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Das selektive Waffengesetz

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Fast jeden Tag liest man irgendwo, Behörden hätten gegen jemanden ein Waffenverbot verhängt. Dafür genügt schon der geringste Anlass. Zum Beispiel weil einer in seinem Keller mit dem Luftdruckgewehr auf einen Pappkarton schießt und sich ein Nachbar bei der Cobra beschwert. Oder wenn einer streitet und zu einem Küchenmesser greift. Oder wenn sich jemand gegen Räuber wehrt, die ihn überfallen. Oder – auch das war schon da – wenn jemand einen Unfall hat und die Polizei seine Wohnung ungefragt nach Waffen durchsucht. Einfach so.

Die Polizei führt dann schneidig die erbeuteten Waffen vor. Auch wenn es fast immer nur Messer, Antikwaffen, Sammlerstücke oder ähnliches sind. Der Erfolg berechnet sich an der Anzahl. Besonders großartig ist es, wenn die Polizei bei Sammlern registrierte Waffen „findet“. Von denen weiß nämlich die Polizei und hat sie zu kontrollieren.

Fast täglich liest man auch, ein Ausländer – oder ein frisch Eingebürgerter, oder ein Schutzsuchender – habe einen anderen mit einer Waffe angegriffen, bedroht, verletzt, oder getötet. Nie ist in dem Zusammenhang jemals etwas von einem Waffenverbot zu hören. Diese Art von Tätern dürfte keine Waffen haben, also kann man sie ihnen auch nicht verbieten, geht die Logik.

Die politische Vorgabe für die Behörden ist, nach Möglichkeit alle legalen Waffen aus dem Verkehr zu ziehen. Und die Personen, die Waffen besitzen, am besten auch gleich mit. Erst vor wenigen Monaten wurde ein bekannter Waffenrechtsexperte unter dem Vorwand einer angeblichen Verhetzung verurteilt, nur um ihm etwas am Zeug flicken zu können.

Der Waffenbesitz unter Ausländern ist unübersehbar und wird auch nicht kontrolliert. Auch die zahllosen Menschen, die in den letzten Jahren illegal nach Österreich eingewandert waren, hatte niemand jemals nach Waffen durchsucht. Besonders aus den Balkanstaaten und aus den angrenzenden Mittelmeer-Ländern kann fast jeder (Ausländer) praktisch ungehindert Waffen nach Österreich mitnehmen, bis zu automatischen Gewehren und Handgranaten. Sanktionen drohen keine.

Beim aktuellsten Fall stellen sich noch die restlichen Haare auf. Ein Täter aus dem Kosovo hatte einen Bosnier mit einem Kopfschuss getötet. Das passiert leider sehr oft bei Streitigkeiten unter Ausländern. Jetzt wird mit allen Mitteln der Kunst versucht, den Täter reinzuwaschen. Er habe doch nur mit einer Pistole auf den anderen einschlagen wollen. Dabei hätte sich ein Schuss gelöst.

Das Märchen von sich lösenden Schüssen wäre sogar einem Münchhausen zu abgedroschen gewesen: Ein Schuss löst sich nicht von selbst. Weder bei einem Jäger noch bei einem Straftäter.

Die Fakten sind: Jemand geht mit einer nicht legalen, geladenen Waffe zu einer Auseinandersetzung. Die Pistole war scharf geladen, mit einer Patrone im Lauf. Das tut man nur, wenn man die Waffe auch verwenden will. Die Pistole war bei ihrer Verwendung, angeblich als Schlaginstrument, entsichert. Eine Schusswaffe zu entsichern bedeutet, der Träger will mit ihr schießen. Der Täter drückte dann auch noch ab – was nichts anderes bedeutet, als dass er den Finger am Abzug hatte! Ein glasklarer vorsätzlicher Mord, oder mindestens Totschlag. Das durch gestellte Zeugenaussagen und hilfsbereite Polizei-Experten beschönigen zu lassen, hilft keinen Millimeter.

Keiner störte sich daran, wieso der Täter eine geladene Pistole besaß und bei sich trug. Das ist eben auf dem Balkan so üblich, sagen Integrations-Experten. In Wien anscheinend auch. Waffenerlaubnis? Hätte er nie bekommen. Waffenverbot? Kann man keines gegen ihn verhängen, weil er sowieso keine Waffe besitzen durfte.

Fazit an der Sache? Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ausgenommen Menschen mit fremden Wurzeln, auf die österreichische Gesetze nicht anwendbar zu sein scheinen.

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