst verhandeln, so auch am 14.3.2001.

Nach mehr als acht Rechtsanwälten, die zuungsten der Familie Krismer vor dem Bezirksgericht Imst tätig werden, nimmt Walter Krismer als Bauernbub mit Volksschulabschluss das Ruder selbst in die Hand. Der Fall Krismer ist nicht der einzige, der am Bezirksgericht Imst für Skandalwirtschaft zeugt. Hunderte Menschen aus Imst und Umgebung machen ungute Erfahrungen mit Richterin Gnadenlos. So auch Xlarge Journalist Stephan Pfeifhofer, der einen Amateur Kicker aus Mils bei Imst betrogen haben soll. Als man deshalb sämtliche EDV beschlagnahmt, ihn gar der versuchten Kindesentführung bezichtigt, ist das Fass für Pfeifhofer voll. Er will kurz um seine Unschuld beweisen und ruft sowohl Schwiegervater als auch einen Juristen auf den Plan. Für die Staatsanwaltschaft Innsbruck ein klarer Fall, denn während Anschuldigungen wie Gefährliche Drohung und versuchte Kindesentführung nicht einmal zur Anklage kommen, von der Staatsanwaltschaft Innsbruck die Erhebungen gar eingestellt werden müssen, kommt der Enthüllungsjournalist schließlich wegen 100,- Euro vor Gericht – Betrug – den er an einem Amateurkicker begangen haben soll.

Überraschung pur am 23. März 2007 – dem Tag der Verhandlung, wird Stephan Pfeifhofer plötzlich der Urkundenfälschung bezichtigt. Er habe, um seine Unschuld zu den Betrugsvorwürfen zu entkräften, im Namen seines Schwiegervaters ein Email an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt und die Herausgabe der beschlagnahmten EDV gefordert. Ebenso habe Pfeifhofer im April 2006 unter dem Namen eines Juristen gegen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Innsbruck protesiert.

Von den Betrugsvorwürfen rechtskräftig freigesprochen, erkennt Richterin Elfriede Jäger dennoch Indizien, die für eine Urkundenfälschung sprechen. Die Hauptverhandlung, anberaumt für 90 Minuten, wovon lediglich 10 Minuten verhandelt werden, sorgt bis heute für ein Eklat zwischen Pfeifhofer und der Justiz, hätte die Vorsitzende Richterin nicht einen wichtigen Zeugen vor dem Verhandlungssaal vergessen. Dem nicht genug kommt der Beschuldigte trotz Nervenentzündung vergebens zu Gericht – 10 Minuten zu spät – wie das Gericht erklärt, denn am Tag der Verhandlung habe Richterin Elfriede Jäger ein dicht gedrängtes Programm zu absolvieren, das keinerlei Verspäter zulasse.

Nun hat Elfriede Jäger Zeigt genug, denn seit September weilt die 54-jährige im vorzeitigen Ruhestand. Wie man aus Insider Kreisen weiß, auf Veranlassung des Justizministeriums, das schon einmal tätig werden musste, nachdem Jäger in ihrer Eigenschaft als Richterin an einem Wiener Bezirksgericht bevorzugt für bestimmte Anwälte entschied, die mit Geldgeschenken aufwarten ließen.

Im Fall von Enthüllungsjournalist Stephan Pfeifhofer soll nun das Landesgericht Innsbruck in einem Berufungsverfahren entscheiden. Erst im September musste das Rechtsmittelgericht das rechtskräftige Urteil gegen den gebürtigen Tiroler aufheben, nachdem die Vorsitzende Richterin Elfriede Jäger zu eigenmächtig entscheiden wollte, dazu gar die Kompetenz des Landesgericht Innsbruck ausschlug.

Die ganze Story im Nachrichtenmagazin XlargE!

Ausgabe Januar 2009

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