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Das totale TV Versagen für die Werbewirtschaft

Eigentlich wollte der öffentlich-rechtliche Gebührenfunk, in seiner Gesamtheit angesiedelt am Küniglberg, mit beachtlicher Gradwanderung, geprägt von Enthusiasten der hiesigen Werbewirtschaft, prägende Investitionen in beachtlicher Dimension kommunizieren. Fern ab vom pro Kopf Haushalt entstand daraus ein immenses Sumpflager inmitten des schier unendlichen Quotentiefs. Für die politischen Lagerbestände um ORF General Alexander Wrabetz Grund genug, die zukünftigen Zwangsgebühren per Bescheid mit Euro 1,50 Aufschlag ab 2009 im neuen Gewand zu erlassen, anstatt sprudelnde Etats der Konsumenteninformation in ausreichendem Maße mit Genügsamkeit zu dulden. Kurzum sind die geplatzten Kommerzflächen zwischen Info- und Entertainment Formaten trotz Politsegen dem Rauswurf zum Opfer gefallen.

Während ein privater Möchtegern Gegner die „Abzocke Masche des ORF“ in seinen Nachrichten verkündet, probt Programmchef Lorenz bereits die Neuauflage des Club 2. Mit Open End, intellektuell wertschätzend zu später Stunde, präsentiert sich die bekannte Leder-Couch-Garnitur als möglicher Quotensegen.

In der Sehergunst fallen nicht nur gebührenpflichtige Formate. So musste nicht zuletzt ein angeschlagener ATV, trotz kostspieligem Traumhaus, sympathischen Quiz Master Champion Klaus Eberhartinger und frühreifer Showtime Talente, sprichwörtlich baden gehen. Wie die Teletest Zahlen vermuten lassen, haben ausschließlich spitzfindige High Society Reporter, peinliche Baulöwen und klassische Fresserchen rund um Sascha Walleczek Hochkonjunktur.

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Aber auch die Privaten waren zum Kentern verurteilt. Allen voran das Flaggschiff der Deutschen, RTL, die sich vorwiegend mit Casting und Bohlen Wortwitz zumindest bodenständig mit eigener Muskelkraft ans Ufer retten konnten. Dem Ertrinken nahe das einst visionäre Tillmann-Fuchs-Gestüt, kurz ATV und sein Neo-Mehrheitseigentümer Herbert Kloiber. Nach unzähligen Adaptionen und einem Stell-Dich-Ein von „Kochen mit Kids“ im SOS Kinderdorf Hinterbrühl, das sprichwörtliche „Aus“ von Munition für Senderschwund und Sympathieverlust. Der neue Kloiber „Bauer“ im Aspernbrückener Medien Haus sieht den Verlust im ebenso frisch gepressten DVB-T, dessen Betreiber, die ORF Tochter „ORS“, nicht nur auf Kloiber Geld, sondern nicht zuletzt auf Erfolge ausharren muss.

Der Österreicher hat sich bereits mit digitalem Satellitenfernsehen ausgestattet und kennt die Spartenkanäle, die uns aus dem Orbit erreichen. Von der Europäischen Union bereits seit Jahren propagiert, vom österreichischen Medien Mogul nur sporadisch umgesetzt, funken deutsche Sendemasten bereits über 20 Programme digital ins Wohnzimmer.

Unterdessen rettet sich der österreichische Rundfunk mit etablierten Werbeblöcken, die seit Beginn der neuen Programmreform im April dieses Jahres, ihren Nutzen nicht verfehlt haben. Nachdem es dem ORF gesetzlich untersagt bleibt laufende Sendungen zu unterbrechen, stürzt die Programmplanung auf ein bewährtes Hausmittel der Formel 1 und Fußball Szenerie. So entstehen plötzlich unvorstellbare Product Placement Nischen zwischen Nachrichten, Information und Jahreszeiten TV.

Die daraus resultierenden Sendezeiten für Kreative sind somit um eine Facette reicher. Vor der geplanten Programmumstrukturierung unter Wrabetz waren Auseinandersetzungen mit Kontrollinstrumentarien und irritierten Agenturen an der Tagesordnung. Quantität statt Qualität hat somit nicht zuletzt in einem gebührenfinanzierten Fernsehen Einzug gehalten, das von seinen Zahlungspflichtigen rund Euro 15,00 pro Monat bekommt, um Programm zu machen.

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