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Polterpost: Kinderschänder im Hasenstall

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Der Wahlkampf ist voll entbrannt, wenn auch in Niederösterreich und Tirol der Wählerwille bereits entschieden hat. Ein belastete Thema das schon die große Koalition von SPÖ und ÖVP bedrängte der Umgang mit Sexualstraftäter. Viele Kritiker plakatierten schon „Täter-Schutz vor Opfer-Schutz“.

Ein pikantes und bekanntes Beispiel aus Kärnten bringt die Problematik neuerlich auf den Punkt. Ein Menschenrechtler von eigenen Gnaden, Computer-Freak und Konkursant, der seine Stieftochter sexuell missbrauchte und über Jahre hinweg die Justiz narrte, darf Kinder am Fußballplatz trainieren.

Nicht erst seit dem Missbrauchsskandal um Judoka Peter Seisenbacher ist die Gesellschaft über den Umgang mit Sexualstraftätern irritiert. Der Fall eines Wiener Volleyball-Trainers und die widerlichen Praktiken eines Lehrers geben zu bedenken, dass die bloße Vorlage eines Leumundzeugnisses nicht genügen kann.

In der aktuell am Mittwoch erscheinenden Ausgabe vom Nachrichtenmagazin XlargE wird exklusiv ein weiteres altbekanntes Problem aufgedeckt und thematisiert. Nach der Methode „Gras über die Sache wachsen lassen“, schleusen sich Täter nach einigen Jahren Tumult um Ihre Sache, neuerlich in den potentiellen Opferkreis.

Kinder sind nicht erst seit gestern Opfer dieser gesellschaftlichen Abartigkeit. Gerade solche Täter verstehen das rhetorische Manipulieren ihres Falles in der Gesellschaft. So auch in dem von XlargE exklusiv enthüllten Skandal auf einem Fußballplatz im Lavanttal. Erst schrieb die Täter-Diktion von der eigenen Opferrolle. Man sei einer Verwandten Intrige und der behördlichen Willkür zum Opfer gefallen.

In ein ganz anderes Licht stellt das Opfer nach Rechtskraft der letztendlich doch Verurteilung die Sache. Den vermeindlichen „Oma-Brief“ schrieb dann doch die eigene Mutter, und das Opfer kämpfte wie ein Ungetüm dass der Täter Wolfsberg verlassen musste.

Wie grotesk ist unsere Gesellschaft mitsamt ihren Netzwerken, wenn erst das Opfer wie ein Löwe um seine Glaubwürdigkeit kämpfen muss, dann die Justiz jahrelang in der Geiselhaft des Täters endlich zu einem klaren und unwiderruflichen Schuldspruch kommt, um am Ende einen solch perfiden Täter wieder unter Kinderseelen am Sportplatz zusehen?

In Zeiten eines Wahlkampf Getöses sollte nicht der Tschick im Vordergrund stehen und was Oppositionsparteien auf Bundesebene wollen. Viel mehr wäre Landeshauptmann Peter Kaiser von der SPÖ, und seine berufliche Kollegschaft gefragt und gefordert diesem Abgrund gesellschaftlichen Grauens Einhalt zu gebieten – zumindest im eigenen Bundesland, denn die Kinder- und Jugendhilfe ist fest in der Hand von Sozialdemokraten.

So sitzt der Kinderschänder auch weiterhin gemütlich im Hasenstall.

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