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Neue Firma um Ex-Minister Schelling doch kein Fake

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Ein von ORF Moderator Armin Wolf am Dienstag auf Twitter publizierter Link zu neuen unternehmerischen Tätigkeiten von Ex-Finanzminister Hans Jörg Schelling (Anm. d. R.:) Johannes Georg Schelling ließ aufhorchen. Wie der öffentlich einsehbaren Firmendatenbank der WKO zu entnehmen ist, sei mit 2. Januar von Schelling ein Gewerbe als Unternehmensberater angemeldet worden. Die Kleine Zeitung ortete ein Fake-Unternehmen.

Rasch titelte das zur Styria Media gehörende Medium „Erstaunen auf Twitter – Fake Firma von Ex-Minister Schelling kursiert im Netz“, und berief dabei auf die Veröffentlichung eines gewissen Herrn Koronek via Twitter. Da der bekennende Twitterer und ORF Moderator Armin Wolf den betreffenden Tweet teilte, erlangte die neue Erkenntnis rasch Berühmtheit und den Gang in die Medien.

Der Ex-Minister konterte gegenüber dem Blatt postwendend  icon-angle-double-right So eine Firma habe ich nicht icon-angle-double-left und  icon-angle-double-right Es gibt nur meine alte Schelling GmbH seit 1996 icon-angle-double-left Für Aufsehen sorgte dann auch noch eine Email-Adresse, die im Unternehmensprofil der WKO, und auch im Gewerberegister bis heute Morgen geführt wurde, und auf die frühere Tätigkeit Schellings beim Möbelriesen XXXLutz rückschließen lässt.

Aus Sicht von Schelling habe man lediglich die alte Gewerbeberechtigung als Unternehmensberater wieder aktiviert und praktiziere man gemeinsam mit der Tochter in der alten Schelling GmbH. Wie XlargE-Recherchen nun aber ergaben, ist eine solche Gesellschaft nicht mehr evident, wie eine Nachschau unter firmen.wko.at zeigt.

Neues Gewerbe um Ex-Finanzminister Schellung sorgt für Verschwörungstheorien

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Am heutigen Vormittag dann waren nebst dem Namen von Schelling vorangestellten Bezeichung „Finanzminister“ auch plötzlich die ehemalige Arbeitsplatzadresse von Schelling bei XXXLutz verschwunden. Beim Magistrat St. Pölten, für die fragliche Gewerbeanmeldung zuständig, konnte man auf XlargE Nachfrage ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Laut dem WK-Sprecher, Arnold Stivanello, sei ein IT-Schnittstellenfehler für das Missgeschick verantwortlich. Die Anmeldung wurde zwar korrekt im internen Mitgliederverzeichnis der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) gespeichert. In der Folge kam es durch eine fehlerhafte Schnittstelle im bundesweiten Webportal der WKO zu einer Vermischung von historischen und aktuellen Daten. Mittlerweile wurde der Fehler beseitigt. „Dass dadurch Herrn Dr. Mag. Schelling solche Unannehmlichkeiten entstanden sind, bedauern wir zutiefst und entschuldigen uns dafür in aller Form“, wie Stivanello abschließend ergänzt.

Für Follower von Armin Wolf jedenfalls war die „Fake-Firma These“ Anlass wilder Spekulationen. Andere Kommentatoren fragten beispielsweise welcherart Dokumente man sich bei einer solchen Gewerbeanmeldung bediene. Für Armin Wolf war schon Dienstagabend klar „Das ist nicht Schellings Firma“, habe der Ex-Minister der Zeitung erklärt.

Pikanterie am Rande: Sowohl der Standort der diskutiertn Gewerbeanmeldung auf Twitter, als auch die frühere Schelling GmbH firmieren an der selben Adresse in St. Pölten, Kugelgasse 1.

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