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AUFGEDECKT! So zockt Familie Ratz mit INKO Inkassobüro ab

INKO Inkasso GmbH - Quelle: YouTube Artikel per Email versenden Artikel per Email versenden

Der Anlassfall eine vollmundig verkaufte Datenrettung. Das Ergebnis desaströs unter der versprochenen Quote von 70 %. Seit zwei Jahren kämpft Herr S. um seine Daten, die von einem Linzer Datenretter nur dürftig wiederhergestellt wurden. Erklären will man die Umstände nicht, auch nicht warum Herr S. seinen Originaldatenträger bis heute nicht wiederbekommen hat. Stattdessen schicken die Herren über Bits und Bytes Inko Inkasso GmbH um Familie Manfred und Helga Ratz.

Eintreiber Ehepaar Helga & Manfred Ratz - Quelle: YouTube

Eintreiber Ehepaar Helga & Manfred Ratz – Müssen die Inko Abzocker bald wieder vor Gericht? – Quelle: YouTube

Eigentlich hätten Inkassobüros in Österreich keine Rechtsgrundlage, erklärt ein Insider der Branche gegenüber XlargE. Tatsächlich versuchen Inkassobüros à la INKO Inkasso GmbH aus Linz um den Direktor von eigenen Gnaden – Manfred Ratz – mittels Gewerbeschein formalen Charakter zu erlangen. Hinzu kommt eine eigens fabrizierte ISO Zertifizierung für den nötigen Schein.

In Wirklichkeit tritt anstelle des Möchte-Gern Direktors die Sachbearbeiterin Frau Kaar auf den Plan. Ihren vollen Namen will die Inkassantin aus Linz nicht nennen. Aber XlargE Recherchen erforschen in kürzester Zeit die wahre Identität von Sa. Kaar. Ohne legitimen Auftrag und trotz einer Rechnungsgutschrift vom Februar dieses Jahres zieht S. Kaar alle Register, und mit ihr Prokurist Walter Strobl aus dem Raum Pucking.

Herr S. ist erstaunt über die mit Drohungen verzierten Mahnschreiben, und die Beharrlichkeit, selbst nachdem der Datenretter S. offiziell mit Email erklärt sein Fall wäre geschlossen und das Inkassobüro INKO Inkasso GmbH aus Linz informiert worden. Weder will S. Kaar und Walter Strobl die Daten von S. löschen, geschweige denn das Inkasso einstellen.

Noch am selben Nachmittag schickt INKO Inkasso GmbH aus Linz einen Inkassanten Vor-Ort – in schwarzer Lederkluft und mit Springerstiefel. Das beeindruckende zwei Meter Monument vor der Wohnung von Herrn S. erschüttert nicht nur, denn jetzt würde S. trotz seines berechtigten Widerspruchs gegen die Forderung schlichtweg prompt bezahlen.

Pikanterie am Rande: Anwesende XlargE Journalisten dürften dem Inkasso-Mann in Springel-Stiefel dann doch verunsichert haben – mitsamt der berechtigten Fragen an den INKO Eintreiber.

Nun will S. das aufsässige INKO Inkasso mittels Klage in die Schranken weisen. Eine schriftliche Unterlassungsaufforderung ging dem Linzer Eintreiber Ehepaar zwischenzeitlich von S.s Anwalt zu.

Unterdessen obsiegte der Verein für Konsumenteninformation gegen INKO Inkasso GmbH aus Linz, da vom Eintreiber Ehepaar Helga und Manfred Ratz für Ratenzahlungsvereinbarungen unlautere Klauseln in Gebrauch genommen wurden. Der Oberste Gerichtshof betraute in der Rechtssache sogar den Europäischen Gerichtshof.

Der VKI klagte im Auftrag des Sozialministeriums das Inkassobüro INKO Inkasso GmbH. Dabei wurde die Mehrzahl der eingeklagten Klauseln für unzulässig erklärt. Ob das Verbraucherkreditgesetz auf die Rückzahlungsvereinbarungen anwendbar ist, ist weiter offen. Das Verfahren diesbezüglich wurde an die Erstinstanz zurückverwiesen.

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