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Abzock Wahnsinn aufgedeckt! ÖBB auf asozialer Schiene

Die Österreichischen Bundesbahnen hatten im letzten Jahr kräftig finanziell geblutet. Hunderttausende Ausländer wurden gratis kreuz und quer durch Österreich transportiert. Dazu noch die hohen Reinigungskosten für Zugsgarnituren und Bahnhöfe. Wegen der immens hohen Schulden wären die ÖBB auch sonst schon lange konkursreif.

Wo holt sich ein staatseigener quasi-Monopolbetrieb Kosten zurück? Bei den zahlenden Kunden, selbstverständlich, die nicht ausweichen können. Besonders nicht im Nahverkehr. Am empfindlichsten trifft es die sozial schwachen Kunden. Sie sind oft älter, haben nur geringes Einkommen, müssen oft nur wenige Stationen fahren. Diese kann man ideal schröpfen.

Frau N. bekommt eine Mindestpension, fährt mehrmals täglich in die Stadt zum Einkaufen oder zum Arzt. Die Senioren-Vorteilscard spart ihr Kosten. Frau N. staunte nicht schlecht, weil sie seit Jänner plötzlich zwischen 5 und 10 Prozent mehr zahlen muss. Eine Station weit kostet 40 Cent mehr, in die Stadt zahlt sie 60 Cent mehr. Viele alte Züge, bei denen Frau N. nur schwer die hohen Stufen hinauf kommt, machen das neue Erlebnis nicht besser.

Die ÖBB begründen das mit den hohen Kosten der Gratis-Transporte. Zu denen die ÖBB freilich niemand gezwungen hatte. Doch die Staatsbahnen können es noch gefinkelter. Wie zockt man heutzutage Kunden am idealsten ab? Per Handy und App. Kunden vertrauen blindlings auf ihre Smartphones, installieren sich darauf dutzende Apps – und zahlen und zahlen.

Die bisherige App „ÖBB Tickets“ wurde ausgewechselt. Man möchte die ÖBB „zukunftsfit“ machen und auf den „Bedürfnissen der jungen Generation aufbauen“. Die neue App, gültig ab 1. April, funktioniert nicht auf allen Handy-Betriebssystemen. Den Kunden wird da gleich empfohlen, sich ein neues Gerät anzuschaffen. Smartphones kosten ja nur ein paar hundert Euro.

Zugsschaffner verlangen sehr oft ausgedruckte Tickets. Das geht aber nicht, wenn man ein Ticket mit der Smartphone-App kauft. Dann wird schnell auch die Strafgebühr von 100 Euro verrechnet, Einnahmen sind wichtig.

Dank Ticket-App: ÖBB im Preis-Chaos

Dank neuer Ticket-App: ÖBB im Preis-Chaos

Herr L. aus Salzburg stolperte über einen weiteren Abzock-Modus. Mit der Senioren-Vorteilscard und der alten App zahlt er 2,60 Euro in die Stadt. Mit der neuen App werden ab April 6,20 Euro verrechnet. Das ist weit mehr als das Doppelte! Die ÖBB reden sich heraus, sie müssten innerhalb Salzburgs die Verbundtarife verrechnen. Spar und andere Firmen hatten wegen solcher Preisabsprachen hohe Strafen zahlen müssen. Werden die ÖBB nur davon kommen, weil sie ein Staatsbetrieb sind?

Der nächste Kostenschnalzer ist schon im Anlaufen. Die ÖBB bieten, vorerst nur in Wien, telefonische Unterstützung zur Bedienung der Ticketautomaten an. Kunden könnten den ÖBB-Kundendienst unter 05-1717 25 zum Ortstarif anrufen, wenn sie vor dem Automaten stehen. Eine weitere gemeine Abzocke, die wieder vor allem ältere Kunden treffen wird.

Ortstarif? Den gibt es schon lange nicht mehr. Vom Handy vor dem Ticketautomaten aus schon gar nicht. Die 05-Tarife werden speziell verrechnet. Sie kosten in allen Mobilnetzen, je nach Anbieter, zwischen 20 und 25 Cent pro Minute. Bei durchschnittlichen 10 Minuten Wartezeit auf die Hotline sind schnell ein paar Euro weg. Viel Geld für ältere Kunden, die oft nur einen Minimaltarif am Handy haben. Das Ticket kann dann mit Anleitung gleich das Doppelte oder ein Mehrfaches kosten.

Die Schulden-Milliarden scheinen die ÖBB sehr zu drücken, um solche asozialen Tricks einzuführen.

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