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Fritz Dinkhauser und die Oberländer Firmenpleiten

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Am 8. Juni 2008 wählt Tirol seinen Landtag und Ex-AK Präsident Fritz Dinkhauser (ÖVP) stellt sich mit einer eigenen Liste dem Wahlkampf, nachdem Landeshauptmann und Parteikollege Herwig van Staa (ÖVP) bis Ende 2007 dem Rücktrittswunsch von Fritz Dinkhauser nicht Folge leistete. Dinkhauser selbst ortet in dessen Politik einen fatalen Schaden an Tirols Bevölkerung. Insbesondere wäre die Regierungsbank in Tirol ausschließlich durch Bauernbund und Gesinnungsgenossen von Van Staa besetzt. Solche Seilschaften bräuchte es laut Dinkhauser in Tirol keinesfalls.

Während Dinkhauser selbst als Unbekannter im Tiroler Landtagswahlkampf gehandelt wird, dürfte sein Mitstreiter und AK Funktionär Fritz Gurgiser, bekannt vom Transitforum Tirol, als Listenstärke agieren.

Unterdessen werden neue Details über Fritz Dinkhauser und seine alten Rechnungen bekannt. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachtes der Abgabenhinterziehung, Sozialbetrug, Untreue und Betrug.

Ein weiterer Hinkelstein für den Ex AK-Chef dürften aber nicht zuletzt die Pleiten im Tiroler Oberland sein, die nach Informantenquellen des Nachrichtenmagazin Xlarge nicht zuletzt auf das Konto von Fritz Dinkhauser gehen sollen. Unter anderem hätte der berufene Arbeitnehmervertreter bei seinen Mitarbeitern in den Bezirksstellen der Arbeiterkammer dazu aufgerufen, dass diverse Firmen wie ein Landecker Internet Provider mit österreichweit über 35 Mitarbeitern und rund 5000 Kunden, durch gezielte Gerichtsverfahren in die Insolvenz getrieben wird. So hätte man in der Arbeiterkammer an eine renommierte Anwaltskanzlei in Innsbruck den Auftrag erteilt einen Konkursantrag zu stellen.

Im konkreten Fall hätte sich ein 18 jähriges Lehrmädchen in besagtem mit dem Ferialpraktikanten den Sommer über vergnügt. Der ehemalige Geschäftsführer Martin P. packt gegenüber Xlarge aus »Anstatt wichtige Bestellungen abzuarbeiten oder eingehende Anrufe entgegenzunehmen, haben sich sowohl das Lehrmädchen als auch der Ferialpraktikant vom Arbeitsplatz unerlaubterweise entfernt, waren Eis essen oder besorgten sich seelenruhig eine Pizza. Einmal hatte ein anderer Mitarbeiter beide beim Sex in einem der Büros auf frischer Tat ertappt«

Nicht weniger dreist gab sich ein weiterer Mitarbeiter im gleichen Unternehmen, der bereits im Bewerbungsgespräch angab nur dann die Arbeitsstelle anzutreten, wenn der Verdienst sein Arbeitslosengeld, das bereits die Höhe des Kollektivlohns betrug, übersteigt. Der damalige Geschäftsführer erinnert sich »Sofern wir eine Stelle beim Arbeitsmarktservice inseriert haben, meldeten sich meist Abgänger von BFI oder WIFI Kursen, die vorrangig daran Interesse hatten, das die notwendige Bestätigung für das AMS zum weiteren Bezug des Arbeitslosengeld von uns ausgestellt wurde. Einen wirklichen Arbeitswillen hatte niemand«

»Der ehemalige Verkaufsmitarbeiter Elmar Zormann brachte schließlich das Fass zum Überlaufen und sorgte im Schutzmantel der Tiroler Arbeiterkammer für einen Eklat nach dem anderen. Die Arbeitszeit nutze der ehemalige Angestellte für private Zwecke, so dass zahlreiche Kundenanfragen unbearbeitet blieben. Als die Firmeninhaber den Praktiken von Zormann auf die Schliche kommen, hagelt es seitens des Mitarbeiters Strafanzeigen wegen Betruges und Unterschlagung gegen die Firmenchefs, die klarerweise vor dem Landesgericht Innsbruck freigesprochen wurden. Schließlich wollte Elmar Zormann weitere 3.000,- Euro und wandte sich an die Arbeiterkammer, die den Drückeberger vollumfänglich unterstützte« wie P. zu berichten weiß.

Zahlreiche Unternehmer bestätigen ein Problem der Arbeitgeberseite. Mitarbeiter die sich nicht an ihren Arbeitsvertrag halten, müssen in Österreich dennoch voll ausbezahlt werden, wie Xlarge recherchieren konnte. In Tirol eröffnet die Arbeiterkammer unter der Führung von Fritz Dinkhauser zahlreiche Möglichkeiten wie den Rechtsschutz vor einem Arbeits- und Sozialgericht.

Martin P. kennt die Sitten der Dinkhauser AK »Ich kann mich noch gut an Herrn Holger Boos zurückerinnern, der nach wie vor ein eigenes EDV Unternehmen in Innsbruck betreibt. Vermittelt durch eine Arbeitsagentur wurde uns versichert, dass diese neue Arbeitskraft im Verkauf beste Leistungen erbringen würde. Tatsächlich aber konfrontierte uns Boos täglich mit neuen Ungereimtheiten. Einmal war es sein Auto, ein anderes Mal war er krank. Zusammenfassend wurden innerhalb von 6 Monaten gerade einmal eine Hand voll ADSL Anschlüsse für Privatkunden von Boos verkauft. Schließlich wollten wir diesen Mitarbeitern keinen Lohn mehr auszahlen und gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bedauerlicherweise entschieden die Richter stets zu Gunsten der Arbeitnehmer, die allesamt von der Tiroler Arbeiterkammer instruiert waren«

Fritz Dinkhauser war bis Redaktionsschluss zu keiner Stellungnahme erreichbar. Stattdessen bestätigt eine ehemalige Mitarbeiterin der Arbeiterkammer die teils subtilen Methoden der Arbeitnehmervertretung »Arbeitnehmer beschweren sich laufend bei der AK. Ob deren Aussagen richtig sind, wird aber nicht überprüft und sofort Rechtsschutz gewährt, insbesondere dann, wenn ein Unternehmen auf der Abschussliste steht«

Jüngst sorgt die Kritik um Fritz Dinkhauser für Aufregung, er habe den Rücktritt als Arbeiterkammerpräsident zu spät wahrgenommen. Die »Liste Fritz Dinkhauser – Bürgerforum Tirol« wird also auch noch in den nächsten Tagen und Wochen bis zur Landtagswahl für Aufsehen sorgen.

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