Schreckmoment bei Stern TV! So stürmen Aktivisten Hallaschka’s Sendung

Gerade wollte Steffan Hallaschka seine Diskutantenrunde über Bewertungen im Internet befragen, als Aktivisten plötzlich über den Bildschirm huschten. Eilig stürmen Sicherheitskräfte auf den Störenfried und rangeln ihn vom Podium. Besonnen will Moderator Steffan Hallaschka wissen was hinter der überfallsartigen Aktion steckt, und lässt sich ein Mikro reichen.

Gerade befasst sich die allwöchentliche Live-Sendung Stern TV auf RTL mit Bewertungen im Internet. Über 95000 Österreicher verfolgen das plötzliche Geschehen auf der Mattscheibe. Der Zuspieler endet eben und Moderator Hallaschka widmet sich seiner Diskutantenrunde, als plötzlich ein Mann im T-Shirt das Podium stürmt und Sicherheitskräfte den Störer eiligst zu Boden ringen.

Der seit 2011 tätige Frontman von Stern TV reagiert souverän und will wissen was hinter der Aktion steckt. Mit den Worten „Die haben sicher eine Botschaft“, lässt er den „Überraschungsgast“  sogleich wieder ins Studio bringen, und sich ein Mikrofon reichen. Mehrere Menschen aus dem Publikum kommen auf die Bühne. Alle tragen Shirts mit der Aufschrift „1915 – Save our Souls“ (Rettet unsere Seelen). Da wird klar: Es handelt sich um eine Protest-Aktion. Hallaschka drückt einem Mann ein Mikrofon in die Hand, will ihm die Chance geben, seine Botschaft zu verkünden.

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Steffan Hallaschka lässt Aktivisten reden

Zunächst entschuldigt sich der Aktivist für die Störung. Seine Aussage: Nur durch eine solche Aktion sei es möglich, sich in den Medien Gehör zu verschaffen, da diese „von der Politik regiert“ seien.

Dann erklärt er sein Anliegen: Die Gruppe setzt sich gegen das Vergessen der Gräueltaten an den Armeniern zur Zeit des Osmanischen Reichs ein. Der 24. April wird in Armenien offiziell als Völkermord-Gedenktag begangen.

Im Osmanischen Reich kamen nach unterschiedlichen Schätzungen während des Ersten Weltkriegs zwischen 200 000 und 1,5 Millionen Armenier ums Leben, ein Großteil in den Jahren 1915 und 1916. Die Gräueltaten an den Armeniern wurden von mehr als einem Dutzend Staaten als Völkermord gewertet. Die Türkei bestreitet den Genozid. Inzwischen hat der türkische Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in einer Botschaft die Opfer der Armenier als „gemeinsames Leid“ bezeichnet.

Aktivismus in Live-Sendungen ist nichts neues. Schon Frank Elstner war in seiner TV-Show Wetten dass….? damit konfrontiert. Im Dezember traf es Markus Lanz im ZDF, als plötzlich Femen-Aktivistinnen die Arbeitsbedingungen im WM-Land Katar anprangerten.

Jetzt der Störer bei Hallaschka: Im Netz wird dessen besonnene Reaktion gelobt. Die Art, sich Gehör zu verschaffen, indem man in eine Live-Sendung platzt, wird dagegen vielfach kritisiert.

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