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Neues Hick-Hack um Hundeverein – So übt Vereinsvorstand Druck auf ehemalige Helfer und Informanten aus

Die von XlargE exklusiv enthüllten Missstände in einem steirischen Hundeverein, der seit 2010 nicht nur im Visier der Behörden steht, lassen die Wogen hochgehen. Nun veröffentlichte der steirische Hundeverein ein Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag, wonach gegen die Obfrau keinerlei Verfehlungen nach dem Tierschutzgesetz vorliegen.

Unzählige Informanten und ehemalige Helfer konnten XlargE gegenüber zahlreiche Missstände aufzeigen, die vom verseuchten Futternapf bis hin zu Misshandlungen der Tiere – durch den Obmann – reichen. Der wiederum ist laut Vorstrafenregister bereits einschlägig vorbestraft.

Das Fass zum Überlaufen brachte ein Streit um Sommerfest-Plakate im vergangenen Jahr. Auf Initiative eines ehemaligen Helfers der anonym bleiben möchte, ließ sich der Verein hunderte Plakate für das jährliche Grillfest piekfein bezahlen.

Am Tag der Veranstaltung habe der Obmann den äußerst engagierten Helfer grundlos aus dem Vereinslokal geworfen und verbal massiv bedroht. Wie XlargE recherchieren konnte, sei es am Fest auch zu einer Hundebiss-Attacke gegenüber einem Kleinkind gekommen.

Nach wie vor legt der Verein seine Spendeneinnahmen nicht offen und verfügt auch nicht über ein Gütesiegel. Ehemalige Helfer zeigen sich aber besonders betroffen darüber, dass angekündigte Bildberichte über Aktionen weder auf Facebook noch in der eigenen Vereinszeitung je erscheinen. Ein vom Verein angekündigter Jahresbericht ist auf der vereinseigenen Homepage nach wie vor nicht zu finden.

Als massiven Einschnitt ins Privatleben ortet ein ehemaliger Helfer den Kontrollwahn des Vorstands. So sei er selbst während eines Urlaubs in Frankreich von Vorstandsmitgliedern unter anderem via Facebook bestattet worden.

Im Büro der steirischen Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck kennt man die unzähligen Vorwürfe ohne sie weiter kommentieren zu wollen. Wer eine Meldung über den Verein machen will, möge sich an das Büro der Tierschutz-Ombudsschaft schriftlich wenden – so heißt es auf Anfrage.

Unterdessen ortet der Verein in den gegen ihn erhobenen Vorwürfen pure Verleumdung nach dem Strafgesetzbuch – mit Verweis auf ein Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Bruck-Mürzzuschlag zugunsten der Obfrau.

Ein Studierender der Johannes Keppler Universität in Linz versucht gegenüber XlargE zu relativieren »Eine Verleumdung liegt hier mit Sicherheit nicht vor. Hingegen fragwürdig erscheint mir das Nichtstun der Behörden, die auf eine Anzeige hin pflichtgemäß einzuschreiten hätten«

Wie XlargE in Erfahrung bringen konnte, dürfte die Enthüllung der Vorgänge im Verein zu Unbehagen geführt haben. Die von einer ehemaligen Helferin auf Facebook geführte Gruppe über Erfahrungen zu diesem Verein, ist seit Veröffentlichung der Berichterstattung gelöscht. Viele Informanten wollten sich zu den Vorgängen nicht weiter äußern. Aus Angst zog eine ehemalige Helferin ihr persönliches Interview mit XlargE nach Erscheinen des Berichts – trotz Dokumentation der Angaben – plötzlich zurück.

Unaufhaltsam setzt der steirische Hundeverein seine Aktivitäten fort. Mit Druck auf die Tränendrüsen ersuche man um Futterspenden für Rumänien und Ungarn. Viele der im Auslandstierschutz tätigen Akteure stehen längst im Kreuzfeuer der Kritik, wie XlargE  weiß. Tierfreunde erreicht unter anderem nur ein Bruchteil an Information über die Tatsachen, die Vor-Ort wirklich herrschen.Werden die betreffenden Organisationen mit Vorwürfen konfrontiert, reagieren sie harsch und mit drastischen Mitteln. Im Fall des steirischen Hundevereins bediente sich der Vorstand gar einer Alkoholikerin, um einem ehemaligen Helfer, der aufgrund zahlreicher Missstände selbst das Handtuch warf, übel mitzuspielen. Die Folge war eine schier unendliche Schmutzkübelkampagne gegen sein Privat- und Berufsleben.

Ein Insider betont gegenüber XlargE den Umstand, dass Tierschutzvereine an sich keiner behördlichen Kontrolle unterliegen. Solange das Vereinsgesetz formal eingehalten und kein strafrechtlich relevantes Verhalten gesetzt wird, kann man den Umtrieben nur schwer Einhalt gebieten.

Bei der Staatsanwaltschaft Leoben sieht man diesen Umstand ähnlich. Oftmals genügt ein Anfangsverdacht nicht einmal für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Es müssten konkrete Tatsachen für Spendenbetrug vorliegen – wird betont.

Viele ehemalige Helfer zeigen sich jedenfalls gegenüber XlargE enttäuscht und ihr Engagement schamlos ausgenutzt. Schließlich stelle man sich unter dem Begriff Tierschutz etwas ganz anderes vor – nämlich die wirkungsvolle Hilfe an hilflosen Tieren, und nicht das hinters Licht führen ahnungsloser Spender. Im Fall des steirischen Hundevereins dürften die Interessen der Akteure wohl andere sein.

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