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SOS Kinderdorf blitzt mit Klage ab

Wie unzählige andere Organisationen auch, wirbt SOS Kinderdorf auf der eigenen Homepage für Paten, Spenden und den Kauf von Lose. Vor kurzem hat die Kinderhilfsvereinigung auf den Berufswunsch eines 10 jährigen Mädchens hingewiesen, das gerne Krankenschwester werden möchte. Mit Hilfe der Freunde von SOS Kinderdorf sollten derartige Wünsche regelmäßig in Erfüllung gehen.

Unter dem Deckmantel des Spendengütesiegels fordert die Organisation jedoch exorbitante Beträge von den zuständigen Landesbehörden und die angeblich so zahlreich agierenden Spender scheinen plötzlich nicht mehr auf. Das Landesgericht St. Pölten hat diesem Treiben vorerst ein Ende gesetzt und das Klagebegehren (2 Cg 124/05d) vom Verein „SOS Kinderdorf Burgenland“ zurückgewiesen. In die Schlagzeilen war der Zweigverein von SOS Kinderdorf Pinkafeld bereits vor vier Jahren geraten, nachdem ein 13 jähriges Kind im Feriendorf Caldonazzo über 1 1/2 Stunden vom Dorfleiter in Anwesenheit von vielen Kindern und Betreuern geschlagen wurde.

Mehr und mehr ergeben die Aussagen, Angaben und Beweggründe des Vereins ein Netz voller Widersprüchlichkeiten. Das Landesgericht St. Pölten hat nun reagiert und einem sinnlosen Klagebegehren über Euro 17.610,00 den Laufpass gegeben.

„Anstatt den Kindern eine gute Ausbildung mit Spendengeldern zu finanzieren, beschäftigen sie lieber Anwälte“, ist Roland Reichmann von der Initiative Int. Network of Human Rights erzürnt und blickt noch heute auf die Unterlassungsklage von SOS Kinderdorf Österreich in Zusammenhang mit einer Berichterstattung im vergangenen Jahr. „Seither trauen sie sich nicht mehr zu klagen“, grinst Reichmann wieder und zeigt sich über die gerichtliche Entscheidung hoch erfreut.

Das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung war dieses Mal Angriffspunkt herrschenden Unmut aus Innsbruck. Nur mit dem feinen und pikanten Unterschied, dass man die Klage vom Zweigverein betreiben lässt. Richterin Alexandra Rossmeisel vom Landesgericht St. Pölten sieht jedenfalls keinen Grund erneut Steuergelder zu verschwenden und Spender hinters Licht zu führen. Auf der Homepage von SOS Kinderdorf Österreich jedenfalls ist keine Silbe vom Versagen bei Gericht ersichtlich.

Für das heute 23 jährige Mädchen, sie lebt seit 1986 im SOS Kinderdorf Pinkafeld, wenig Trost. Eigentlich wollte B. nur Matura machen.

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