XlargE Magazin Abo

Aufgedeckt! So überrollt Gemeinde Polling dank Personalshop Tiroler Berge mit China Schnick-Schnack

Artikel per Email versenden Artikel per Email versenden

Seit längerem gehen im beschaulichen Tiroler Polling die Wogen hoch. Die Servus Handels- und Verlags GmbH, besser bekannt als Online Versandhändler Personalshop, baut massiv aus, denn ein über 35 Meter hohes Hochregallager mit modernster Logistik-Automation, und rund 400 neue Arbeitsplätze lassen Anrainer und Nachbargemeinden seit Bekanntwerden der Bauvorhaben aufstöhnen. In einer Stellungnahme geht die Gemeinde Polling selbst von über 60 LKW’s am Tag aus. Das heißt ein LKW pro 15 Minuten soll die neue Gewerbezufahrt beanspruchen. Offiziell will man von Lärmbelästigung und Umwelteinflüssen nichts wissen. Die Verkaufspraxis von Personalshop lässt jedenfalls ungeahnte Folgen befürchten.

Mit vollmundigen Produktbeschreibungen, die laut Aussage einer Mitarbeiterin von Personalshop direkt vom Hersteller stammen, ködern Johannes Lamprecht und  seine Anteilseigner gut gläubige Kunden, die vornehmlich durch Postgewerkschaft und ähnliche Verbände akquiriert werden. Ein gut gelungenes Konzept, das sich wie ein roter Faden durch die Unternehmensgeschichte zieht. Zu Beginn war man bemüht eine Überzahl an Musik CDs auf den Markt zu werfen, da sprangen die SPÖ Gewerkschafter der Post ein, und das lukrative Geschäft war geboren.

Personalshop: Jacque Lemans Outdoor Jacke als China Schnick-Schnack

Personalshop: Jacque Lemans Outdoor Jacke als China Schnick-Schnack

Tatsächlich aber trügt der Schein nicht nur um ein überdimensionales Bauvorhaben in der Gemeinde Polling. Wie XlargE Recherchen am Beispiel einer „Jacques Lemans“ Outdoor Jacke zeigen, ist lediglich die Verwendung des Labels durch Personalshop lizenziert, während die Produktbeschreibung eine andere Sprache spricht  icon-angle-double-right JACQUES LEMANS, von den Brüdern Riedl 1975 gegründet, hat es sich ursprünglich zum Ziel gesetzt, Uhren in bester Qualität zu produzieren. Mittlerweile gibt es auch hochwertige Freizeitmode vom beliebten Label.  icon-angle-double-left Selbst eine Mitarbeiterin an der Verkaufshotline von Personalshop schwört darauf, dass die fragliche Jacke vom Markenuhren-Hersteller aus Kärnten stammt.

Was aber wenn sich beim bloßen Tragen anlässlich mehrerer Spaziergänge plötzlich die Nähte lösen und eine Kundenreklamation notwendig wird? In der Kundenservice Philosophie von Personalshop wohlweislich berücksichtigt, denn Kunden die beanstanden bekommen postum einen besonderen Eintrag in ihrem Kundenkonto verpasst und gelten fortan gelinde gesagt als unangenehme Klientel, das einer ganz besonderen Profilbewertung bedarf. So beschreibe man reklamierende Kunden als „unfreundlich“, „beleidigend“ oder „respektlos“, wie XlargE Recherchen knallhart zeigen.

Offiziell hingegen weist Personalshop in seinem Online Shop darauf hin man wolle  icon-angle-double-right Sie als Freund gewinnen  icon-angle-double-left denn höchste Qualität und stark rabattierte Preise stünden im Vordergrund, das garantiere auch eine Best-Preisgarantie, wenngleich ein preislicher Vergleich denkunmöglich scheint. Sämtliche Produkte stammen aus fernöstlicher Eigenproduktion, sind mehr oder weniger Eigenmarken, die mit lizenzierten Labels à la „Jacques Lemans“ versehen und überteuert auf den Markt geworfen werden. So kostet die fragliche Outdoor-Jacke aus dem Beispiel rund 80,- Euro. Ein stolzer Preis für Fernostware mit Lizenz-Label. Nur vereinzelt offeriert Personalshop unter Tochtergesellschaften wie der Grenzenlos Handels GmbH beispielsweise via amazon.de Strümpfe aus dem Hause „Stubai“.

Der Pollinger Josef Jennewein kennt die perfiden Tricks um Hannes Lamprecht und seine Geschäftspartner nur zu gut. Seinem Haus droht jetzt durch die massiven Baulichkeiten von Personalshop sprichwörtlich ein Wassereinbruch, wenn der Grundwasserspiegel ansteigt. Dem nicht genug, hätte Bürgermeister Gottlieb Jäger den akribischen Gemeindebürger lieber gestern als morgen vor die Gemeindegrenze gesetzt, aber das ist ein anderes Kapitel in der obskuren Gemeindepolitik von Polling.

Selbst die kolportierte Kommunalsteuer von rund 130.000,00 Euro dürfte bei rund 400 Mitarbeitern fern der Realität liegen, wie Jennewein vorrechnet. Die Gemeinde Polling ist großzügig, denn beim Verkaufspreis von gerade einmal 1,1 Millionen Euro lag mal rund 200.000,- Euro unter dem Verkaufserlös, der von einer Pollinger Familie für ein gleichwertiges Grundstück berappt werden musste, weswegen von einer versteckten Förderung in Höhe von Euro 200.000,- ausgegangen werden muss. Selbst die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Polling von satten 250.000,- Euro trägt ihr Scherflein bei, wenn zugunsten von Personalshop Tür und Tor für weitere Erleichterungen einer Betriebsansiedlung geöffnet sind, und am Ende die Gemeinde Polling auch noch für die Erschließungskosten aufkommt.

Trotz massiver Anrainerproteste und Bedenken in den Nachbargemeinden ein hoher Zoll für diese Betriebsansiedlung, die in Wahrheit den Wirtschaftsfaktor für Tirol in Zeiten lebhaften Mitbewerbs durch Amazon und andere Versandriesen erst unter Beweis stellen wird müssen. So dürften am Ende Personalshop auch keine skurrilen Gewinnspielaktionen nützen, die dem Kunden vorgaukeln Geschäftsführer Hannes Lamprecht suche vereinzelte Kunden „persönlich“ aus, um ihnen einen lukrativen Wertscheck zuteil werden zu lassen. Dem nicht genug motzt Personalshop Bestellungen ab 60,- Euro gar mit grandiosen Zugaben wie Uhren aus, die bei näherer Betrachtung nicht annähernd einen Euro wert sind. In Internetforen bezeichnen Kunden solche Zuckerln gar als „Schrottuhren“.

Alles das will Personalshop von Polling in Tirol aus europaweit praktizieren. Während man schon bisher Österreich und Deutschland mittels Logistik in Tirol mit exorbitanten Lieferzeiten von bis zu drei Wochen belieferte, plant Hannes Lamprecht unterdessen dank der dienlichen Expansion im Gemeindegebiet von Polling die Erschließung weiterer Märkte. Smog über der Gemeinde Polling ist vorprogrammiert.

In einer Berichterstattung in mehreren Teilen wird XlargE einzelne Facetten der Causa Personalshop detailreich beleuchten. Trotz nachweislicher Anfragen konnten die Verantwortlichen die niederschmetternden  Fakten nicht entkräften.

 

Download PDF

One Response to Aufgedeckt! So überrollt Gemeinde Polling dank Personalshop Tiroler Berge mit China Schnick-Schnack

  1. Dozenhacker sagt:

    Offenbar stinkt in Polling die Gier von Personalshop und Gemeindevertreter zum Himmel 🙁

    Gut oder Schlecht: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

***NETIQUETTE*** Wir möchten darauf hinweisen, dass Postings die verhetzende, beleidigende und/oder diskriminierende Inhalte haben, nicht zur Veröffentlichung gelangen bzw. gelöscht werden, wobei wir auf ein automatisiertes Anti-Spam-System zurückgreifen.

Wir ersuchen die Kommentator(innen) sich einer gepflegten Umgangssprache zu bedienen und auch die Verwendung von Schimpfwörtern zu unterlassen, da diese seitens der Administratoren bzw. von unserem automatisierten Anti Spam System gelöscht oder durch „*********“ ersetzt werden. Ebenso ist von Beleidigungen und unbewiesenen Anschuldigungen Abstand zu nehmen. Das gilt vor allem gegenüber Dritten, die an den jeweilig laufenden Forums-Diskussionen überhaupt nicht beteiligt sind.

Ihre IP-Adresse: 54.146.50.80

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

15 − zwölf =

Impressum | Kontakt | Sitemap

BlitznewsSteirerblattXeleon.TVWhats Up TV