Mediale Wendungen

Nun sind sie eröffnet, die 29. Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Groß war der Protest. Als aber die Österreicher auf Rang 182 einmarschieren, fällt gar Michael Berger die Wortwahl etwas leichter. Zuvor übt sich ein gekonnter ORF-Kommentator als Diplomat. Man könnte glauben, die Chinesen lauschen mit.

Wenn Journalisten beschnitten werden, gilt heftiger Protest. Schließlich will man sich in Prinzipien üben. Andererseits erinnert mich die Haltung Chinas an das weltumspannende Kinderhilfswerk SOS Kinderdorf. Diplomatisch geschickt, lenkt man vom tragischen Schicksal der fremd untergebrachten Kinder ab. Im Detail vom eigentlichen Kritikpunkt, wie Kinder aus ihren Familien gerissen und anschließend ins SOS Kinderdorf, der Kinderverarbeitungsindustrie, zwangsverbracht werden.

Kritiker die sich in ihrer Minderheit öffentlich äußern, werden eiligst aus der Öffentlichkeit katapultiert. Die Methoden von China und SOS Kinderdorf könnten nicht ähnlicher sein. Vielleicht gerade deshalb, um gemeinsame Sympathie zu leben.

Mediale Wendungen sind eben immer und überall, nicht zuletzt aber im Kampf David gegen Goliath.

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