Verfahren gegen das Nachrichtenmagazin XlargE?

Im Online Ableger des Nachrichtenmagazin XlargE wurde am 12.12.2007 unter www.xlarge.at der Artikel „Zweifelhafte Praktiken am Wiener Wohnungsmarkt“ publiziert. Der langjährige Mieter einer Altbauwohnung soll mit eigenartigen Methoden aus seiner Wohnung gemobbt werden, der neue Hauseigentümer will mehr Geld damit verdienen. Hausbesitzer Mag. Wolf-Dietrich Schneeweiss ist darauf spezialisiert, Häuser aufzukaufen, Altmieter zu entsorgen und Gewinne zu optimieren. Zur besseren Verschleierung seiner Tätigkeit tritt er unter verschiedenen Namen auf; zum Beispiel unter „Immobilienkanzlei Schneeweiss“, unter „MAS Real Estate & Facility Management“, unter „Zügli Immobilien GmbH“, unter „Immoperfect Mag. Schneeweiss & Dr. Strobl OEG“.

Wie nun bekannt wurde, lassen Mag. Schneeweiss und seine Geschäftspartner Mieter sogar mit Videokameras und anderen technischen Methoden überwachen, ob und wann sie ihre Wohnungen benützen. Man fühlt sich dadurch in dunkelste DDR-Zeiten versetzt.

Herr N.*, der im Artikel vom 12.12.2007 genannte Altmieter, war in diesem Zusammenhang von einem Polizeibeamten schikaniert und bedroht worden, dem Bezirksinspektor Kurt Schulhof aus Wien-Meidling. Dieser Polizeibeamte hat nun „anscheinend“ ein medienrechtliches Verfahren gegen den Herausgeber vom Nachrichtenmagazin XlargE, Herrn Simon Polterer, angestrengt, da er sich durch den Vorwurf seines strafrechtlich relevanten Vorgehens beleidigt fühlte. Der eigentliche Medieninhaber, eine ausländische Verlagsgruppe, wurde hingegen soweit bekannt nicht geklagt. Zustellungen in diesem Verfahren sind wegen unklarer und unrichtiger Angaben des Klägers noch nicht erfolgt, man hörte von der Sache vorerst nur hinter den Kulissen.

XlargE Herausgeber Simon Polterer zeigt sich gelassen »Grundsätzlich berichtet unser Medium basierend auf Fakten und Beweise, die unseren Mitarbeitern gerade in diesem Fall lückenlos vorliegen. Sollte es tatsächlich so sein wie behauptet, werden wir einer Klage von Herrn Schulhof mit Gelassenheit entgegentreten«

Die dem Polizeibeamten Kurt Schulhof vorgeworfenen Straftaten liegen mit allen Beweisunterlagen bei der Staatsanwaltschaft Wien und werden sicherlich auch für das medienrechtliche Verfahren herangezogen. Erstaunlicherweise lehnte das BIA (Büro für Interne Angelegenheiten der Polizei), das sonst mit allen möglichen Untersuchungen rasch zur Hand ist, in diesem Fall bisher die Überprüfung ab, trotz drückender Beweise.

Da sowohl das Nachrichtenmagazin XlargE als auch der verantwortliche Redakteur des Artikels an sauberer und den Gesetzen folgender Polizeiarbeit interessiert sind, wird diese Sache jedenfalls genau weiterverfolgt und darüber weiter berichtet werden.

* Name von der Redaktion geändert

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