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Zweite Runde um Fließband Gutachter Egon Bachler vertagt

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Im Fall des 53-jährigen „Märchen-Gutachters“ Egon Bachler aus Salzburg, kam das Landesgericht am Dienstag zu keinem Abschluss. Auf Antrag der Verteidigung soll ein mit dem bisherigen Verfahren nicht befasster unabhängiger Gutachter für eine neue Expertise betraut werden. Richterin Gabriele Glatz gab aber über die Verständlichkeit der Gutachten Bachlers zu bedenken sie habe überlegen müssen ein Wörterbuch zu holen.

Rund 13 Betroffene kämpfen seit Jahren gegen ein Wirtschaftsimperium an, das seines gleichen sucht. Unternehmen wie TAF (Therapeutisch Ambulante Familienbetreuung) oder GWG sind nicht nur eng mit dem Angeklagten Egon Bachler verbunden. Beispielsweise bezahlt das Land Salzburg und Oberösterreich für Millionenaufträge an Egon Bachler, TAF und GWG. Letztere treiben sogar in Deutschland ihr Unwesen.

Im vergangenen Jahr musste der Prozess gegen Egon Bachler bereits einmal abgebrochen und mit einem Unzuständigkeitsurteil verworfen werden. Die vorsitzende Richterin ortete auch Betrugsverdacht und hierfür sei ein Schöffensenat zuständig. Das Oberlandesgericht Linz teilte diese Meinung nach Einwürfen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung nicht. Dann hieß es zurück zum Start.

Am Dienstag wurde abermals auf unbestimmte Zeit vertagt. Nun soll ein Obergutachten klären, ob Egon Bachler Gutachten am Fließband produzierte und sich der falschen Zeugenaussage schuldig machte.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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