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AUFGEDECKT! Video-Schnipsel aus Ibiza – So lief Produktion um Strache-Video wirklich ab

Strache Video Ibiza

Seit Freitag vergangener Woche ist in der Innenpolitik kein Stein mehr auf dem anderen. Auslöser: Video-Sequenzen die Ex-Vizekanzler und FP-Chef Heinz-Christian Strache mit Intimus Johann Gudenus in einer Finka auf Ibiza zeigen. Das wäre noch nicht bizarr, hätte Gudenus und Strache nicht wortgewandt erklärt, wie man einer Partei zum Machtfaktor verhelfen und Österreich an russische Milliardäre verkaufen könnte.

Das Sittenbild der Politik und die Inhalte aus den seit Freitag bekannten „Strache-Videos“ sind eigentlich nicht neu. Fernsehserien wie „Der Bulle von Tölz“ erzählen längst vom Zuschanzen von Bauaufträgen, Macht hungrigen Politikern und dem kirchlichen Nimmer satt. Die in den 90ern entstandene Fernsehreihe beschreibt das jetzt real gewordene Bild anhand österreichischer Volksvertreter, und die Macher des Bullen aus Tölz dürften sich schon damals dabei etwas gedacht haben.

Am Freitag der vergangene Woche dachten Journalisten von SPIEGEL und SÜDDEUTSCHER ZEITUNG an ihr Pflichtbewusstsein Videosequenzen zu veröffentlichen, die wie sie sagten, von großem öffentlichen Interesse seien. Bis heute ist das Zustandekommen der Aufnahmen nicht nur rechtlich gesehen zweifelhaft. Viele Mutmaßungen kleben an dem aus sechs Kameraperspektiven und über 7 Stunden dauernden Videomaterial aus Ibiza. In Österreich verursachte die journalistische Publikation ein politisches Erdbeben, wenngleich Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner heutigen „Rede an die Nation“ von Stabilität sprach und „Österreich sei so nicht“, und als Bürger solle man sich jetzt nicht vom politischen Interesse abwenden. An alle Parteien und Politiker im Land richtete das Staatsoberhaupt den Appell der Vorbildwirkung, schließlich brauche der Bürger Volksvertreter, die persönliche Bevorteilung hinten anstellen.

Unweigerlich bleibt bei allen politischen Reden, Absichten und Entwicklungen eine entscheidende, und nicht zuletzt berechtigte Frage. Wer steckt hinter den Video-Schnipseln aus Ibiza?

Während sowohl Verantwortliche der SZ und DER SPIEGEL unter Verweis auf den Quellenschutz (Anm. Redaktionsgeheimnis) die Urheber nicht preisgeben wollen, gelang dem XlargE-Magazin zumindest die Rekonstruktion einer Indizienkette, die stichhaltiger nicht sein könnte.

Was geschah tatsächlich im Vorfeld der illegal produzierten Aufnahmen auf Ibiza, wer sind die Hintermänner, wer zog Nutzen aus dem Video und warum gelangen die Aufnahmen erst jetzt an die Öffentlichkeit? Fragen, die sich viele Stellen. Bislang lieferten Journalisten keine Antworten. Dem XlargE Magazin gelingt erstmals die Indizienkette zu schließen, und zumindest nachhaltig Antwort zu geben.

Nach Informationen des Portals „EUINFOTHEK“ habe der Wiener Innenstadt Advokat (Name der Redaktion bekannt) erstmals die Interessen bei Johann Gudenus geweckt. Vorwand sei damals das nach dem Tod von John Gudenus zum Verkauf offerierte Waldgrundstück im niederösterreichischen Krems-Tal gewesen. Eine – in den jetzigen Fall nicht involvierte Immobilienmaklerin – habe den Kontakt zwischen Anwalt und Gudenus hergestellt.

Bei einem ersten Zusammentreffen am 24.03.2017 im Restaurant „Le Ciel“ zwischen Johann Gudenus, Tatjana Gudenus, Alyona Makarov und Julian Thaler (letztere wohl Fake-Namen) und dem Rechtsanwalt, habe man nach einem vorangegangenen Treffen in der Kanzlei des Anwalts erste Detailgespräche geführt. Zuvor präsentierte der Advokat – wie vom Portal EUINFOTHEK behauptet, eine Kopie des lettischen Passes der vermeintlichen russischen Oligarchennichte. Schon damals habe der Vertraute Julian Thaler, angeblich Deutscher, mit einem Maybach, samt Chauffeur und Bodygards dick aufgetragen. Dem Vernehmen nach wäre die Russin mit ihrem Onkel in Streit und bereit 350 Millionen in Österreich zu investieren.

Der involvierte Rechtsanwalt habe diese Angaben und bereits auf seinem Konto eingegangene Sicherheitsleistungen gegenüber Gudenus bestätigt. Und das Portal EUINFOTHEK berichtet weiters:

Es kam in der Folge zu einer Besichtigung des Waldgrundstückes, wo die russische „Interessentin“ sehr sachkundige Fragen über den Bestand des Waldes und der Forst- und Jagdwirtschaft etc. stellte. Nach der Besichtigung des möglichen Kaufobjektes trafen sich der Anwalt, Julian Thaler und Johann Gudenus am 28.4.2017 im „Stadtwirt“.

Bei einem weiteren Treffen habe die gutbetuchte Russin von ihrem Traum-Domizil Ibizia geschwärmt und habe man schließlich für weitere Detail-Gespräche dort ein Treffen vereinbart.

Tatsächlich liegen dem XlargE Magazin brisante Informationen aus gesicherten Quellen vor, wonach zur fraglichen Zeit im Juli 2017 eine Russin mit deutschen Pass und mehrere Mitarbeiter des BVT (quasi zeitgleich) – sogar unter eigenem Namen – nach Ibiza einreisten.

Doch welche Rolle spielt der Rechtsanwalt wirklich? Seine Verbindungen reichen bis hin zu Katja Wagner, die mit ihm gemeinsam noch im März 2017 mehrere Kosmetikstudios betrieb, und anlässlich einer Auseinandersetzung mit dem Arbeitsinspektorat just den damaligen ÖVP Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) an sich zog. Beide, so DERSTANDARD in einem Bericht vom 15. März 2017, seien für ein Reformgespräch zum Thema Arbeitnehmerschutz. Zu diesem Zeitpunkt war der jetzige Bundeskanzler Sebastian Kurz noch Außenminister.

Katja Wagner zog es im Juni 2017, quasi gut einen Monat vor den Anbahnungen in Ibiza, zur Kronenzeitung, wo sie seither als Kolumnistin und Moderatorin für Krone-TV brilliert. Hälfte-Eigentümer der Kronenzeitung ist die Deutsche WAZ, und diese mehr oder weniger Eigentum der deutschen Sozialdemokraten (SPD). Seit geraumer Zeit kaufte sich der Immobilienmogul Renè Benko über eine Beteiligungsgesellschaft mit Teilen in die Kronenzeitung ein, weswegen ein immenser Kampf mit Krone-Chef Christoph Dichand entbrannte. Noch Ende März beabsichtigte man Dichand zu feuern und brachte schließlich Klagen ein. Plötzlich im April erlangte der deutsche Satiriker Jan Böhmermann Kenntnis vom Strache-Video bzw. äußerte sich dazu anlässlich der Romy-Verleihung in kryptischen Wortwendungen.

Nun könne man spekulieren die Produktion der Strache-Videos sei womöglich sogar ein gezieltes Manöver der Kronen Zeitung mit sozialistischer Beteiligung und ausführenden Organen des BVT, um die Machtverhältnisse im Verlag einerseits zu glätten und Österreich ein politisches Erdbeben zu verpassen. Den Sozialdemokraten käme ein solches Vorhaben genauso wenig ungelegen wie der Familie Dichand. Zumindest sprechen die Verbindungen und Abläufe zu gegebener Zeit dafür.

Ein weiterer Aspekt darf nicht außer acht gelassen werden. Im herrschenden Nationalratswahlkampf 2017 griff die SPÖ tatsächlich mithilfe von Tal Silberstein zu Dirty Campaining Methoden – nachweislich – zurück. Der SPÖ war angesichts des Koalitionsdesasters mit der ÖVP bewusst die FPÖ könne sich massiv stärken und ihr ernsthaft in die Quere kommen. Der ins Spiel gebrachte Rechtsanwalt agierte im Übrigen laut einem Bericht der Tageszeitung DIEPRESSE schon einmal im Wiener Gemeinderatswahlkampf 2015. So habe der Anwalt laut der Tageszeitung für einen 6stelligen Betrag Fotos von Strache angeboten, die den Politiker bei einer Geldübergabe zeigen.

In handwerklicher Hinsicht konnte ein solches Video zweifelsohne nur aus professioneller Feder entstammen. Schon bisher war um flinke Hände aus Geheimdienstkreisen spekuliert worden. Schließlich mussten die Protagonisten Strache und Gudenus erfolgreich auf ihre dann getätigten Aussagen eingeschworen werden. Will man Kennern der Branche Glauben schenken, habe das Video und alles drumherum rund eine Million Euro verschlungen, und besäßen SZ und DER SPIEGEL das Material bereits seit einem jahr – wie glaubhafte Quellen dem XlargE Magazin exklusiv berichten.

Offiziell Stellung nehmen, oder schon gar nicht die vorliegenden Indizien bestätigen, wollten bislang die involvierten Beteiligten der Indizien-Kette – bis Redaktionsschluss.

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