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Aufdecker-Hausfrau: Landesgericht für Strafsachen Graz fällt Freispruch

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Nach eineinhalb Stunden Verhandlung war die Erleichterung für Andrea Juen groß. In einem zweiten Verfahren sprach Richterin Mag. Julia Riffler die Tirolerin vom Vorwurf der Verleumdung gegen Richter rechtskräftig frei. Seit Jahren kämpft die aus Strengen stammende Mutter gegen Justizmisswirtschaft an. Das Fass zum Überlaufen brachten Vorwürfe gegen Richter des Landesgericht Innsbruck, die laut Insider Drogen konsumieren.

Alles nahm seinen Anfang mit einem Buch und einer Haus-Schenkung. Letzteres sollte Maria Juen trotz Erbverzichtserklärung dank staatlichem Gewaltmonopol wieder entrissen werden. Ihr Ex Peter B. behalf sich eines Tricks und seinem Naheverhältnis zu Justizkreisen.

Ex-Frau Maria Juen habe ihn mit einem Buch über die ehelichen Erlebnisse verunglimpft. Zum Verhängnis wurde der unerfahrenen Autorin ein Rat ihres Verlags das Buch als Roman zu verlegen. Nach der Veröffentlichung übliche Buchlesungen versuchte Peter B. beharrlich zu verhindern – zuletzt durch Intervention beim seinerzeitigen SPÖ Bürgermeister von Imst – Gerhard Reheis.

Das einst vom Vater des Peter B. an Maria Juen geschenkte Einfamilienhaus entwickelte sich schließlich zum Dauerbrenner vor Gericht, obwohl B. weder im Scheidungsverfahren Ansprüche stellte noch im Grundbuch stand. Er berief sich im Zivilprozess vor dem Landesgericht Innsbruck auf familiäre Zeugen, eine angebliche Vereinbarung mit seinem Vater und die von seiner Ex-Frau mittels Buch getätigte Verunglimpfung. In Juristendeutsch heißt das Zauberwort “grober Undank”, setzt aber voraus, dass der Verunglimpfte auch die Schenkung tätigte.

Trotz fragwürdiger Zeugen mit Naheverhältnis zu Kläger B. und einem Stapel Notariatsakten errang Peter B. einen Sieg über seine Ex. Kurioserweise ohne Verfahrensbeteiligung Juens, die zum Prozesstermin nicht geladen wurde.

Alle Rechtsmittel halfen nichts und sprach das Landesgericht Innsbruck dem Kläger und Ex-Mann von Andrea Juen das Haus zu. Den grundbücherlichen Formakt erledigte schließlich Gerichtsvorsteher Wolfgang Besler vom Bezirksgericht Imst. Seither wehrt sich Andrea Juen mit öffentlichen Anschuldigungen im Internet, Strafanzeigen und Revisionsverfahren.

Das brockte der Mutter von drei Kindern erst eine Anklage am Landesgericht Feldkirch samt Schuldspruch ein. Erst nach einem schier unendlichen Spießrutenlauf sprach die Oberstaatsanwaltschaft Graz ein Machtwort. Nun war das Landesgericht für Strafsachen in Graz am Zug und fällte am 2. Verhandlungstag einen Freispruch. Andrea Juen konnte aufgrund der Zeugenaussagen und des einst in Feldkirch von der Justiz einzig glaubhaften Zeugen keine Schuld nachgewiesen werden.

Pikanterie am Rande: Die Staatsanwaltschaft ordnete bis heute keinerlei kriminalpolizeiliche Ermittlungen gegen die “koksenden Richter” an. Auf XlargE Anfrage heißt es vom Landesgericht Innsbruck im Fall Juen lapidar: Man habe die Rechtsordnung eingehalten und sämtliche von Juen erhobenen Vorwürfe entsprechen nicht den Tatsachen. Ob aus Kreisen der “koksenden Richter” nicht rechtliche Schritte zu erwarten seien, ließ ein Gerichtssprecher offen. Schließlich unterliege diese Information dem Amtsgeheimnis.

Sichtlich gestärkt kündigt Andrea Juen in einer ersten Stellungnahme kämpferisch an sie werde sich nun ihr Haus zurückholen und das ihr widerfahrene Unrecht nahtlos aufdecken. Laut eigenen Angaben unterstützen schon über 5000 Anhänger aus ganz Österreich die Aufdecker-Hausfrau aus Tirol.

Unterstützung lässt ihr auch der Jurist Dr. Christian Warum zukommen. Der aus dem Team Stronach stammende Justizkritiker will weitere Beweise über die kriminellen Gebarungen im Tiroler Justizapparat aufbieten.

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