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Wahl-Analyse: Warum Van der Bellen gewinnen kann

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Der Poker um die Briefwahl wird am Montag endgültige Gewissheit bringen. Dass kategorisch Grün-Wähler die Wahlkarte aber bevorzugen, ist am Ende eine besondere Pikanterie. Publizist und Kommunikationswissenschaftler Stephan Pfeifhofer sah bereits vor dem 1. Wahlgang klare Motive voraus. Das Ausscheiden der Regierungsparteien rot-schwarz im 2. Wahlgang schaffte hingegen neue Voraussetzungen, da erstmals zwei Oppositionsparteien in der Stichwahl um die Hofburg kämpfen.

Bislang galt die FPÖ von Heinz Christian Strache als Lager der Protestwähler. Das bewahrheitete sich nicht zuletzt am 24. April im 1. Wahlgang. Als die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP weit abgeschnitten Abschied nahmen, katapultierten die Wähler den Grünen Alexander Van der Bellen und FPÖ Kandidat Norbert Hofer in die Stichwahl. Letzterer ließ seinen Kontrahenten mit Abstand weit zurück.

Medial Experte und XlargE-Ikone Stephan Pfeifhofer ist über den bisherigen Verlauf der Wahl alles andere als verwundert. Er ortet in einer Polarisierung des Medien-Mainstream und einer breiten Front von Linkspopulisten den Grund für das anhaltende Kopf an Kopf Rennen. Gegenüber XlargE geht Pfeifhofer ins Detail icon-angle-double-right Zum 24.4. hin hatten wir eine zu erwartende Abwahl von rot-schwarz. Wäre an diesem Abend ein neuer Nationalrat gewählt worden, hieße der neue Bundeskanzler HC Strache. Mit dem Kanzler Tausch im SPÖ Lager und den bekanntermaßen scharfen Umgang von Main-Stream Medien mit der FPÖ, subsumierte sich zum heutigen Wahlsonntag ein Rennen zweier Kandidaten von Oppositionsparteien, um die Frage, welcher Kandidat dem derzeitigen Regierungsteam näher steht. Eine direkte Protestwahl gegen rot-schwarz hingegen war nicht vorrangig, weshalb Van der Bellen massiv aufholte, da die verbliebenen Wähler, gerade aus dem Lager von Griss, Norbert Hofer verhindern mussten und bekanntlich die aus dem 1. Wahlgang verbleibenden Wähler von SPÖ und Neos ohnehin tendenziell zu den Grünen wandern. Die Prognose für einen Bundespräsidenten der Alexander Van der Bellen heißen wird, ist also denkbar einfach. Nicht zuletzt war aus der letzten Wien-Wahl das Verhinderungsprinzip der linken Riege gegen die FPÖ hinlänglich bekannt. icon-angle-double-left

Ähnlich sehen namhafte Analysten die Thematik der Protestwähler, die in erster Linie in einer direkten Konfrontation zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ gewichten. Das nunmehrige Novum einer Stichwahl mit zwei verbleibenden Oppositionellen gebar eine gänzlich neue Ausgangslage.

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