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Hilfe blieb Asylantin mit Ungeborenem versagt – beide tot

Die Stellung von Asylwerbern in Österreich gibt wieder Anlass zur Kritik. Nachdem die Gesetzeslage novelliert und sogar Kinder in Schubhaft genommen werden können, sorgt ein Fall von medizinischer Dekadenz von Amtsarzt, Roten Kreuz und Lagerleitung in Oberösterreich für einen Aufschrei.

Zuletzt hatte sogar der Menschenrechtsbeirat in Österreich die medizinische Versorgung von Schubhäftlingen kritisiert. Eine Asylwerberin und ihr ungeborenes Kind mussten nun gar in Oberösterreich ihr Leben lassen, weil ein Notarzt vom Roten Kreuz erst angefordert werden musste und sogar die lange Wegstrecke und damit knapp eine Stunde Fahrzeit bekannt waren.

Die Grüne Menschenrechtssprecherin Brigid Weinzinger fordert deshalb eine genaue Untersuchung des Sachverhalt und somit die Fortführung der Ermittlungen.

Für eine Asylantin, ihren Mann und den drei gemeinsamen Kindern im Alter von sechs, acht und neun Jahren, kommt diese politische Feststellung leider zu spät. Nachdem die Kinder auf das Leiden ihrer Mutter aufmerksam gemacht haben, hätte der für das Flüchtlingsquartier zuständige Amtsarzt sofort handeln müssen. Stattdessen wäre der Frau „Simulieren“ unterstellt worden, um nicht abgeschoben zu werden. So das Resume der österreich-tschetschenischen Gesellschaft.

Für die Grüne Menschenrechtlerin Brigid Weinzinger eine reine Farce, da es von Anfang an widersprüchliche Aussagen gibt. So sollen Verständigungsmöglichkeiten in Flüchtlingsquartieren wenig ausreichend sein und nicht selten genießen Asylwerber weniger Menschenrechte als ihnen zustehen.

Die österreich-tschetschenische Gesellschaft wirft dem verantwortlichen Arzt gar vor er habe sich eine Stunde lang geweigert die Frau zu behandeln. Sowohl Lagerbetreiber als auch das Rote Kreuz weisen jede Schuld von sich. Weshalb der Notarzt nicht sofort mit der Rettung eintraf, wie sonst üblich, konnte aber dennoch keine Argumentation finden.

Beschwichtigende Worte findet auch der Primar des Landesklinikum Amstetten: „Die Frau hatte einen Aorta Riss und sogar im Krankenhaus wären die Chancen für Mutter und Kind äußerst gering gewesen. Einen Kaiserschnitt sehe die Notfallmedizin nicht vor und hätte vom Notarzt somit nicht Vor-Ort durchgeführt werden können!“

Die Staatsanwaltschaft kündigt unterdessen Ermittlungen an, um sämtlich offene Fragen zu klären. Der Hinterbliebene Witwer und die drei Halbwaisen werden zwischenzeitlich von Psychologen betreut. Ob die Kinder, sie mussten das Sterben ihrer Mutter mit ansehen, dieses Trauma je verarbeiten können, bleibt vorerst dahingestellt.

„Kinder gehen auf ihre Weise mit dem Tod von Angehörigen um. Dennoch sind sie aufgrund der vorgefallenen Szenen schwer traumatisiert und kann ein solches Erlebnis nur durch bestmögliche Aufarbeitung dazu führen, dass die Kinder ihr weiteres Leben adäquat meistern können. Deshalb ist bereits jetzt eine entsprechende Absicherung der Zukunftsplanung für diese Kinder von äußerster Bedeutsamkeit.“, sagt der Kinderpsychologe Dr. Rolph Wegensheit.

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