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AUFGEDECKT: Polizeiskandal in Tirol weitet sich aus

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Sie saufen, pöbeln und spielen Karten, so zumindest zeichnet sich seit den Vorfällen in der Polizeiinspektion Zell am Ziller (Xlarge hat berichtet) das Bild der Tiroler Exekutive. Nun macht der Osttiroler Polizeikommandant in Lienz von sich reden. Wie ORF Tirol berichtet, habe der Beamte am vergangenen Wochenende im betrunkenen Zustand seinen Dienst angetreten und wurde deshalb bis auf weiteres suspendiert. „Es war nur noch eine Frage der Zeit bis das Geschwür ausbricht“, heißt es aus gut informierten Kreisen.

Nach Zell am Ziller und Lienz dürfte jetzt aber auch die Polizeiinspektion Landeck mehr und mehr ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten. Erst am heutigen Monat (26.5.) fand vor Richter Dr. Alfred Stöbich am Unabhängigen Verwaltungssenat Tirol eine öffentlich-mündliche Verhandlung statt. Zwei Beamte mussten sich wegen Verletzung der Richtlinienverordnung (§ 31 SPG) verantworten. Ein weiterer Beamter habe den Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer im Zuge von Erhebungen gar als „Hosenbrunser“ und „Pfeifendeckel“ bezichtigt. Während die erste Beschwerde des gebürtigen Landecker heute für einen Verhandlungstag sorgte, wollte das Landespolizeikommando Tirol zur zweiten Beschwerde nicht Stellung beziehen. Jetzt sind weitere Behördeninstanzen am Zug.

Dem Nachrichtenmagazin Xlarge liegen ua. Beweisunterlagen vor, demnach zumindest ein Gruppeninspektor interne Akteninhalte an einen rechtskräftig verurteilten Straftäter weitergab. Des Weiteren sollen Ermittlungsergebnisse der Polizeiinspektion Landeck auf eine Homepage ins Internet gestellt worden sein.

Pfeifhofer sieht sich erneut bestätigt „Meine Recherchen haben dazu geführt, dass nunmehr die Staatsanwaltschaft Innsbruck das Fehlverhalten der Beamten strafrechtlich bewerten muss“. Pikanter weise mitten drin der Bürgermeister von Zams Helmut Gstir (SPÖ). Schon einmal sei es im Rahmen einer Einvernahme zu skurrilen Vorgängen kommen, die schließlich zu einem Prüfverfahren der Volksanwaltschaft geführt haben.

Während der Bezirkskommandant von Lienz, Silvester Wolfsegger, über keine neuen Ermittlungsergebnisse zu berichten weiß, dürften die Vorgänge an der Landecker Polizeiinspektion Anlass für weitere Verfahren sein.

Siehe auch: »Causa Anton K.« Jetzt ermittelt die Dienstaufsicht!

Update vom 26. Mai 2008 20 Uhr 15

Bei der am 26. Mai 2008 anberaumten mündlichen Verhandlung vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat Tirol, kam es bereits vor dem Verhandlungssaal zwischen den Eltern von Xlarge Chef Reporter Stephan Pfeifhofer, die als Zeugen geladen waren, und den Polizeibeamten Alois T. und Anton K. zu einem heftigen Verbalabtausch. Demnach haben die Beamten sogar am Heiligen Abend die Mutter von Stephan Pfeifhofer aufgesucht, stritten hingegen die Verbindung zu einem rechtskräftig verurteilten Straftäter in Oberösterreich ab.

Vor dem Senat kam schließlich die Homepage http://tiefenbacher.inhr.net zur Sprache, eine fiktive Website von Stephan Pfeifhofer und INHR Initiator Roland Reichmann, die anlässlich der investigativen Recherchen des Xlarge Chef Reporters, der 2006 mehrere Monate lang verdeckt als Diplomsozialarbeiter und Diplomsozialpädaoge in der österreichischen Jugendwohlfahrt recherchiert hatte, überarbeitet ins Netz gestellt wurde.

Dazu Pfeifhofer selbst in einer ersten Stellungnahme „Selbstverständlich ist die ganze Homepage nur eine Fiktion, was echt ist sind die Fotos meiner Frau, mir selbst und meinem Sohn. Wenn Behörden darauf hereinfallen und den Hinweis im Impressum nicht beachten, kommt mir nur ein schmunzeln“.

In der Juli Ausgabe vom Nachrichtenmagazin Xlarge wird der pfundige Nordtiroler in einer Sonderbeilage über seine Recherchen aus 2006 ausführlich berichten. Unter anderem entpuppte sich eine Familie, die vermeindlich Kritik gegen das Jugendamt im Internet publiziert, als haltloser Fall und ist das Kind laut Recherchen von Xlarge zurecht bei Pflegeeltern untergebracht. Als besonderes Highlight berichtet Stephan Pfeifhofer in seiner Sonderbeilage erstmals vom Ablauf eines Pflegschaftsverfahrens, welches er Inkognito als einziger Journalist in Europa, mitverfolgen konnte.

Im Fall der beschuldigten Polizeibeamten Anton K. und Alois T. aus Landeck, haben diese bei der heutigen Verhandlung vor dem Senat auf ihre bisherige Aussage beharrt und sahen kein Fehlverhalten. Senatsvorsitzender Dr. Alfred Stöbich will nun die Fakten prüfen – das Urteil dürfte schriftlich ergehen.

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