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Roter Sandsturm über der Telekom

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Die Telekom Austria versinkt tiefer und tiefer in der Unwirtschaftlichkeit, und reißt andere mit. Das Stegreif-Theater um die letzte ÖIAG-Aufsichtsratssitzung lag schon weit jenseits des Erträglichen. Die SPÖ, auch als ÖGB und AK auftretend, versuchte mit allen Mitteln, neues Kapital für die finanziell marode Telekom zu verhindern. Letztlich erfolglos.

Das marxistische Beharren auf dem Status der Telekom als Staatsbetrieb brachte Unschönes zum Vorschein.

.. Eine „Jobgarantie“ ist mittelalterlich und verhindert die wirtschaftsgerechte Mobilität von Arbeitnehmern. Daran krankte die gesamte österreichische Nachkriegs-Wirtschaft.
.. Das steinzeitliche Beharren auf dem Beamten-Status von Telekom-Angestellten ist typisch österreichisch und beweist, Österreich ist noch nicht im 20. Jahrhundert angekommen. Pragmatisierung, ganz gleich für welche Berufsgruppen, ist wirtschaftsfremd und wäre schon seit 100 Jahren zu beseitigen gewesen.
.. Das Behalten einer staatlichen Sperrminorität ist mehr als nur lächerlich. Es verhindert nicht nur die wirtschaftliche Mobilität der Telekom, sondern kostet den Steuerzahler auch noch rund 280 Millionen Euro, die die ÖIAG neu als Schulden aufnehmen muss. Ein Klacks bei der rund 280 Milliarden Euro schweren Staatsverschuldung.

Damit die Telekom aber nicht in den leisen Verdacht kommt, kundenorientiert zu sein, wurden zuletzt kräftig Tarife erhöht.

Viele Menschen benötigen den undurchschaubaren Tarif-Dschungel nicht. Sie wollen einfach erreichbar sein und auch selbst telefonieren können. Dazu reichte meist eine Wertkarte (Bfree bei der Telekom, denn BOB war ein Witz), zu der man sich ein mehr als ausreichendes Minutenpaket dazukaufte, ohne sich zeitlich binden zu müssen.

Das spielt es nicht mehr. Der Preis für die Minutenpakete wurde um 50% erhöht. Frau Grafinger aus St. Pölten ist empört: „Ich habe nur eine Mindestrente. Jetzt soll ich auf einmal 15 Euro statt 10 Euro zahlen, obwohl ich nur ein paar Stunden im Monat telefoniere und den Blödsinn SMS nicht brauche. Das ist mir zuviel!“ Damit verliert die ÖGB-Nobelmarke Telekom Austria viele weitere, weniger zahlungskräftige Kunden. Das können super verdienende Gewerkschaftsbonzen nicht verstehen.

Der Telekom kann es egal sein. Verliert sie an Geschäft, springt eben der Staat mit neuen Steuern ein. Das geht ganz einfach und nennt sich Umverteilung.

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