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ZWIELICHTIG: Rechtsschutz-Obmann im Visier der Polizei

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Im Fall eines in Oberösterreich agierenden Rechtsschutz-Obmann, der seinen ersten Verein wegen behördlicher Auflösung verlor, verdichten sich neue Verdachtsmomente, die hiesige Strafverfolgungsbehörden auf den Plan rufen. Wegen Verdachts der verbotenen Veröffentlichung, Beharrlichen Verfolgung (Stalking), Gefährlicher Drohung, Erpressung, schwerer gewerbsmäßiger Betrug und versuchter Körperverletzung – es gilt die Unschuldsvermutung, ermitteln Staatsanwaltschaften in ganz Österreich. Im Internet offeriert der gescheiterte Lehrling Rechtsschutzhilfe ab Euro 400,00 aufwärts  seine Dienstleistungen, verliert aber kein Wort über die eigenen Schattenseiten.

Seine Homepage, die im Übrigen von einem mehrfach Vorbestraften, dessen Vorstrafenregister sich wie ein Roman liest (Erpressung, Körperverletzung, schwerer gewerbsmäßiger Betrug, Sexueller Missbrauch), betreut wird, gleicht einem Mix aus Rechtshilfe-Basar zum Wucherpreis und Tummelplatz für übelste Diffamierungen. Die Wucherpreise argumentiert der Tausendsassa mit den Herstellungskosten einer Zeitschrift und diverser Onlinepublikationen. Den Schwindel bringt ein Ex-Mitglied auf den Punkt: Zeitung habe ich nie eine gesehen, ja und die Online Publikationen betreffen eh nur den Obmann und seinen Kleinkrieg gegen unbescholtene Bürger.

Für den wegen des Verbrechens des teils vollendeten, teils versuchten gewerbsmäßigen schweren Betruges nach §§ 146, 147 Abs 3, 148 zweiter Fall und 15 StGB (A./), des Vergehens des versuchten Geldwuchers nach §§ 15, 154 Abs 1 StGB (B./), des Verbrechens der betrügerischen Krida nach § 156 Abs 1 StGB (C./) und des Vergehens des Sachwuchers nach § 155 Abs 1 erster Fall StGB (D./) einschlägig vorbestraften Rechtsschutz-Obmann, noch vor wenigen Jahren mit Limited-Geschäften kläglich gescheitert, dürfte nach Expertenmeinung bald Schluss sein.

Den umfassenden Strafakten, die XlargE exklusiv vorliegen zu schließen, könnte für den 30-jährigen bald ein neuerlicher Aufenthalt Hinter Gitter drohen – er ist seit Mitte vergangenen Jahres auf Bewährung in Freiheit. Sein Webmaster, der wegen sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener eine zweijährige Haftstrafe verbüßen musste und sich einem Sachverständigen zur Abklärung von Pädophilie verweigerte , entpuppte sich kürzlich als Datendieb. Ob Klientel in den Händen der juristischen Wunderheiler gut aufgehoben sind, wird sich weisen. Die Oberösterreichische Rechtsanwaltskammer war jedenfalls bereits erfolgreich gegen den Rechtsschutz-Obmann eingeschritten – weitere Prüfungsverfahren sind anhängig.

XlargE wird über den weiteren Gang der Verfahren ausführlich berichten!

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