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News und seine unerbetene Gegendarstellung

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Den 11. Januar 2007 wird Roland Reichmann (47), Menschenrechtler und Webseitenbetreiber aus dem Lavanttal in Kärnten, wohl so schnell nicht vergessen.

Das linkspopulistische Nachrichtenmagazin NEWS hat sich zu Wort gemeldet. Auf Doppelseite kann der treuen Leserschaft ein schier unglaubliches Bild von Scharlatanerie und mutmaßlicher Kinderschänderei dargeboten werden.Der eifrige Journalist Christoph Lehermayr, noch 2005 als „netter Single Reporter“ unterwegs, hat offenbar Umgang mit armen Kindern und sensiblen Themen. An seiner Seite der ehemalige Maler und Schulden Lobbyist Martin B. aus Steyr. Einst schmückte sich B. mit einem Doktortitel und trieb insolvente Firmen auf einen exorbitanten Schuldenberg. Das Landesgericht Steyr sah darin schweren gewerbsmäßigen Betrug – 4 ½ Jahre Haft. Der Oberste Gerichtshof wird in Kürze über die Nichtigkeitsbeschwerde von Verteidiger Rogler entscheiden. Urteil nicht rechtskräftig.

Nicht nur der BAWAG Skandal gibt dem Nachrichten Magazin News Auflagenstärke. Laut einer jüngsten Kaufstudie der ÖVA wollen 17 % Sensationslust erleben. Größe beweist das Nachrichtenmagazin nicht nur in der erfinderischen Wortfindung ihrer Schlagzeilen. Gerne schmücken das eine oder andere Gerichtsurteil, wie jüngst zur Berichterstattung über Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach, dieses periodische Druckwerk mit einem Aderlass zum Linkspopulismus.

Sogar Helmut Elsner bekam Recht, nachdem die Worm-Zeitung verfälsche Fotos und sensationslüsterne Textzeilen abdrucken ließ. Richterin Lucie Heindl-König bezeichnet die Geschichte wörtlich als „absolut haltlos, erfunden, absolut unrichtig“. Gestehen wollen zwischenzeitlich sogar die verantwortlichen Journalisten selbst und in der Urteilsbegründung meint Heindl-König „Solchen Artikeln gehört meiner Meinung nach Einhalt geboten“. Für Elsner bedeutet der Sieg in erster Instanz einen Schadenszuspruch von Euro 15.000,00 wegen Üblicher Nachrede durch News Journalismus.

Den Tatbestand der Üblen Nachrede gemäß § 111 Abs 1 und 2 StGB erfüllt das linkspopulistische Blatt nicht nur in Sachen BAWAG und handelt sich aktuell in Hinblick auf die vergangene Artikelserie über Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach ein weiteres Strafverfahren ein. Das Landesgericht für Strafsachen in Wien hat sich daher mit Urteil vom 7. Dezember 2006 für eine Entschädigungszahlung an den Ex-Vizekanzler ausgesprochen.

Über Scharlatanerie und mutmaßliche Kinderschänder schreibt sich allerdings dennoch gut. Dachte zumindest Christoph Lehermayr und fabrizierte eine pikante Enthüllungsstory über geprellte Eltern, bundesweite Ermittlungen und eine behördliche Vereinsauflösung. Mit ihm der Möchtegernjurist Martin B. und angeblich 14 Familien, die durch das Int. Network of Human Rights (www.INHR.net) betrügerisch geschädigt sein wollen. Bis heute fehlt von den Betrogenen sogar bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt jede Spur, wie aktuell von Helmut W., einem Partner der schillernden Persönlichkeit aus Steyr. Wegen Übler Nachrede musste sich W. im April vor Gericht verantworten und konnte verurteilt werden.

Roland Reichmann und seine Sympathisanten sehen keinen Grund zur Resignation. Für das größte Nachrichtenmagazin wird die Urteilsveröffentlichung zu Gunsten von Hubert Gorbach bekanntlich nicht die Letzte sein. In Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Wolfsberger Verein hat die Oberösterreichische Landesregierung geklagt und einen Sieg gegen News errungen.

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