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Die neuen Austro Sender im Test

Am 28. Jänner war es soweit, Bundespräsident Heinz Fischer drückt den Startknopf und dann war es da – das neue Puls4. Einst bekanntgeworden als Wiener Stadtsender, positioniert sich das 4. österreichische Vollprogramm, in der Hand der ProsiebenSat1-Gruppe, am heimischen Fernsehmarkt.

Kritik an der Personalführung, ein fehlender Betriebsrat und Start-Up Programm Schwierigkeiten, begleiten den Sender von Beginn an. Mit wöchentlichen Live Events, einem täglichen Spielfilmabend und mehreren Stunden Österreich Programm, sollen für Alternativen gegenüber dem ORF gesorgt sein. Die Moderatorinnen sind jung, stylisch und tragen dem Motto des Senders „was Frauen wollen“ klarerweise Rechnung.

Das Vollprogramm selbst lässt allerdings noch auf sich warten. Während der neue 4. am 18. April den Amadeus Award Live überträgt und somit erstmals das öffentlich-rechtliche Künigl-TV ausstach, werden Formate wie der Kampusch-Talk oder „Schluss mit lustig“ erneut verschoben. Bei letzterem Format sorgen Kabarettisten, Journalisten und diverse Persönlichkeiten aus der Politik für eine Alternative zur ORF Pressestunde.

Bereits On-Air Christina Lugners „VIP-Club“, immer Mittwochabend nach dem Spielfilm. Das Format war bereits kurz vor dem Aus, als Managerin Helga R. nach Aussagen im „VIP-Club“ einen Selbstmordversuch verübt.

Etwas speckig zeigt sich da schon der neue Sender „Austria 9“, der vorwiegend mit einem Programm am Familiensonntag punkten möchte. Ansonsten zeigt Austria 9 vorwiegend Call-In-Shows und Teleshopping. Wer auf althergebrachte Serien wie MacGyver oder die Straßen von San Francisco eingeschworen ist, findet bei Austria 9 reichhaltige Angebote in den Abendstunden.

Im Gegensatz zu ORF, ATV und Puls4 sendet Austria 9 allerdings ausschließlich via Kabel und Satellit.

Am längsten im Infight mit dem ORF postiert ATV, zwischenzeitlich zur Gänze im Besitz des Deutschen Filmhändlers Herbert Kloiber. Während anfänglich zahlreiche Programmumstrukturierungen die Tagesordnung bestimmt haben, erfährt sowohl ATV Aktuell als auch die neue Karaoke Show „Sing and Win“ mit Reinhard Fendrich überaus passable Einschaltquoten. Ansonsten punktet der Sender mit Blockbuster Premieren oder einem Serien Donnerstag, nach Vorbild der deutschen Privatsender.

Nach wie vor dominierend zeigt sich der ORF nicht nur bei Sportübertragungen und Informationssendungen. Immerhin sehen täglich über 1 Million Österreicher die „Zeit im Bild“. ATV will dem nun durch ein Korrespondentennetz in den Bundesländern entgegentreten. Nachdem die österreichische Bundesliga nach zahlreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen wieder an den ORF zurückfiel, schwört ATV auf die deutsche Bundesliga und das nicht zu Unrecht, wie die Quoten zeigen.

Wer es jung und spritzig mag, auf Quasselstrippen  wie Dominic Heinzl nicht verzichten möchte oder prägnant-gebündelte Information bevorzugt, ist bei den neuen Privaten gold richtig. Somit hat Privatfersehen auch in Österreich Zukunft.

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