Oops! It appears that you have disabled your Javascript. In order for you to see this page as it is meant to appear, we ask that you please re-enable your Javascript!

Pflegeskandal: Wie das Hilfswerk wirklich schöpft

Sie arbeiten von früh morgens bis spät in die Nacht, ohne Rücksicht auf familiäre Umstände, obwohl Dienstverträge etwas anderes zum Ausdruck bringen. Die Rede ist vom Niederösterreichischen Hilfswerk und Methoden, die offensichtlich Garant für heutige Arbeitspolitik sind. Der Journalist Walter Egon Glöckel wollte aufzeigen, aufklären und berichten.

Das Ende einer jahrelangen Recherche mündet schließlich in 8 Klagen vor dem Landesgericht Korneuburg. Der Journalist, fernab vom medialen Mainstream, sieht sich plötzlich mit einem Maulkorberlass konfrontiert. Plötzlich zieht das Niederösterreichische Hilfswerk Klagen zurück, weitere Klagen werden vom Gericht abgewiesen. Somit steht Glöckel nur noch einem Gerichtsverfahren gegenüber.

Mittel drin hochkarätige Funktionäre, denn die ÖVP steht dem Hilfswerk bekanntlich nahe. Auf der eigenen Homepage gibt sich die Organisation engagiert, mit Familienministerin Andrea Kdolsky posierend, konnte kürzlich die neue Image Kampagne »Jedem Kind das Seine. Und allen das Beste« eröffnet werden.

Das Beste ist dem Helferverein alles andere als gut genug. So müssen angelernte Hilfskräfte Arbeiten leisten, die ansonsten ausschließlich Diplomierten Fachkräften vorbehalten wären. Aber auch die Verabreichung von Medikamenten gehört zum Alltag des Pflege(hilfs)personals. Während interne Anweisungen und die geltende Gesetzgebung Klarheit schaffen, zeigt die Praxis konträre Realität.

Jetzt hat eine ehemalige Mitarbeiter geklagt – erfolgreich wie Journalist Walter Egon Glöckel zu berichten weiß »Die rechtswidrige Anwendung von sogenannten zur Erläuterung der Auslastungsquoten beim HILFSWERK, die eine Verminderung der geleisteten Arbeitszeit von Dienstnehmern des NÖ HILFSWERKS zur Folge hatte, brachten wir als zum Index der Serie Exklusivserie zu den Arbeitsbedingungen beim HILFSWERK in Österreich an die Öffentlichkeit. Ebenso rechtswidrig von HILFSWERK entlohnt wurden die administrativen Tätigkeiten, die mit den monatlichen vorzunehmenden Aufzeichnungen der Patientenkonsultationen in Verbindung stehen«

Während die Arbeiterkammer als Arbeitnehmervertretung samt Rechtsschutz Service keine Lust zum Prozessieren zeigt, sieht sich das Nachrichtenmagazin Der Glöckel als Helfer in der Not. Erfolgreich wie sich kürzlich bestätigt, denn per Gerichtsvergleich bietet das Niederösterreichische Hilfswerk ihrer ehemaligen Mitarbeiter 2.000,- Euro an, die prompt bezahlt werden. Für Glöckel ein erster Schritt in Richtung Gerechtigkeit »Es war ein mühevoller Weg, dieser Pflegefachkraft zu ihrem Recht zu verhelfen – interessant wird jedoch auch der Ausgang des Gerichtsverfahrens werden, in dem die Pflegehelferin vor das Arbeits- & Sozialgericht zog, um durch einen unabhängigen Richter gerichtlich die Sittenwidrigkeit feststellen zu lassen. Bei dieser geht es um einen Betrag von über 5.700.- Euro für ihren Beschäftigungszeitraum. In der Forderung der Heimhelferin hat sich die Pflegeeinrichtung bemerkenswerter Weise nicht auf die Viermonatefrist berufen und somit indirekt die Sittenwidrigkeit der Anwendung der Auslastungsquoten eingestanden«

Zahlreiche Medien interessieren sich zwischenzeitlich für die Recherchen des Haimburger, der bereits seit Jahren gesellschaftskritische Themen behandelt. So auch das Freie Radio Wien »Radio Orange« und Moderator Herby Loitsch. In mehreren Live Sendungen spricht Glöckel von seiner einstigen Beschäftigung als Polizeibeamter, zahlreichen Recherchen in München und natürlich vom Pflegeskandal rund um das Niederösterreichische Hilfswerk. Trotz Einladung wollte sich kein Vertreter der ÖVP nahen Organisation zeigen, stattdessen verliest Loitsch in seiner Live Sendung eine schriftliche Stellungnahme der Pressesprecherin »Sehr geehrter Herr Loitsch! Wir danken Ihnen für Ihren heutigen Anruf und die Information über die heutige Live Sendung. Das Internetmagazin „Der Glöckel“ verbreitet seit geraumer Zeit Unwahrheiten über die Arbeit im NÖ-Hilfswerk. Das Hilfswerk verwehrt sich auf das Heftigste und hat rechtliche Schritte gegen den Herausgeber Walter Egon Glöckel eingeleitet. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir während der laufenden Rechtsverfahren keine Stellungnahme zur Berichterstattung des Internetmagazins abgeben oder die Inhalte öffentlich mit Herrn Glöckel diskutieren«

Nicht das erste Mal reagieren große Organisationen auf kritische Berichterstattung. Schon SOS Kinderdorf Österreich sah sich zum Klageweg veranlasst, als Roland Reichmann vom Int. Network of Human Rights über eklatante Missstände innerhalb der Organisation öffentlich im Internet berichtet.

Am 18. April um 20 Uhr ist Journalist Walter Egon Glöckel erneut bei Radio Orange in Wien zu Gast.

Siehe auch: www.pflegedienst.dergloeckel.eu

Nachtrag vom 18. April 2008:

Es darf in Ergänzung zu dieser Veröffentlichung nunmehr verlautbart werden, daß das NÖ HILFSWERK die SITTENWIDRIGE ANWENDUNG der lohnvermindernden AUSLASTUNGSQUOTEN am 10.4.2008 eingestanden hat! Das Gerichtsverfahren vor dem Arbeits- & Sozialgericht Korneuburg wurde beendet, da sich die SOZIALEINRICHTUNG zur Bezahlung der vollständigen eingeklagten Forderung der Lohnnachzahlung in Höhe von über 5.700.- Euro sowie die ebenso vollständige Begleichung der Anwaltskosten der ehemaligen PFLEGEHELFERIN (etwas über 3.700.- Euro) verpflichtet hat. Die Lohnnachzahlung zuzüglich der Verzinsung seit Ende 2006.

Wir möchten angesichts unserer Berichterstattung richtigstellen, das es einmal einen außergerichtlichen Vergleich über die AK Niederösterreich gab, sowie in einem weiteren Fall ein Verfahren vor dem Sozial- und Arbeitsgericht.

Download PDF
Impressum | Kontakt | Sitemap

BlitznewsSteirerblattXeleon.TVWhats Up TV