Oops! It appears that you have disabled your Javascript. In order for you to see this page as it is meant to appear, we ask that you please re-enable your Javascript!

TV Publikum hat keine Lust auf Teenager außer Kontrolle

Enttäuschend sind die anhaltend schwachen Quoten der RTL Doku Soap „Teenager außer Kontrolle“. Während zum Sendestart der 2. Staffel passable Zuschauer Zahlen dominieren, fährt das nicht unumstrittene Format in der vergangenen Woche gerade einmal 14,5 Prozent Marktanteil in seiner Zielgruppe der 14 – 49 jährigen ein.

Trotz eskalierender Szenen, Leibesvisitation und vielen Tränen, konnte RTL nicht annähernd die Markte von 20 Prozent erreichen. In Stern-TV ruft Chef-Therapeutin Annegret Fischer-Noble schließlich zum hingucken auf. Gerade die Kritiker sollen das Format bis zu seinem bitteren Ende verfolgen.

Anschaulich die Dramaturgie, Szenen wie im Wilden Westen, laut Noble sei die Natur der beste Therapeut. Schon in Staffel 1 mussten sechs verhaltensauffällige Jugendliche ein Zeltlager errichten, selbst Essen zubereiten und Bekenntnis über ihre Missetaten in Tagebuch Form ablegen. Die Eltern, naturgemäß mit der Erziehung ihrer pubertierenden Sprösslinge überfordert, nehmen im Laufe der Sendung schließlich eisern aber höchst persönlich die Beichte ihrer Kinder ab.

Geht es nach dem Therapiekonzept, müssen die Teenager eingestehen, Reue bekennen und frischen Mutes nach Hause zurückkehren. Stolz präsentiert Stern-TV Moderator Günter Jauch die heute 18 jährige Gina aus Staffel 1 im Studio. Selbstkritisch mustert sich das Mädchen, vor zwei Jahren noch mit stetigen Alkoholkonsum in der Punk Szene aktiv, und meint, sie würde jederzeit ins Camp zurückkehren.

Alkohol, Drogen und Gewalt bestimmen laut RTL das Leben der 14 bis 17 jährigen und wieder jagt ein Bekenntnis das nächste. Gruppenzwang, nervige Eltern, null Bock auf die sozialen Werte unserer Gesellschaft. Für Chef Therapeutin Annegret Fischer-Noble ein lukratives Klientel. Wer sich den Anweisungen der Erzieher widersetzt, spürt jene Härte, die weder Eltern noch Vater Staat bisweilen exekutiert haben. Schließlich wollen die Aktionäre zu Jahresende etwas geboten haben. Um dieses Ziel zu erreichen,  kommt nicht selten der therapeutische Griff zum Einsatz oder man praktiziere nächtliche Beschäftigungstherapie.

Über 100 Einrichtungen bieten in den USA gestressten Eltern sogenannte Wüsten-Therapie. Sie alle haben eines gemeinsam. In Phase eins heißt das Motto „Back to the roots“, für materiell normierte Kinder kein „Kinderschlecken“, wie es der 15-jährige Gerrit in Stafel 1 auf den Punkt bringt. Weder Piercing noch Handy sind erlaubt und so lautet zu Beginn die Devise „Schluss mit Lustig“, weshalb alle Teenager einheitlich eingekleidet werden und sämtlichen Besitz abgeben müssen.

Für Betreuer Chris eine Selbstverständlichkeit, könnten doch Zigaretten, Drogen oder gar Waffen den Weg ins Camp finden. Mitten drin positioniert sich ein Kamerateam, umgarnt von Therapeuten, die jede Auseinandersetzung suchen.

Schlussendlich erreichen die anwesenden Betreuer ihr Ziel für das sie mit ruhiger Stimme tapfer gekämpft haben. Während das Originalformat „Brat Camp“ nach wie vor Quotensieger im englischen Fernsehen ist, muss RTL erneut auf die Super Nanny zurückgreifen. Die Protagonisten selbst verschwinden schließlich wieder von unserer Bildfläche, so dass dem Zuschauer jegliche Nachwehen erspart bleiben.

Kurz um, das TV Publikum hat keine Lust mehr auf „Teenager außer Kontrolle“.

Download PDF
Impressum | Kontakt | Sitemap

BlitznewsSteirerblattXeleon.TVWhats Up TV